Seit gut zehn Jahren können sich STAIND auf ihre treuesten Fans verlassen. Ihren ersten Gig spielten sie im Februar 1995, und es ist dem persönlichen Wachstum der einzelnen Mitglieder zu verdanken, dass die Band nicht wie so viele andere an aufgeblasenen Egos und schnellem Erfolg zerbrochen ist. 1996 erschien das selbst herausgebrachte Album Tormented, mit dem sie dann die folgenden Jahre zunächst in New England und dann USA-weit on the road gingen. 1999 erschien dann Dysfunction, das mehrfach US-Platin mit sich brachte und Hits wie Just Go, Mudshovel und Home enthielt. Outside, von der "Family Values Tour 1999"-CD wurde zu einem US-Number-1-Hit, der zugleich auf Break The Circle (2001) vorbereitete. Es katapultierte sich direkt auf die 1 der Billboard-Charts, verkaufte sich weltweit 8 Millionen Mal und machte STAIND zu internationalen Superstars. Das Album ging in Deutschland auf Platz 5 und enthielt die Single-Charterfolge It's Been A While und Outside. Die DVD MTV Unplugged (2002) erreichte Gold in den USA, ein Jahr bevor 14 Shades of Grey zum zweiten Billboard-No.1-Album wurde. An diesem Punkt glaubten STAIND, ihren Höhepunkt erreicht zu haben, doch die Herausforderung, nicht nur das Niveau zu halten, sondern auch eine Weiterentwicklung zu vollbringen, spornte die Band an.
Ein erster Schritt dazu war die Zusammenarbeit mit dem neuen Produzenten David Bottrill. Mike Mushok, STAIND- Mitglied der ersten Stunde, erklärt: "Wir haben Break The Cycle und 14 Shades of Grey mit Josh Abraham aufgenommen und sie haben uns umgehauen, aber wir hatten das Gefühl, dass es Zeit für Veränderungen wäre. Es gab immer eine Entwicklung von Album zu Album, und ich glaube, diesmal haben wir den größten Schritt getan. Wir konnten das, was wir machen, besser einfangen als je zuvor. Wir sind härter als früher, wenn wir hart sind, und wir sind melodischer, wenn wir melodisch sind, und sanfter, wenn wir sanft sind. Die Songs sind komplexer, man hört jedesmal etwas anderes heraus. Beim ersten Mal vielleicht die Riffs, dann die Texte und die Melodie, und irgendwann noch andere Dinge, die weiter im Hintergrund stehen."
Durchaus haben sich alle Bandmitglieder stärker ins Zeug gelegt, um auch die technischen Erfahrungen der letzten Jahre besser einzusetzen und dem Album mit gesundem Perfektionismus begegnen zu können. "Ein Song, den ich normalerweise in vier Stunden eingespielt habe, brauchte diesmal manchmal einen ganzen Tag," erinnert sich Bassmann Johnny April. "David [Bottrill] wollte es perfekt haben, und das kam uns sehr entgegen." Auch Drummer Jon Wysocki ließ seinem Ehrgeiz freien Lauf: "Ich habe diesmal noch einen draufgelegt," erklärt er. "Mit Technologie klingt alles gut, aber darauf wollten wir uns nicht verlassen. Jede Band mit durchschnittlichem Talent klingt professionell, wenn sie Technologie einsetzt, und live siehst du dann ihre Schwächen. Also haben wir uns im Studio auf unsere eigenen Stärken verlassen."
Trackliste zu "Dysfunction" von Staind
CD
1
Suffocate
03:16
2
Just go
04:50
3
Me
04:36
4
Raw
04:09
5
Mudshovel
04:41
6
Home
04:05
7
A flat
04:59
8
Crawl
04:29
9
Spleen
21:01
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