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Rico, Oskar und die Tieferschatten
Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Jugendbuchpreis der Waldemar Bonsels Stiftung 2008 und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009, Kategorie Kinderbuch
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
FAZ-Rezension SZ-Rezension Perlentaucher-Notizen Autorenporträt Andreas Steinhöfel
Produktinformation
- Verlag: Carlsen
- 2009
- 7. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 220 S. m. Illustr. v. Peter Schössow.
- Seitenzahl: 224
- Altersempfehlung: ab 10 Jahren
- Deutsch
- Abmessung: 211mm x 154mm x 26mm
- Gewicht: 402g
- ISBN-13: 9783551555519
- ISBN-10: 3551555516
- Best.Nr.: 23353025
Leseprobe zu "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
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Leseprobe zu "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
Produktbeschreibung zu "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
Beschreibung
Leseprobe zu "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
26.04.2008
Eine Fundnudel für ganz Berlin
1998 erschien Andreas Steinhöfels grandioses Jugendbuch "Die
Mitte der Welt". Mit dem charmanten Kinderkrimi "Rico,
Oskar und die Tieferschatten" ist ihm ein neuer großer Wurf
gelungen.
An eine Sache muss man sich gleich gewöhnen. Daran, dass Rico
Doretti ein ungewöhnliches Kind ist. Dabei sieht Rico gar nicht
seltsam aus. Oskar schon eher: Der ist hochbegabt, ein wenig
miesepetrig und trägt einen Sturzhelm beim Spazierengehen. Rico
hingegen ist "tiefbegabt". Das heißt, er kann zwar gut
und viel denken, aber es dauert ungeheuer lang, weil in seinem Kopf
etwas nicht so funktioniert wie bei anderen Leuten. Und es fällt
ihm immer mal wieder etwas aus dem Gehirn heraus, wo rechts ist und
links zum Beispiel, oder Dinge, an die er sich unbedingt erinnern
muss, wie seine Adresse.
Rico hat aber auch einen wahren Schatz in seinem Kopf: Er ist ein
guter Erzähler. Ach was, er ist ein großer Erzähler! Und ein
großartiger Beobachter, der so genau, so witzig und traurig und
klug und warmherzig aus seinem Leben und seiner Umgebung erzählt,
dass man nicht anders kann, als aufgeregt Seite um Seite
umzublättern. Entgegen …
07.03.2008
Der ganz besondere Duft
Andreas Steinhöfels Berliner Kinderkrimi „Rico, Oskar und die Tieferschatten”
Es liegt was in der Luft. Obwohl die Geschichte nur als spannender kleiner Hauptstadtkinderkrimi daherkommt, in der späten Nachfolge von Emil und den Detektiven. Dieser ganz besondere Duft in Andreas Steinhöfels neuem Roman Rico, Oskar und die Tieferschatten hat eigentümliche Folgen.
Der Kritiker schlägt bereits nach dem Lesen der ersten Seiten den Falkplan „Berlin, 60. Auflage” auf, findet die Dieffenbachstraße in Kreuzberg – die Straße, in der der junge Held wohnt – und glaubt fortan an die wahrhaftige Existenz des elfjährigen Frederico „Rico” Doretti und seiner graubunten Welt der „Dieffe 93”. Wie Steinhöfel die Welt des Steppkes beschreibt, der sich für „tiefbegabt” hält und eine Förderschule besucht, wie der Autor Ricos Welt lebendig werden lässt, ist das Besondere an der Geschichte – nicht die dramatische Handlung. Dass in der Stadt ein eigenartiger Kindesentführer sein Unwesen treibt und der Dieffe 93 nähersteht als man zu glauben wagt, ist zweifelsohne ein spannender Plot. Der Reiz des Buches jedoch steckt …
Kundenbewertungen zu "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 1 Bewertungen):




ausgezeichnet
- 4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 19.12.2009

-




- ausgezeichnet
- Ungewöhnliche Abenteuer ungewöhnlicher Typen
Allein die Formulierung und Selbsteinschätzung des etwas langsam, aber dafür umso reflektierter denkenden und beobachtenden Jungen Rico, „tieferbegabt“ zu sein, ist schon ein genialer Hinweis auf eine faszinierend-witzige und sympathischspannende Erzählung.
Die Freundschaft Ricos mit Oskar, einem hochbegabten Jungen, zeichnet sich durch ihre geniale gegenseitige Ergänzung aus. Eine Freundschaft entwickelt sich und man wird durch die Geschichte zu einer ganz neuen Perspektive über das letztlich diskriminierende Urteil zu Begabungsqualitäten von Kindern angeregt. Eigentlich ist das Ganze eine Art Kinderkrimi, doch die offensichtlich oder auch mal versteckt gehaltenen Wertorientierungen gerieren sich zum eigentlichen Inhalt der Erzählung.
Dabei findet man Zugänge oder Anreize, sich mit den unterschiedlichsten Themen des Lebensalltags auseinanderzusetzen, wie Freundschaft, Toleranz, Ängste, Behinderung oder eben auch Begabung. Der lockere und geradezu ungewöhnliche Sprach- und Erzählstil braucht aufmerksames Zuhören und eine gewisse Gewöhnungszeit, dann aber passt alles.
Ein tolles Hörbuch für Einzelne, Familie und Gruppe gleichermaßen.
© 9/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay. - Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD
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03.09.2008
Nichts als Lob hat Rezensentin Anja Knabenhans für Andreas
Steinhöfels neuen Kinderroman übrig und verspricht "perfekten
Lesegenuss". Die Geschichte vom "tiefbegabten"
Jungen Rico, der die Welt zwar langsamer, aber umso intensiver
wahrnimmt, hat die Rezensentin gänzlich hingerissen. Rico macht
sich in dem Buch auf, seinen entführten Freund Oskar zu retten und
löst dabei ein Geheimnis. Im Vordergrund steht für Knabenhans aber
deutlich die wunderbare Welt, wie sie aus Ricos Sicht erzählt
wird.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
""Müffelchen" - was soll das denn sein? - "PENG" oder "WUMMS" geht schon eher. - "Hängemöpse" - Also bitte, wo sind wir denn hier?!? - "Tieferschatten" ??? - Also gut, erst mal der Reihe nach: Es geht um Rico, in dessen Kopf es "manchmal so durcheinander wie in einer Bingotrommel" zugeht, weshalb er leicht das berühmte lechts und rinks velwechsert. Deshalb hat er auch Zuordnungsprobleme mit der Fundnudel auf dem Gehsteig: Woher sie wohl kommen mag, und wem gehört sie? Einem der Bewohner der Diefe 93, Frau Dahling oder dem alten Fitzke? In der Diefe jedenfalls spielt sich diese ganze Geschichte ab, weil Rico diese Straße mangels Orientierung in der Regel nicht verlässt, weswegen Fitzke, der sie auch nicht alle hat, ihn "Schwachkopf" nennt. Aber diese Bezeichnung stimmt ganz sicher nicht. Auch wenn Rico tiefbegabt ist, wie seine liebe Mama das nennt, hat sein Lehrer in der Sonderschule festgestellt, dass Rico "ein guter Erzähler" ist, und ihm für die Ferien aufgetragen, eine Art Tagebuch zu schreiben. Das ist ein Glück, denn so können wir nun nachlesen, was Rico mit seinem hochbegabten Freund Oskar und den Tieferschatten erlebt. Und das ist aufregend, weil es um ein …
Autorenporträt zu "Andreas Steinhöfel"
Andreas Steinhöfel, geboren 1962, Studium der Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften in Marburg. Tätig als Übersetzer, schreibt Drehbücher und rezensiert Jugendliteratur für die FAZ und DIE ZEIT. Zahlreiche Veröffentlichungen von Kinder- und Jugendbüchern mit nationaler und internationaler Auszeichnung. 2009 erhielt Andreas Steinhöfel den "Erich Kästner Preis für Literatur".


















































































