Kollaboration und Widerstand in Dänemark und Norwegen während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg
Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa -
Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,5,
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Historisches Institut),
Veranstaltung: 1.Staatsexamen, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese
wissenschaftliche Arbeit innerhalb des Ersten Staatsexamens für das
Lehramt Gymnasium soll die Thematik der Kollaboration und des
Widerstandes in Dänemark und Norwegen während der deutschen
Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg komplex darstellen und dem
Leser veranschaulichen, welche unterschiedlichen Formen der
erzwungenen Zusammenarbeit existierten, wie sich der Widerstand
formierte und letztendlich welches Verhältnis diese beiden
gegensätzlichen Pole zueinander entwickelten.Dass der
Untersuchungsgegenstand dieser Examensarbeit auf das einleitend
genannte Thema fiel, hatte verschiedene Motive: Zum einen stieß ich
in einer Tageszeitung auf einen Artikel über die von der
Simon-Wiesenthal-Stiftung meistgesuchten Kriegsverbrecher, unter
denen sich auch ein dänischer Angehöriger der Waffen-SS Division
,,Wiking befand, der frühere SS-Obersturmführer Soeren Kam. Dies
weckte mein Interesse daran, wie hoch denn eigentlich die
Kollaborationsbereitschaft in den traditionell neutralen
skandinavischen Ländern während der deutschen Besatzungszeit war,
stand doch auch der Norweger Vidkun Quisling in der Nachkriegszeit
stellvertretend für den Begriff des Kollaborateurs. Weiterhin
wollte ich mehr über die deutsche Besatzungszeit in Dänemark und
Norwegen an sich erfahren, nicht zuletzt weil der frühere deutsche
Bundeskanzler Willy Brandt diese Länder während seiner Flucht ins
Exil aufsuchte. Schließlich konnte ich mir während einer
Studienexkursion nach Nordjütland einen Eindruck davon machen, wie
den Widerstandskämpfern gegen die deutschen Besatzer noch heute
höchste Ehrbekundungen entgegengebracht und ihr Wirken in
Erinnerung gehalten wird. Es warf sich bei mir Frage auf, wer diese
Männer waren, die auch den Verlust des eigenen Lebens riskierten,
damit ihr Vaterland von dem nationalsozialistischen Joch befreit
wird. In der Geschichtswissenschaft haben sich international
bereits zahlreiche Historiker mit der deutschen Besatzungszeit in
Dänemark und Norwegen und deren Folgen beschäftigt. Für den
Themenkomplex ,,Reichskommissariat Norwegen gingen die wichtigsten
Impulse für die Forschung von den skandinavischen Historikern Ole
Kristian Grimnes und Magne Skodvin, sowie dem deutschen
Geschichtswissenschaftler und Dozenten der
Christan-Albrechts-Universität zu Kiel, Dr. Robert Bohn, aus. Im
Zusammenhang mit dem Widerstand gegen die deutschen Besatzer sind
die Publikationen der Historiker Terje Halvorsen, Aage Trommer und
Joergen Haestrup zu nennen.
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