Im vorliegenden Band werden zentrale Aufsätze des renommierten
Politik-wissenschaftlers Eckhard Jesse zusammengefasst. Teils mit
einem stärker zeithistorischen, teils einem stärker
politikwissenschaftlichen Gewicht bieten sie Analysen und Diagnosen
zur Demokratie und ihren Gefährdungen in Deutschland. Die
Themenpalette reicht von der Haltung Friedrich Eberts in der
deutschen Revolution 1918/19 über die Frage nach der Einordnung der
politikwissenschaftlichen DDR-Forschung und die Reformbedürftigkeit
des Bundestagswahlrechts bis zum deutschen Terrorismus der
siebziger Jahre. Viele Aufsätze berühren kontrovers erörterte
Themen wie die Frage nach der Urheberschaft am Reichstagsbrand oder
nach Formen der Vergangenheitsbewältigung. Sie alle belegen das
Engagement eines Wissenschaftlers, der heikle Themen nicht ausspart
und vor klaren Stellungnahmen nicht zurückschreckt.Eckhard Jesse
ist Inhaber des Lehrstuhls für Politische Systeme und Politische
Institutionen an der TU Chemnitz.Uwe Backes ist Stellvertretender
Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an
der TU Dresden.Alexander Gallus ist Inhaber der Juniorprofessur für
Zeitgeschichte an der Universität Rostock.
Eckhard Jesse: Jahrgang 1948, Dr. phil. habil., seit 1993 Professor für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Chemnitz (Lehrstuhl für "Politische Systeme, politische Institutionen"); seit 1989 Herausgeber des Jahrbuchs Extremismus und Demokratie (mit Uwe Backes); zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zur Demokratie der Bundesrepublik Deutschland, zu Totalitarismus im 20. Jahrhundert und Extremismus in der Bundesrepublik
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