David Guetta hat es vorgemacht: Die Verbindung von Dance, Pop und
R&B ist nicht nur angenehm für Ohr und Bein, sondern auch
extrem erfolgreich. R.I.O. - die Cascada- Produzenten Manuel Reuter
und Yann Peifer sowie als Sänger Neal Antone alias Tony T. - fügen
nun auch Reggae-Elemente hinzu. Dieser Reggae-Einschlag kommt nicht
von ungefähr. Schließlich hat der in London geborene Tony T.
jamaikanische Wurzeln, die den Tracks nun Authentizität und
Glaubwürdigkeit verleihen. Zugleich fällt das Album in eine Zeit,
in der der Begriff Dance-Musik seine festen Genregrenzen längst
verloren hat. Das Projekt R.I.O. zeichnet nun aus, dass aus all
diesen Einflüssen und Stilelementen keine beliebige Sound-Soße
zusammengerührt wurde, sondern ein homogenes Werk entstand. Diese
Leistung ist umso höher einzuschätzen, da das Album Tracks vereint,
die aus verschiedenen Produktionsphasen stammen. So erschien die
auf dem Album enthaltene erste Single "De Janeiro"
bereits im Jahr 2007. Auch die übrigen Singles wie "Shine
On", "When The Sun Comes Down" (beide 2008)
"After The Love" , "Serenade" (2009),
"Something About You", "Watching You" ,
"One Heart (alle 2010) und die aktuellen Hits wie der
Titelsong und "Aninal" ebenfalls einen Platz auf dem
Album gefunden haben. Am Ende steht ein Album, das vielleicht nicht
für die Ewigkeit gemacht wurde, das aber schlicht und einfach nur
Spaß macht. Und das ist viel. Dietmar Schwenger
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