BND contra Sowjetarmee - Wagner, Armin; Uhl, Matthias

Armin Wagner Matthias Uhl 

BND contra Sowjetarmee

Westdeutsche Militärspionage in der DDR

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BND contra Sowjetarmee

Dieses Buch untersucht die Ausspähung der sowjetischen Truppen in Ostdeutschland durch die Organisation Gehlen und den Bundesnachrichtendienst vom Ende der vierziger Jahre bis zum Fall der Mauer. Band 14 der Reihe Militärgeschichte der DDR.

Anhand von erstmals freigegebenen Akten des Bundesnachrichtendienstes und Dokumenten der Spionageabwehr des Ministeriums für Staatssicherheit beschreiben die Autoren Strukturen, Methoden und Alltag westdeutscher Geheimdienstaktionen an der Frontlinie des Kalten Krieges. Detailliert behandelt wird die Ausspähung der sowjetischen Truppen in Ostdeutschland vom Ende der vierziger Jahre bus zum Fall der Mauer. Dabei zeigt sich, dass Tausende Geschäftsreisende, Kraftfahrer, Studenten, Hausfrauen und Rentner im Einsatz waren, die im Laufe von vierzig Jahren in Pullachs Diensten spionierten und nicht selten ihren Agenteneinsatz mit langjähriger Haft oder dem Leben bezahlten.


Produktinformation

  • Verlag: Links
  • 2010
  • 3., korr. u. erg. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: XII, 291 S.
  • Seitenzahl: 304
  • Militärgeschichte der DDR Bd.14
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 152mm x 32mm
  • Gewicht: 513g
  • ISBN-13: 9783861534617
  • ISBN-10: 3861534614
  • Best.Nr.: 22807660
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.11.2007

Pullach zögert noch
Der BND und die Militärspionage in der DDR

Auf diesen Gegner waren sie vorbereitet. Als sich Reinhold Gehlen, seit Anfang April 1942 Chef der Abteilung "Fremde Heere Ost" und damit für die Feindaufklärung an der Ostfront zuständig, gegen Ende des Krieges zu den Amerikanern absetzte, kam er nicht mit leeren Händen: Das in Jahren gesammelte Material über die Rote Armee, das er ihnen kistenweise übergab, war für diese im aufziehenden Kalten Krieg Gold wert. Kein Wunder, dass sie den vormaligen Wehrmachtsgeneral in ihre Dienste stellten und seit Sommer 1949 auch die "Betreuung" der "Organisation Gehlen" übernahmen, bis diese im April 1956 als Bundesnachrichtendienst (BND) in die Bundesverwaltung übergeführt wurde.

Hauptaufgabe schon von Gehlens Organisation, dann auch des bis Frühjahr 1968 von ihm geleiteten BND war die Erkundung und Schwächung des Gegners, also der Sowjetunion und ihrer Verbündeten. Ihr Haupttätigkeitsfeld war die DDR. Das besondere Interesse galt den dort stationierten Einheiten der Sowjetarmee. Glaubt man Gehlen, der 1971 mit seinen Erinnerungen an die Öffentlichkeit ging, dann war der BND auf …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Eine "thematisch hochinteressante Arbeit" sieht Cornelius Wüllenkemper in dieser Studie von Matthias Uhl und Armin Wagner über deutsch-deutsche Spionage. Er hebt hervor, dass die beiden Militärhistoriker mit die ersten sind, die sich diesem Thema von westlicher Seite nähern und dazu erstmals BND-Unterlagen heranziehen konnten. Ihre Untersuchung der westlichen Spionagetätigkeit gegenüber sowjetischen Militärstützpunkten in der DDR im Kalten Krieg fördert nach Ansicht von Wüllenkemper dann auch neue Erkenntnisse zu Tage, etwa über die Spionage in und um Berlin oder den Umstand, dass BND-Direktor Reinhard Gehlen die Bundesregierung frühzeitig vor der "Abriegelung des Ostteils" gewarnt hat. Allerdings können die Autoren seines Erachtens ihren Anspruch, das Bild des BND zu korrigieren, "trotz neuer Quellen" nicht wirklich einlösen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.11.2008

Geheimes aus Ost und West
Neue Erkenntnisse über den „deutsch-deutschen Bruderkrieg”
Ein zentrales Thema der deutschen Geschichtswissenschaft ist die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, insbesondere der Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Dass aber nicht nur die BRD flächendeckend ausspioniert wurde, sondern umgekehrt auch westdeutsche Geheimdienste ganze Arbeit im Osten verrichteten, versuchen die Militärhistoriker Matthias Uhl und Armin Wagner mit ihrer Studie zu belegen. Sie gehören sie zu den ersten Historikern, die sich dem Thema der deutsch-deutschen Spionage von westlicher Seite nähern. Auch wenn der BND gerade erst seine Archive zu öffnen beginnt, sieht sich die Geschichtswissenschaft angesichts der uneingeschränkt zugänglichen MfS-Archive weiterhin mit einer zutiefst unausgewogenen Quellenlage konfrontiert. Die Autoren der Studie ziehen erstmals auch BND-Unterlagen heran, um die westliche Spionagetätigkeit gegenüber sowjetischen Militärstützpunkten in der DDR im Kalten Krieg zu untersuchen.
Tatsächlich können neue Erkenntnisse über den „Bruderkrieg” gewonnen und somit das Bild eines nur schleppend …

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"Wagner und Uhl liefern eine brillante Analyse. Jens Gieseke, Berliner Zeitung Ein hervorragender Forschungsüberblick! Die noch jungen Zeithistoriker Armin Wagner und Matthias Uhl haben vorgemacht, wie man westdeutsche Geheimdienstgeschichte zu schreiben hat. Daran wird man die angekündigte 'offizielle' Geschichte des BND messen, falls sie je zustande kommen sollte." (Wolfgang Krieger, sehepunkte 8)

Wagner und Uhl liefern eine brillante Analyse. Jens Gieseke, Berliner Zeitung Ein hervorragender Forschungsüberblick! Die noch jungen Zeithistoriker Armin Wagner und Matthias Uhl haben vorgemacht, wie man westdeutsche Geheimdienstgeschichte zu schreiben hat. Daran wird man die angekündigte "offizielle" Geschichte des BND messen, falls sie je zustande kommen sollte. Wolfgang Krieger, sehepunkte 8
Jahrgang 1968, Eintritt in die Bundeswehr 1987, Ausbildung zum Offizier, 1990-1994 Studium der Geschichtswissenschaft und Pädagogik in Hamburg. 1994- 2003 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam, 2003-2006 als Dozent für Militärgeschichte an der Offizierschule des Heeres in Dresden. Seit 2006 ist er als wiss. Mitarbeiter am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg tätig.

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