The List - Rosanne Cash
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Rosanne Cash 

The List

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Produktbeschreibung zu The List

Wer Johnny Cash als Vater hatte, trägt ein schweres Erbe mit sich herum. Zumindest wenn es um die Musik geht. Deshalb sollte man das Schaffen von Rosanne Cash nicht mit dem ihres Vaters vergleichen, und vermutlich würde sie es sich auch mit guten Gründen verbitten. Zu lang ist sein Schatten. So gesehen ist auch dieses Album der Sängerin und Songwriterin eher Kleingeld. Von solchen grundsätzlichen Überlegungen abgesehen, ist es aber dennoch ein höchst erbauliches Werk - wenn auch nicht so ergreifend wie der Vorgänger "Black Cadillac", auf dem Rosanne Cash 2006 den Tod ihres Vaters, ihrer Stiefmutter June Carter und ihrer Mutter Vivian Liberto verarbeitete. Hier zollt die Country-Musikerin ihrem Vater eher indirekt Tribut - indem sie zwölf Standards singt. Alle standen auf einer Liste der 100 besten Country-Stücke, die ihr Vater ihr 1973 zum 18. Geburtstag schenkte. So steht es jedenfalls im Promotext, und was auch immer dran ist: Es ist eine schöne Geschichte. Und was macht Rosanne Cash nach all den Jahren mit den Songs auf dieser Liste? Sie singt sie brav und ehrerbietig, entspannt und ohne Allüren, wie man es eben nur mit Songs tun kann, mit denen man von Kindheit an gelebt hat. Man ist in Würde miteinander alt geworden. So berühren Stücke, die der Hörer vielleicht schon tausend Mal gehört hat, Stücke wie "Heartaches By The Number" oder "500 Miles" mit seinen schönen Orgelpölsterchen, auch jetzt wieder in alter Vertrautheit. Sehr überzeugend kommt auch "Girl From The North Country" von Bob Dylan rüber, das jener 1969 auch mit Johnny Cash aufnahm. Da zeigt sich wieder das Band zum Vater, und man spürt: Rosanne Cash musste sich diese Stücke nicht erst zu eigen machen, sie waren und sind ein Teil von ihr. Und deshalb ist dieses Album mehr als die Präsentation einer Lieblingsliste à la "Was ich immer wieder gerne singe und schon lange mal aufnehmen wollte". Man hört es gern und mit Wohlgefallen. Vier nicht ganz unbekannte Kollegen ließen sich zu Gastauftritten vermutlich nicht lange bitten: Wenn Jeff Tweedy (Wilco), Rufus Wainwright, Elvis Costello und Bruce Springsteen bei einem solchen Projekt mitmachen, erhöht das natürlich beim zögernden Käufer die Neugierde. So zumindest stellt man sich das Kalkül vor. Doch die Mitwirkung der prominenten Gäste stellt sich als im Grunde überflüssig dar, so dezent und belanglos wirken ihre vokalen Beiträge, abgesehen vielleicht von Rufus Wainwright in "Silver Wings". Manfred Gillig-Degrave
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Produktinformation


  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD
  • Erscheinungstermin: 29.01.2010
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Johnnys Tochter nutzt ihr zwölftes Album, um Papas Songtipps zu covern. Vorbild ist eine Liste der angeblich 100 besten Countrysongs, die Johnny Cash ihr 1973 zum 18. Geburtstag überreichte. Sogar von ihm waren einige dabei - realistischerweise, wie man sagen muss. Die hat Rosanne aber nicht ausgesucht für die zwölf Songs ihres Albums. Sondern Mordballaden wie "Long black Veil", Jimmie Rodgers' "Miss the Mississippi and you" oder Dylans "Girl from the North Country", das nie ein Countrysong war und auch in Rosannes Version entschlossen pendelt zwischen Folk und Country. Cashs Gatte John Leventhal, der auch Gitarre spielt, bringt als Produzent das saubere Dutzend zum Schimmern, ohne zu sehr nach Nashville zu linsen. Nur das Springsteen/Cash-Duett "Sea of Heartbreak" erinnert in seiner Daunigkeit unschön an Bruce' Aidsschnulze "Philadelphia". Gleichwohl muss man das Album trotz seiner Eleganz dem Alt.Country-Lager zuschlagen. Leventhal lässt viel Raum zwischen Gitarre, Orgel, Drums und Streichern, der Sound fächert sich breit auf und umgibt die stets mittig platzierte Singstimme berührungslos. Dieser Abstand betont die hochachtungsvolle Vorsicht, mit der sich Cash ihren für die Americana-Geschichte repräsentativen Songs nähert. Weitere Gäste: Rufus Wainwright, Elvis Costello und Jeff Tweedy - was will man mehr? (mw)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.03.2010

Die Listige
Rosanne Cash arbeitet sich am Country-Kanon ab

"Ich zähle täglich meine Sorgen", hat Peter Alexander vor einem halben Jahrhundert geschmettert, und kaum jemand in Deutschland hat damals gewusst, dass dieses Lied die deutsche Version des amerikanischen Country-Schlagers "Heartaches by the Number" von Guy Mitchell ist. Um solche Wissenslücken bei seiner Tochter Rosanne zu schließen, hat Johnny Cash ihr zu ihrem achtzehnten Geburtstag eine Liste mit den seiner Meinung nach einhundert bedeutendsten Country-Songs geschenkt. "Die Liste war sehr umfassend und durchdacht", sagt Rosanne Cash. "Sie fußte auf dem intuitiven Gespür meines Vaters für jede entscheidende Wendung in der Geschichte der Country-Musik. Ich habe mir Mühe gegeben, die Songs alle zu lernen, und sie sind ein Teil meiner musikalischen Erziehung."

Wie gut ihr das gelungen ist, zeigt Rosanne Cashs neues Album "The List", das zwölf Lieder dieser Liste enthält, darunter auch eine herzzerreißende Fassung von "Heartaches by the Number", und zwar gesungen im Duett mit Elvis Costello. Lieder der Carter Family sind dabei, aber auch Klassiker von Country-Legenden wie Hank …

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Videoclip zu "The List"

Trackliste zu "The List" von Rosanne Cash


CD
1 Miss The Mississippi And You 03:12
2 Motherless Children 03:06
3 Sea Of Heartbreak 03:06
4 Take These Chains From My Heart 03:32
5 I'm movin' on 03:45
6 Heartaches By The Number 03:21
7 500 Miles 03:04
8 Long Black Veil 03:10
9 She's Got You 03:07
10 Girl From The North Country 03:32
11 Silver Wings 03:45
12 Bury Me Under The Weeping Willow 03:33

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7 500 Miles 00:03:04 abspielen
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9 She's Got You 00:03:07 abspielen
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  • Erscheinungstermin: 29.01.2010

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Wer Johnny Cash als Vater hatte, trägt ein schweres Erbe mit sich herum. Zumindest wenn es um die Musik geht. Deshalb sollte man das Schaffen von Rosanne Cash nicht mit dem ihres Vaters vergleichen, und vermutlich würde sie es sich auch mit guten Gründen verbitten. Zu lang ist sein Schatten. So gesehen ist auch dieses Album der Sängerin und Songwriterin eher Kleingeld. Von solchen grundsätzlichen Überlegungen abgesehen, ist es aber dennoch ein höchst erbauliches Werk - wenn auch nicht so ergreifend wie der Vorgänger "Black Cadillac", auf dem Rosanne Cash 2006 den Tod ihres Vaters, ihrer Stiefmutter June Carter und ihrer Mutter Vivian Liberto verarbeitete. Hier zollt die Country-Musikerin ihrem Vater eher indirekt Tribut - indem sie zwölf Standards singt. Alle standen auf einer Liste der 100 besten Country-Stücke, die ihr Vater ihr 1973 zum 18. Geburtstag schenkte. So steht es jedenfalls im Promotext, und was auch immer dran ist: Es ist eine schöne Geschichte. Und was macht Rosanne Cash nach all den Jahren mit den Songs auf dieser Liste? Sie singt sie brav und ehrerbietig, entspannt und ohne Allüren, wie man es eben nur mit Songs tun kann, mit denen man von Kindheit an gelebt hat. Man ist in Würde miteinander alt geworden. So berühren Stücke, die der Hörer vielleicht schon tausend Mal gehört hat, Stücke wie "Heartaches By The Number" oder "500 Miles" mit seinen schönen Orgelpölsterchen, auch jetzt wieder in alter Vertrautheit. Sehr überzeugend kommt auch "Girl From The North Country" von Bob Dylan rüber, das jener 1969 auch mit Johnny Cash aufnahm. Da zeigt sich wieder das Band zum Vater, und man spürt: Rosanne Cash musste sich diese Stücke nicht erst zu eigen machen, sie waren und sind ein Teil von ihr. Und deshalb ist dieses Album mehr als die Präsentation einer Lieblingsliste à la "Was ich immer wieder gerne singe und schon lange mal aufnehmen wollte". Man hört es gern und mit Wohlgefallen. Vier nicht ganz unbekannte Kollegen ließen sich zu Gastauftritten vermutlich nicht lange bitten: Wenn Jeff Tweedy (Wilco), Rufus Wainwright, Elvis Costello und Bruce Springsteen bei einem solchen Projekt mitmachen, erhöht das natürlich beim zögernden Käufer die Neugierde. So zumindest stellt man sich das Kalkül vor. Doch die Mitwirkung der prominenten Gäste stellt sich als im Grunde überflüssig dar, so dezent und belanglos wirken ihre vokalen Beiträge, abgesehen vielleicht von Rufus Wainwright in "Silver Wings". Manfred Gillig-Degrave
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

06.03.2010

Die Listige
Rosanne Cash arbeitet sich am Country-Kanon ab

"Ich zähle täglich meine Sorgen", hat Peter Alexander vor einem halben Jahrhundert geschmettert, und kaum jemand in Deutschland hat damals gewusst, dass dieses Lied die deutsche Version des amerikanischen Country-Schlagers "Heartaches by the Number" von Guy Mitchell ist. Um solche Wissenslücken bei seiner Tochter Rosanne zu schließen, hat Johnny Cash ihr zu ihrem achtzehnten Geburtstag eine Liste mit den seiner Meinung nach einhundert bedeutendsten Country-Songs geschenkt. "Die Liste war sehr umfassend und durchdacht", sagt Rosanne Cash. "Sie fußte auf dem intuitiven Gespür meines Vaters für jede entscheidende Wendung in der Geschichte der Country-Musik. Ich habe mir Mühe gegeben, die Songs alle zu lernen, und sie sind ein Teil meiner musikalischen Erziehung."

Wie gut ihr das gelungen ist, zeigt Rosanne Cashs neues Album "The List", das zwölf Lieder dieser Liste enthält, darunter auch eine herzzerreißende Fassung von "Heartaches by the Number", und zwar gesungen im Duett mit Elvis Costello. Lieder der Carter Family sind dabei, aber auch Klassiker von Country-Legenden wie Hank …

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Johnnys Tochter nutzt ihr zwölftes Album, um Papas Songtipps zu covern. Vorbild ist eine Liste der angeblich 100 besten Countrysongs, die Johnny Cash ihr 1973 zum 18. Geburtstag überreichte. Sogar von ihm waren einige dabei - realistischerweise, wie man sagen muss. Die hat Rosanne aber nicht ausgesucht für die zwölf Songs ihres Albums. Sondern Mordballaden wie "Long black Veil", Jimmie Rodgers' "Miss the Mississippi and you" oder Dylans "Girl from the North Country", das nie ein Countrysong war und auch in Rosannes Version entschlossen pendelt zwischen Folk und Country. Cashs Gatte John Leventhal, der auch Gitarre spielt, bringt als Produzent das saubere Dutzend zum Schimmern, ohne zu sehr nach Nashville zu linsen. Nur das Springsteen/Cash-Duett "Sea of Heartbreak" erinnert in seiner Daunigkeit unschön an Bruce' Aidsschnulze "Philadelphia". Gleichwohl muss man das Album trotz seiner Eleganz dem Alt.Country-Lager zuschlagen. Leventhal lässt viel Raum zwischen Gitarre, Orgel, Drums und Streichern, der Sound fächert sich breit auf und umgibt die stets mittig platzierte Singstimme berührungslos. Dieser Abstand betont die hochachtungsvolle Vorsicht, mit der sich Cash ihren für die Americana-Geschichte repräsentativen Songs nähert. Weitere Gäste: Rufus Wainwright, Elvis Costello und Jeff Tweedy - was will man mehr? (mw)

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