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Alles, was wir geben mussten
Roman.
Dtsch. v. Barbara Schaden
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: BLESSING
- 2005
- Ausstattung/Bilder: 2005. 348 S.
- Seitenzahl: 348
- Deutsch
- Abmessung: 222mm x 146mm x 35mm
- Gewicht: 573g
- ISBN-13: 9783896672339
- ISBN-10: 3896672339
- Best.Nr.: 14121090
Leseprobe zu "Alles, was wir geben mussten"
Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Alles, was wir geben mussten" von "Ishiguro, Kazuo" zu blättern!
Produktbeschreibung zu "Alles, was wir geben mussten"
Kurzbeschreibung
Ein Speisesaal, ein Sportplatz und getrennte Schlafsäle für Jungen
und Mädchen - auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz
gewöhnliches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so freundlich und
engagiert sie auch sind, heißen hier "Wächter" und
lassendie Kinder früh spüren, dass ihnen ein besonderes Schicksal
auferlegt worden ist. Diese Gewissheit verbindet Kathy, Ruth und
Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe -
bis für zwei von ihnen das Ende naht.
Ein anrührendes und ungewöhnlich spannendes Meisterwerk über
Menschen, deren Leben auf beklemmende Weise vorherbestimmt ist.
Leseprobe zu "Alles, was wir geben mussten" von Kazuo Ishiguro
Ich heiße Kathy H. Ich bin einunddreißig Jahre alt und arbeite inzwischen seit über elf Jahren als Betreuerin. Eine lange Zeit, scheint es, und dennoch soll ich jetzt noch acht Monate weitermachen, bis zum Ende des Jahres. Dann wären es fast genau zwölf Jahre. Dass ich schon so lange Betreuerin bin, liegt nicht unbedingt daran, dass sie meine Arbeit phantastisch finden. Es gibt ausgezeichnete Betreuer, die nach nur zwei oder drei Jahren aufhören mussten. Und mir fällt mindestens eine Betreuerin ein, die den Job sogar vierzehn Jahre erledigt hat, obwohl sie eine glatte Fehlbesetzung war. Also will ich mich lieber nicht zu sehr brüsten. Andererseits weiß ich genau, dass sie mit meiner Arbeit zufrieden waren, und im Großen und Ganzen war ich selbst es auch. Meine Spender haben sich fast immer viel besser gehalten als erwartet. Ihre Erholungszeiten waren beeindruckend, und kaum einer wurde als "aufgewühlt" eingestuft, auch nicht vor der vierten Spende. Okay, jetzt fange ich vielleicht doch an zu prahlen. Aber es bedeutet mir wirklich viel, dass ich den Anforderungen meiner Arbeit gewachsen bin, vor allem, dass meine Spender "ruhig" bleiben. Ich habe eine Art Instinkt im …
25.11.2005
Große Würfe
DIE FRAGE, ob der Mensch Herr seines Schicksals ist, ob die
Vergangenheit stärker ist als die Zukunft und ob die Einsamkeit
dazu führt, daß manche Menschen das Leben, über das sie so
angestrengt nachdenken, schlicht verpassen, steht im Mittelpunkt
von drei Romanen, die ihre Themen mit so viel stilistischer und
gedanklicher Brillanz verfolgen, daß ihre Lektüre unvergeßlich
bleibt. Ob man, wie der japanischstämmige Engländer Kazuo Ishiguro
in "Alles, was wir geben mußten", die Ohnmacht des
Menschen seinem Schicksal gegenüber untersucht oder, wie der Ire
Colm Tóibín in "Porträt des Meisters in mittleren
Jahren", den Schriftsteller Henry James in seiner
eigensinnigen Sturheit so zum Leben erweckt, daß der Leser am Ende
ebenso gut und schlecht über ihn urteilen kann wie über einen engen
Freund, oder ob man, wie der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk
im Roman "Schnee" zeigt, wie die beeindruckenden,
zugleich unheimlichen Kräfte des Glaubens Religion zu Politik und
Politik zu Religion werden lassen - die ebenso brennenden wie
mutigen Fragen, die diese drei Autoren aufwerfen, sind von
immerwährender Aktualität.
fvl.
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
07.11.2005
Der Traum des Klons von der Kübelpflanze
„Alles, was wir geben mussten”: Kazuo Ishiguro erzählt von Kindern, die als Organspender gezüchtet werden
Nichts ist, wenn man der Literatur glauben darf, so englisch wie ein Internat; und am liebsten tritt es, von Enid Blytons fünf Freunden bis Harry Potter, gleich serienweise auf. Als Internatsgeschichte schreibt auch Kazuo Ishiguro, den es schon als Kind nach England verschlagen hat, seinen Roman „Alles, was wir geben mussten”.
Aber Hailsham ist ein spezielles Internat. Kathy H. denkt daran zurück, sooft sie ihr Auto durchs ländliche England lenkt und halb hinter Pappelreihen verborgen ein altes Herrenhaus erblickt. „Betreuerin” ist sie von Beruf, ein Wort, dem man sofort vage misstraut, noch ehe man weiß, worum eigentlich es sich handelt. Der ganze Kreis, in dem sie von Geburt an gelebt hat, wird umhegt von solchen Vokabeln mit sinister sedierendem Klang: als „Spender” sind diese Kinder herangezogen worden, und nach der vierten „Spende” wird von ihnen erwartet, dass sie „abschließen”. Insbesondere achtet man bei ihnen in der anfälligen Phase zwischen dem vierzehnten und dem …
Kundenbewertungen zu "Alles, was wir geben mussten" von "Kazuo Ishiguro"
Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 1 Bewertungen):




sehr gut
- 2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
Bewertung von Lehmann, Peter aus Elsfleth b. Bremen am 17.02.2008
-




- sehr gut
- Eine sehr interessante, spannend erzählte Geschichte. Nur leider sehr schlampig ins Deutsche übersetzt. Ansonsten sehr empfehlenswert, man kann das Buch nicht aus der Hand legen, bis es durchgelesen ist...
- Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch
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(Inhalt anstößig?)
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19.10.2005
Als "Meisterwerk" feiert Rezensent Hubert Spiegel diesen
Roman im Aufmacher der Herbst-Buchmessenbeilage. Darin wird, wie er
schreibt, das Aufwachsen von drei Kindern in einem Internat
beschrieben, das sich bald als Eliteaufzuchtsanstalt für Klone
entpuppt. Zwei der drei jungen Menschen sterben als menschliche
Ersatzteillager schließlich einen qualvollen Tod. Was den
Rezensenten an diesem "großartigen Roman" besonders
fasziniert ist die Art, wie der Autor darin alle Erwartungen an das
Thema unterläuft. Keine grellen Effekte, kein "reißerisch
aufgetakelter Kulturpessimismus" a la Houellebecq, nicht mal
"Begriffe wie Biotechnologie, Labor oder Reagenzglas"
kommen vor. Seite um Seite wird dem Rezensenten das Herz wie
"mit einem Schraubstock unaufhaltsam zusammengepresst",
während Kazo Ishiguro "langsam, quälend langsam"
beschreibt, wie sich das Krebsgeschwür der Erkenntnis ihres
unabweisbaren Schicksals den Kindern immer tiefer in jene Seele
fresse, die ihnen doch abgesprochen werde. "Genial"
findet Spiegel auch, dass es nie einen Blick von außen auf die
kleine Gemeinschaft gibt. Alles sei aus der Perspektive des
überlebenden Klonmädchens Kathy erzählt. Schließlich stellt der
Rezensent mit Erschütterung fest, dass sich die Lügengebäude eines
Ibsen oder Strindberg wie "läppisches Geflunker"
gegenüber den "Lebenslügen eines Klons"ausnehmen.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"Ishiguro hat eine Metapher für die Ohnmacht der Menschen gefunden. Seine Sprache ist von raffinierter Schlichtheit."
Rezension
"Ein Meisterwerk, das den Leser gefühlsmäßig auf unerhörte Art bereichert." Kirkus Reviews
Autorenporträt zu "Kazuo Ishiguro"
Kazuo Ishiguro, geb. 1954 in Nagasaki, kam 1960 nach London, wo er Englisch und Philosophie studierte. 1995 wurde ihm der Cheltenham Prize verliehen und 2006 der Belletristikpreis der 'Zeit'. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 28 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt mit Frau und Kind in London. 2006 erhält er den Corine-Preis.
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