Stuck Rubber Baby, Mundos diferentes - Cruse, Howard
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La obra está situada en los años en que Kennedy era presidente y las luchas por los derechos civiles eran encarnizadas. Y si además vivías en una pequeña población del Sur, donde el racismo estaba a la orden del día, la cosa se complicaba más. Es en este escenario, en esta época, donde y cuand Toland Polk aprende a ver otros mundos: el de la comunidad negra y el de los homosexuales. Y todo gracias a una chica, la única que le importa a Toland, un homosexual reprimido. A través de los ojos de Toland iremos viendo cómo era aquella época, cómo parte de la sociedad americana, lejos de ser l…mehr

Produktbeschreibung

La obra está situada en los años en que Kennedy era presidente y las luchas por los derechos civiles eran encarnizadas. Y si además vivías en una pequeña población del Sur, donde el racismo estaba a la orden del día, la cosa se complicaba más. Es en este escenario, en esta época, donde y cuando Toland Polk aprende a ver otros mundos: el de la comunidad negra y el de los homosexuales. Y todo gracias a una chica, la única que le importa a Toland, un homosexual reprimido. A través de los ojos de Toland iremos viendo cómo era aquella época, cómo parte de la sociedad americana, lejos de ser lo liberal que venía proclamando al mundo, estaba sometiendo a todo aquel que era diferente al estereotipo del ¿anglosajón blanco normal¿. De este modo, iremos viendo cómo a la vez que Toland va admitiendo su realidad como gay, asistirá a manifestaciones por los derechos humanos y la igualdad, a la vez que se verá inmerso en un mundo protagonizado por personas que acabarán siendo bastante buenos amigos, aunque esa forma de vida no será en absoluto del agrado de su hermana y, sobre todo su cuñado. Dentro de ese mundo de injusticias que Toland irá descubriendo, destacará la persecución homófona del los cuerpos policiales, de los políticos y de la sociedad, a través de organizaciones como el Ku Klux Klan. Además, veremos como Toland intentará luchar desesperadamente contra su condición de homosexual, intentando hacer todo lo posible por ¿curar¿ esa enfermedad y ser ¿normal¿ como casi todo el mundo. Será a lo largo de esa época de descubrimiento cuando descubrirá a Ginger, una joven con la que saldrá en su intento por normalizarse y que le influenciará notablemente. Destacar que lo curioso es que, 40 años más tarde, al igual que hicieran negros y homosexuales en los 60, ahora son los hispanos los que están reclamando su lugar en esa sociedad e intentado lograr unos derechos que le son negados. LOS PREMIOS La lista de Premios y Nominaciones de esta obra es interminable, por ello, destacaremos únicamente los principales. Stuck Rubber Baby ganó el Premio Eisner de 1996 a la Mejor Novela Gráfica y el Premio Harvey del mismo año en la misma categoría. También ha ganado el Premio de la Crítica del Festival de Angouleme y el Premio a la Mejor Novela Gráfica en los Premios Comic Art del Reino Unido, además del Premio Luchs de Alemania. También ha estado nominada al Premio al Mejor Libro Gay de la Asociación de Libreros Americanos y al Premio Literario Lambda. En España quedó ganador de los Premios de la Crítica 2006, en la lista de los mejores de 2006 de la revista Rockdelux, etc.
  • Produktdetails
  • Verlag: Tebeos Dolmen
  • Seitenzahl: 200
  • 2006
  • Spanisch
  • Abmessung: 240mm x 170mm
  • ISBN-13: 9788493509200
  • ISBN-10: 8493509205
  • Best.Nr.: 26319617

Rezensionen

Besprechung von 15.11.2011
Da werden Panels zu Gitterstäben
Die US-Bürgerrechts- und Schwulenbewegung im Comic: „Stuck Rubber Baby“ von Howard Cruse neu aufgelegt
Ein flüchtiger Blick in diese Graphic Novel ist nicht allzu verheißungsvoll. Die Zeichnungen sind in einem unauffälligen Schwarzweiß gehalten; auf den Seiten drängen sich viele Panels mit reichlich Text, und die Geschichtewirkt, als solle dem Leser eine Lektion in Political Correctness erteilt werden. Aber dieser erste Eindruck trügt: „Stuck Rubber Baby“ gehört zu den besten und bewegendsten amerikanischen Comics, die in den letzten zwanzig Jahren erschienen sind.
Die Geschichte spielt in Clayfield, einer Kleinstadt im tiefen Süden der USA, Anfang der sechziger Jahre. Toland Polk ist ein junger Mann, wie es viele gibt: weiß, Mittelschicht; weder über sich noch über die Welt, in der er lebt, hat er bislang viele Gedanken verloren. Das ändert sich, als er auf einer Party die Studentin Ginger kennenlernt. Ginger will als Sängerin Karriere machen und ist in der Bürgerrechtsbewegung aktiv. Die alltägliche Unterdrückung der Afroamerikaner wird Toland nun bewusst; außerdem taucht er mit Ginger tief in das von Blues, Jazz und Folk geprägte Nachtleben ein. Er verliebt sich in die junge Frau – muss aber erkennen, dass er sich weit mehr von Männern angezogen fühlt. Sich diese Wahrheit einzugestehen, fällt ihm unendlich schwer.
„Stuck Rubber Baby“ schildert zwei Welten. Da ist einerseits die weiße Mehrheit, die bürgerlich-christlich Werte predigt, zugleich aber eine Kultur brachialer Gewalt toleriert und praktiziert. Sympathisanten und Mitglieder des Ku-Klux-Klan verstümmeln und morden Schwarze; ein alter Schwuler wird zu Tode geprügelt, und der Richter spricht die Schuldigen frei – Schwarzen- und Schwulenhass entspringen der gleichen Haltung. Da ist andererseits eine Gruppe überwiegend junger Menschen – schwarz und weiß, schwul und nichtschwul –, die dies irgendwann nicht mehr nur ablehnen, sondern verändern wollen. „Stuck Rubber Baby“ zeigt, wie Freundschaft, Liebe und das gemeinsame Verfolgen eines Ziels Menschen zu Außergewöhnlichem motivieren können.
Jegliches Pathos ist Howard Cruse allerdings fremd. Toland ist fast schon ein Anti-Held: Er begreift und lernt langsam, verhält sich immer wieder ungeschickt und egozentrisch. So weist er den aufgedreht-lebenslustigen Kirchenorganisten Sammy, der sein Schwulsein offensiv lebt, zurück, was tragische Folgen hat. Was für ein großer Erzähler Cruse ist, zeigt auch bei den präzise gestalteten Nebenfiguren, etwa bei Tolands Schwester Melanie, die zwischen matronenhafter Spießigkeit und Aufgewecktheit schwankt, oder bei der stets leicht melancholischen Anna Dellyne, der Ehefrau des Predigers und Bürgerrechtsführers Harland Pepper, die früher eine berühmte Jazzsängerin war und jetzt nur noch in der Kirche auftritt.
Als Zeichner verfügt Cruse über begrenzte Fähigkeiten. Mit anatomischen Proportionen, mit der Wiedergabe von Armen und Händen tut er sich etwas schwer. Diese Mängel versteht er aber wettzumachen: Mit einer extrem aufwendigen Schraffurtechnik gelingt es ihm, vor allem bei der Darstellung von Gesichtern, nahezu dreidimensionale Effekte zu erzeugen. Mit der Seitenaufteilung setzt er dramaturgische Akzente, etwa wenn Toland von rassistischen Polizisten auf dem Revier verhört wird – da werden die Panels plötzlich so hoch und schmal, dass sie Gitterstäben gleichen. Und in den übervollen, oft düsteren Seiten und den unförmigen, gedrungenen Figuren lässt sich die geistige Enge dieser Zeit erkennen.  
Für mehrere Figuren in „Stuck Rubber Baby“ lassen sich historische Vorbilder erkennen. Im Fall des schwarzen Predigers Pepper ist es Martin Luther King; bei Ginger, die am Ende, um ihrer künstlerischen Berufung zu folgen, ihr Kind zur Adoption freigibt, dürfte es Joni Mitchell sein. Und wenn der 1944 geborene Cruse nicht zur geschilderten Zeit in Birmingham, Alabama, einem der wichtigsten Brennpunkte der Bürgerrechtskämpfe, gelebt hätte, wäre der Comic sicherlich nicht entstanden. Dennoch ist er weder dokumentarischer noch rein autobiographischer Natur, sondern besitzt alle Vorzüge der Fiktion. Die Originalausgabe stammt aus dem Jahr 1995. Seitdem sind die Ansprüche, die man an eine Graphic Novel stellt, um einiges gestiegen – die deutsche Wiederveröffentlichung von „Stuck Rubber Baby“ zeigt, dass dieses Werk den test of time glänzend bestanden hat.
CHRISTOPH HAAS
HOWARD CRUSE: Stuck Rubber Baby. Aus dem Amerikanischen von Andreas C. Knigge. Mit einem Vorwort von Alison Bechdel und einem Nachwort von Andreas C. Knigge. Cross Cult Verlag, Ludwigsburg 2011. 240 Seiten, 26 Euro.
Es gibt historische Vorbilder für
die Figuren – darunter Martin
Luther King und Joni Mitchell
Gefährliche Liebschaft: Toland und sein Freund Les Abbildung aus dem bespr. Band
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