Praxis des Designmanagements

Praxis des Designmanagements

Herausgeber: Sommerlatte, Tom
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Praxis des Designmanagements

Noch nie war Design so notwendig wie heute. Doch: Ist Originalität in der Produktgestaltung bereits Design? Und führt diese Vorstellung zu Wettbewerbsvorteilen, die sich auch langfristig sichern lassen?

Wer Design nur auf »life style« reduziert und als Stilbezeichnung für bestimmte Produkte des Konsumgüterbereichs versteht, verkennt das strategische Potenzial des Designs.
Gerade deutsche Unternehmen können ihre Position im globalen Markt durch ein tieferes Verständnis und eine intensivere Nutzung von Design stärken.

Dieses Buch zeigt die hierzu erforderlichen Führungsansätze auf und geht sogar so weit, ein »Designed in Germany« als Wettbewerbsanspruch deutscher Unternehmen zu fordern.
Es untersucht:
- wie man eine Designstrategie entwickelt und im Unternehmen dauerhaft verankert,
- wie sich der Designprozess in die Innovationabläufe des Unternehmens integrieren lässt,
- wie Designressourcen organisiert werden und
- auf welche Weise eine Designkultur entwickelt wird.

Neun ausführliche Unternehmensbeispiele Lufthansa, brand eins, der MINI von BMW, Metabo, dm-drogerie markt, Linde Material Handling, Dräger Medical, Porsche Design und designaffairs illustrieren, welche Handlungsfelder sich erfolgreich für die strategische Nutzung von Design ableiten
lassen.
Zielgruppen dieses Buches sind Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte von Unternehmen aller Größenklassen und Branchen sowie Designer und Verantwortliche von Designagenturen.


Produktinformation

  • Verlag: Symposion Publishing
  • 2009
  • 2., überarb. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 219 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 219
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 163mm x 20mm
  • Gewicht: 472g
  • ISBN-13: 9783939707516
  • ISBN-10: 3939707511
  • Best.Nr.: 26240591
Professor Dr.-Ing. Tom Sommerlatte, Chairman der internationalen Unternehmensberatung Arthur D. Little GmbH, Beratungsschwerpunkt Technologie- und Innovationsmanagement; Honorarprofessor auf dem Gebiet des Systemdesign an der Universität Kassel; Aufsichtsratsvorsitzender der Timekontor AG und der proflash CROSS MEDIA AG, Berlin; Mitglied der Bundesfachkommission Wachstum und Innovation des Wirtschaftsrats. Sprecher des Wissenschaftlichen Beirats des Forschungszentrums für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG).

Blick ins Buch "Praxis des Designmanagements"


Leseprobe zu "Praxis des Designmanagements"

Das Designmanagementmodell in Fallbeispielen
Design besitzt nicht nur im Konsumgüterbereich, sondern auch in der Investitionsgüterindustrie, in Teilen des Medien- und Dienstleistungssektors eine hohe Bedeutung. Hier hat Design weniger mit Originalität, dafür aber umso mehr mit Ergonomie, Funktionsgerechtheit, Produktivität, Effizienz und Systemkompatibilität zu tun. Die Fallbeispiele stehen für besondere Stärken in folgenden Teilbereichen: im Produktdesign (der MINI von BMW, Elektrowerkzeuge von Metabo, Gabelstapler von Linde Material Handling) und Systemdesign (Dräger Medical), im Kommunikationsdesign (Lufthansa, brand eins), im Environmentdesign (Lufthansa, dm-drogerie markt) und im strategischen Designmanagement (PorscheDesign, designaffairs).

Design als Wettbewerbsinstrument
Diskussionen über bemerkenswertes Design kreisen typischerweise um Designobjekte des Konsumgüterbereichs neben Möbeldesign, Küchendesign, Badezimmerdesign, um das Design von Konsumelektronik- und Mobiltelefongeräten und sonst noch hauptsächlich um Büromöbel- und Bürogerätedesign. So beachtlich die Fülle von Designvarianten hier ist, so einseitig ist die dadurch entstehende und sich selbst bestätigende Vorstellung, dass Design vorwiegend mit originellen, extravaganten Objekten zu tun hat, für die eigenwillig kreative Designer immer wieder neue Varianten hervorbringen. So stellte das Kunstmagazin art in einer dem Design gewidmeten Ausgabe [1] das Ergebnis einer Umfrage nach den bedeutendsten Gestaltern der Gegenwart vor, bei der sich eine Jury aus führenden Designexperten auf eine ohne Zweifel fundierte Rangliste einigte. Da bei ist jedoch auffallend, dass zu den vorgestellten Bestleistungen des Designs der letzten 50 Jahre ein Hocker, einige Lampen, ein Schreibtisch, ein Plattenspieler, ein Stapelstuhl, eine Geschirrkollektion, ein Computer, eine Herrenmodekollektion, eine Liege und eine Sitzinsel gehören. Das festzustellen, ist nicht zynisch gemeint, denn die Gestaltungsweise dieser Objekte war häufig stilprägend für eine ganze Szenerie von uns umgebenden Dingen. Aber wenn Bilanz gezogen wird, dann werden eben Designerstühle en masse vorgeführt [2], dann dominieren Sessel, Tische, Leuchten, Haushaltsgeräte, Kaffeemaschinen, Geschirrservices, Konsumelektronik und Bürogeräte. Sogar der Harvard Business manager verrät hinter der Titelseite »Erfolgsfaktor Design« [3] die Geheimnisse von designbewussten Herstellern am Beispiel von Möbeln, Lampen und Haushaltsgeräten.

Inhaltsangabe

Vorwort
Erfolgsfaktor Design
Fünf Ansatzpunkte des Designmanagements
Das Designmanagementmodell in Fallbeispielen
Lufthansa
brand eins
MINI
Metabo
dm-drogerie markt
Linde Material Handling GmbH
Dräger Medical
Porsche Design
designaffairs
Handlungsfelder für die strategische Nutzung von Design