Der Tag danach - Jürgs, Michael

Michael Jürgs 

Der Tag danach

Wenn das Leben über Nacht nicht mehr ist, wie es gestern noch war

Broschiertes Buch
 
1 Kundenbewertung
***** sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Der Tag danach

Prominente wie Ron Sommer, Peter Scholl-Latour, Rudolf Scharping, Katrin Krabbe, Friede Springer, Herbert Grönemeyer u.v.a. geben zum Teil erstmals Einblick in ihren 'Tag danach'.Der Journalist Michael Jürgs befasst sich mit jenem Tag, der einen unwiderruflichen Lebenseinschnitt markiert, an dem über Nacht das Leben eine radikale Wendung genommen hat. Der Tag nach dem unfreiwilligen Abschied von der Macht, nach dem Verlust eines geliebten Menschen, nach dem Karrieresprung. Die geschilderten Erfahrungen liefern ein breit gefächertes Bild über den Umgang mit Verlust, jähem Schmerz oder auch großem Glück. Ein kluges Buch, das Rückschlüsse auf den Zustand unserer Gesellschaft zulässt.

"Jeder Mensch reagiert auf seine besondere Weise, wenn auf einmal nichts mehr so ist, wie es gestern noch war." -- MICHAEL JÜRGS

"Ein Buch, das sich den Gefühlen ganz besonderer Momente im Leben stellt." -- WDR 5

"Ein Zeitdokument, das aufwühlt, dabei gleichwohl pietätvoll und unsentimental Auskunft über lebensverändernde Erfahrungen gibt." -- Schädelspalter


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 366 S.
  • Seitenzahl: 368
  • Goldmann Taschenbücher Bd.15419
  • Deutsch
  • Abmessung: 182mm x 126mm x 32mm
  • Gewicht: 312g
  • ISBN-13: 9783442154197
  • ISBN-10: 3442154197
  • Best.Nr.: 20842365
"Lesenswert." Der Patriot

"Ein Zeitdokument, das aufwühlt, dabei gleichwohl pietätvoll und unsentimental Auskunft über lebensverändernde Erfahrungen gibt."

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Mit diesen 33 "Schicksalsstorys" nach Art der Boulevardblätter von Michael Jürgs wird der "Schicksalssüchtige üppig bedient", konstatiert Georg Klein abgestoßen. Er macht auf ein interessantes Paradoxon aufmerksam, das die "Basis des Schicksalsgenres" ausmacht: zwar wird der Tod als der "große Gleichmacher" vorgestellt, der eben auch vor Prominenten nicht Halt macht, andererseits liegt gerade in der Prominenz seiner Opfer oder der Angehörigen der Reiz für die Leser. Ansonsten müsse die "Liebe", die immer wieder "gnadenlos effektiv" eingesetzt wird, oder auch drohender "Machtverlust" herhalten, um Spannung und schicksalsträchtige Stimmung zu erzeugen, wobei offenkundig besonders letzterer den Autor ganz besonders "fasziniert". Ohnehin problematisch findet der insgesamt wenig begeisterte Rezensent den Versuch, die Veränderung eines ganzen Lebens an einem einzigen Tag festzumachen und er findet, dass dies Jürgs, wenn er von seinem eigenen Schicksalstag erzählt, "besonders auffällig misslingt". Nur wenn Jürgs am Ende seines Buches seinem verstorbenen Vater "ein paar Buchseiten Zuneigung" nachträgt, liest Klein zu seiner eigenen Überraschung tatsächlich einige "unverbrauchte" Sätze, auf die man aber beim Rest des Buches vergeblich hoffe, wie der Rezensent klarstellt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.10.2005

Wenn Friede Springer schreit
Sie sind mächtig. Sie sind wichtig. Aber sie lieben, leiden und sterben wie du und ich! In „deutschen Biografien” singt Michael Jürgs die Schicksalsmelodie - einschließlich der eigenen
Von Georg Klein
All die, die es nach dem Anblick fremden Schicksals gelüstet, bräuchten eigentlich nur die Pforte des nächsten Krankenhauses oder Altenheims zu passieren. Schon auf dem ersten Flur kommt einem unweigerlich der erste tragische Fall entgegen. Ja, im Prinzip genügt es bereits, mit offenen Augen durch eine Fußgängerzone zu wandern. Diejenigen Zeitgenossen, die das Schicksal schlug, sind gar nicht zu übersehen. Und nicht wenige von ihnen wären heilfroh, wenn man sie nach ihrer Geschichte, also nach ihrem Infarkt, nach ihrem Krebs, ihrer Arbeitslosigkeit oder ihrem Beziehungsunglück fragte.
Aber wer Schicksal erzählt bekommen will, besorgt sich lieber eine der einschlägigen Zeitschriften. Und falls sein Lese-Atem für eine Serie kompakter Schicksalsstorys reicht, erwirbt er vielleicht sogar das neue Buch von Michael Jürgs: „Der Tag danach”. Schon in dessen Einleitung wird der Schicksalssüchtige üppig bedient. …

Weiter lesen

"Ein Zeitdokument, das aufwühlt, dabei gleichwohl pietätvoll und unsentimental Auskunft über lebensverändernde Erfahrungen gibt."
Michael Jürgs war u.a. Chefredakteur von "Stern" und "Tempo" und hat sich als Biograph einen Namen gemacht. Seine Lebensbeschreibungen "Der Fall Romy Schneider", "Der Fall Axel Springer", "Gern hab' ich die Frau'n geküsst" (über Richard Tauber), "Bürger Grass" und "Eine berührbare Frau" (über Eva Hesse) wurden ebenso Bestseller wie "Die Treuhänder", "Der kleine Frieden im Großen Krieg" (2003) und "Der Tag danach". Zusammen mit der Journalistin und TV-Moderatorin Angela Elis legte er das Pamphlet "Typisch Ossi, typisch Wessi" vor. Viel Anerkennung bekam er für seine Bilanz der deutschen Einheit "Wie geht's, Deutschland?" (2008) und für seine Geschichte des Bundeskriminalamts "BKA. Die Jäger des Bösen" (2011), seine Streitschrift "Seichtgebiete" (2009) verkaufte sich über 100.000mal. Er ist Co-Autor vieler Fernsehdokumentationen, die nach seinen Büchern gedreht wurden.

Leseprobe zu "Der Tag danach" von Michael Jürgs

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Der Tag danach" von Michael Jürgs

"Der angekündigte Selbstmord (S. 108-109)

Petra Friedel.
Dass er Pillen schluckte und sich nicht vor einen Zug oder von einem Hochhaus stürzte, hatte mit seinem Beruf zu tun. Mit Medikamenten kannte er sich aus. Ludwig Friedel war Arzt. Dass er sterben wollte, kann aber nicht daran gelegen haben, unheilbar krank gewesen zu sein, wovon er als Mediziner gewusst hätte. Bei der Autopsie, die in allen Fällen von Freitod obligatorisch ist, also auch in seinem Fall, fand der Pathologe außer den üblichen altersbedingten Veränderungen nichts Auffälliges in seinen Organen und ein Karzinom schon gar nicht. Unwahrscheinlich auch, dass es Existenzangst war, eine Angst, im Alter zu verarmen, die Ludwig Friedel den Tod als bessere Alternative zum Leben wählen ließ.

Zwar hatte er im Laufe der Jahre nichts zurückgelegt für seinen Ruhestand, lieber sein Geld ausgegeben für Reisen und für Kunst und für Autos, die nicht zu ihm passten, hatte große Summen an zu viele Menschen verliehen, ohne sie je an die Rückzahlung zu erinnern. Aber seine Pension betrug um die sechstausend Mark im Monat. Davon hätte sich leben lassen. In einer unausgepackten Weinkiste, die seine Frau erst Wochen nach seinem Tod öffnete, als sie seine Wohnung auflöste, fand sich zudem ein verschlossener Brief seines Nachfolgers, der ihm großzügige Honorare für Beratungen zusicherte, auf die man trotz seines Ausscheidens aus der Klinik nicht verzichten wolle. »Vielleicht«, sagt der heute, fünfzehn Jahre nach dem Selbstmord des berühmten Chirurgen, der einst sein Chef war - und anders heißt als hier in diesem Text -, hätte er sich nicht umgebracht, wenn er den Brief gelesen hätte.

Er verflucht die Nachlässigkeit seines Sekretariats. Die Kiste mit Wein war ein Weihnachtsgeschenk, der Brief sollte extra versandt werden, getrennt von den zwölf Flaschen Château Lafite, damit er erst den lese und sich dann ein Glas einschenke. Weil es aber, aus Versehen, anders lief, Wein und Brief, um Porto zu sparen, zusammen verschickt wurden, fühlt sich sein Nachfolger irgendwie mitschuldig am Selbstmord des Arztes.Niemand müsse sich schuldig fühlen, sagt die Witwe von Ludwig Friedel und schließt sich in diese Absolution mit ein. »Mein Mann wollte nicht mehr leben, er hatte sich lange vor dem tatsächlichen Selbstmord dazu entschlossen, hat falsche Spuren gelegt, hat nach außen den in sich ruhenden Alten gespielt, aber tatsächlich wohl seinen Abgang sorgfältig vorbereitet.

Wir hätten das selbst dann nicht verhindern können, wenn wir von seinen Absichten etwas geahnt hätten.« Sie ahnte etwas, doch sie konnte mit dieser Ahnung mangels konkreter Indizien nichts anfangen. In den schlaflosen Nächten nach dem Selbstmord fiel Petra Friedel auch wieder ein, dass er ihr ein Jahr vor seinem Tod ernsthaft vorgeschlagen hatte, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden, dem historischen Beispiel Heinrich von Kleists und seiner Geliebten Henriette Vogel folgend. Die Erinnerung daran hatte sie verdrängt, auch deshalb, weil ihr Mann nie wieder davon gesprochen hatte. Die Idee schien beerdigt.

Der Gedanke, sich umzubringen, kam ihr geradezu absurd vor, und nicht nur aus Liebe zu ihm, mit dem sie alt werden wollte, sondern vor allem aus Liebe zum Leben. Sie war zwanzig Jahre jünger als er, mädchenhaft zart, blond, klein. Noch heute wirkt sie wie eine junge Frau, die noch alles vor sich hat. Sie ging gern aus, gern ins Kino, gern ins Theater, gern in Konzerte. Er hatte dafür nie Zeit. Sein Alltag bestand nur aus Arbeit. Als er fünfundsechzig wurde, hatte er seinen Beruf aufgeben müssen, und das hatte für ihn offensichtlich die Aufgabe seines Lebens bedeutet. Konsequent gab er es stattdessen selbst auf."

Kundenbewertungen zu "Der Tag danach" von "Michael Jürgs"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Der Tag danach" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Huck aus Minden am 17.10.2008 ***** sehr gut
Das ist ein bewegendes Buch und absolut lesenswert!
Allerdings konnte ich nicht wirklich viel von Herbert Grönemeyer finden, außer ein Zitat aus einem Interview. Hier in der Buchbeschreibung wirkt es als hätte er auch ein Kapitel verfasst. Das halte ich für Verkaufsstrategie und bei mir hat es auch geklappt...Das war eine Enttäuschung,dennoch hat das Buch gefallen.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Der Tag danach" von Michael Jürgs ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

16 Marktplatz-Angebote für "Der Tag danach" ab EUR 0,80

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 0,80 1,10 Banküberweisung, PayPal bookremy 99,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,50 Banküberweisung sophina 100,0% ansehen
wie neu 1,50 1,10 Banküberweisung tina1978 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 1,95 0,00 PayPal, Banküberweisung Rhein-Team Lörrach 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 0,85 Banküberweisung dumelarra 100,0% ansehen
gebraucht; gut 3,00 1,50 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung hermesbuch.de 100,0% ansehen
gebraucht; gut 3,09 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal Antiquariat Angelika Hofmann 99,8% ansehen
gebraucht; gut 3,10 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal Antiquariat Angelika Hofmann 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,20 1,10 Banküberweisung sunnysurfen 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,49 1,95 Banküberweisung ITM Hölscher&Marks GmbH&Co. KG 98,9% ansehen
wie neu 3,90 1,80 Banküberweisung tinalutz 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 4,28 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Buchhandlung Vaternahm 99,6% ansehen
wie neu 4,50 1,40 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung delfterblau 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 5,50 1,40 Banküberweisung, PayPal amazone13 shop 99,7% ansehen
6,79 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Fa. SURAT, Internet Antiquariat 99,4% ansehen
Sammlerstück; gut 7,77 1,35 Banküberweisung Rabenhorstkarl 100,0% ansehen
Mehr von