Die DDR - Recht und Justiz als politisches Instrument - Timmermann, Heiner (Hrsg.)

Heiner Timmermann (Hrsg.) 

Die DDR - Recht und Justiz als politisches Instrument

Hrsg. v. Heiner Timmermann
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Die DDR - Recht und Justiz als politisches Instrument

Das Recht und die Justiz waren im Verständnis der DDR Instrumente der gesellschaftlichen Praxis und insofern ein Mittel der bewußten Gesellschaftsgestaltung im Sinne des Sozialismus. Das sozialistische Recht war ein Mittel des Staates, um die gesellschaftliche Entwicklung zu organisieren. Nach DDR-eigenen Angaben unterscheidet sich das Recht in seinem Wesen, in seiner gesellschaftlichen Gesamtfunktion, in seinem Inhalt und in der Art seiner Verwirklichung vom kapitalistischen Recht.Seit der Wiedervereinigung sind Rolle und Funktion des Rechts und der Justiz in der DDR Gegenstand zahlreicher Publikationen. Bei der Auswahl der Beiträge für diesen Sammelband haben wir uns leiten lassen von der Liste der Forschungsdesiderata, die der Bericht der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland" nannte. Das Einführungskapitel enthält zur Orientierung einen allgemeinen und zusammenfassenden Vergleich zwischen den Rechtsordnungen der Bundesrepublik und der DDR, eine Analyse der politischen Steuerung der Justiz in der DDR sowie einen Beitrag zur Transformation der Rechtsordnung der BRD in die neuen Bundesländer. Der zweite Teil behandelt Aspekte des Familien-, Arbeits- und Strafrechts.


Produktinformation

  • Verlag: Duncker & Humblot
  • 2000
  • 2000.
  • Ausstattung/Bilder: 161 S.
  • Seitenzahl: 163
  • Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen Bd.89
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 157mm x 12mm
  • Gewicht: 230g
  • ISBN-13: 9783428102204
  • ISBN-10: 3428102207
  • Best.Nr.: 10211558
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.04.2001

. . . Kontrolle ist besser

DDR-JUSTIZ. Der ehemalige Staatssekretär im mecklenburgischen Justizministerium, Klaus Letzgus, ruft in Erinnerung, daß schon der Vertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion vom Mai 1990 im Wege der sogenannten Vorsorgesetzgebung wesentliche Weichen für die Wiederherstellung einer bürgerlichen und freiheitlichen Rechtsordnung im östlichen Teil Deutschlands gestellt hat. Die Wiedervereinigung nach mehr als vierzig Jahren Trennung sei ein Rechtsvorgang von exzeptionellem Ausmaß, für den es kein Vorbild in der Welt gebe; er sei absolut singulär. Hubertus Knabe schildert die Techniken der "lautlosen Unterdrückung" in der Ära Honecker. So sollten - nach dem Lehrmaterial der Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Potsdam - politische Gegner zu Dienststellen des MfS vorgeladen und mit ihnen völlig unmotivierte Gespräche geführt werden: "Bei einer Wiedergabe dieser Unterredung gegenüber der Gruppe bzw. einzelnen Mitgliedern wird das häufig mit Mißtrauen und Zweifel aufgenommen und - wie beabsichtigt - die Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit erheblich in Frage stellen." Lothar Mertens zeigt den …

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Prof. Dr. Dr. Heiner Timmermann, Professor für europäische Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena; Vorstandsvorsitzender der Akademie Rosenhof e.V., Weimar.

Inhaltsangabe

Inhalt: H. Timmermann, Die Rechtsordnungen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR - D. Strempel, Politische Steuerung der Justiz in der Deutschen Demokratischen Republik - K. Letzgus, Transformation der Rechtsordnung von den alten in die neuen Bundesländer. Der schwierige Weg zur Rechtseinheit in Deutschland - U. Schneider, Das Familienrecht der DDR - L. Mertens, Funktionen des Arbeitsrechts in der DDR - H. Knabe, Strafen ohne Strafrecht. Zum Wandel repressiver Strategien in der Ära Honecker - H. Eberle, GULag DDR? Ökonomische Aspekte des Strafvollzuges in den 50er und 60er Jahren - A. Weinke, Stasi und Strafrecht: Ein dunkles Kapitel

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