Bardin der Superrealist - Max

Max 

Bardin der Superrealist

Seine Taten, Äusserungen, Einfälle und Abenteuer

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Bardin der Superrealist

Willkommen im Reich des Superrealismus: Hier begegnet Bardin, der stets korrekt gekleidete Mann mit dem Wasserkopf, bei seinen täglichen Ausflügen dem andalusischen Hund, erkundet das kosmologische System der superrealistischen Gottheiten, in dessen Zentrum eine dreiäuige Micky Maus sitzt, und zieht als einsamer Ritter aus, um die eigenen Alpträume zu besiegen.


Produktinformation

  • Verlag: Reprodukt
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 88 S. farb. Comics.
  • Seitenzahl: 88
  • Deutsch
  • Abmessung: 243mm x 172mm x 14mm
  • Gewicht: 283g
  • ISBN-13: 9783938511589
  • ISBN-10: 3938511583
  • Best.Nr.: 22867198

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Thomas von Steinaecker würdigt Max als den bedeutendsten zeitgenössischen spanischen Comiczeichner und erkennt in seinem jüngsten Album mit kurzen absurden Episoden nicht nur eine augenzwinkernde Liebeserklärung an den Surrealismus, sondern auch die "Quintessenz" seines bisherigen Werks. Held der Zeichnungen ist der stets im Anzug auftretende Bardin, der durch einen Wasserkopf als Außenseiter gekennzeichnet ist und der den Betrachter durch Alpträume, Phantasien und "blasphemische Allmachtsphantasien" führt, erklärt der Rezensent. Nicht alle Abenteuer Bardins findet Steinaecker wirklich bedeutend und ihn stört, dass viele der Geschichten nur lose aneinandergereiht vor allem auf die Schlusspointe abzielen. Dafür begeistern ihn besonders die textlosen, zweidimensional gezeichneten Episoden, deren beste gleichermaßen als eigenständiges Kunstwerk überzeugen als auch die Traditionslinie vom "Gothic Movement" bis zum Comic vor Augen führen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.01.2008

Andalusische Hunde beißen nicht
Hommage an den Surrealismus: „Bardín, der Superrealist” des Comiczeichners Max
Comic und Surrealismus – das ist eine komplizierte, aber innige Affäre. Kompliziert deshalb, weil schon Jahre vor der eigentlichen Formierung der avantgardistischen Bewegung 1921 in Paris zwei der Gründungsväter des Comics, Winsor McCay und George Herriman, Surrealismus avant la lettre betrieben: Fünf Jahre nach Freuds für Breton und seinen Umkreis so wichtiger „Traumdeutung” werden in McCays Traumcomicserie „Dreams of the Rarebit Fiend”, so etwas wie die düstere Variante seines legendären „Little Nemo”, Erwachsene abwechselnd lebendig begraben oder von Krokodilen verspeist, bloß um stets am Ende erleichtert im eigenen Bett zu erwachen. George Herrimans „Krazy Kat und Ignatz” von 1913 schließlich wirkt heute so, als habe Miró einen Comic gezeichnet: Vor der kargen Landschaft Coconino Countys, wo der Mond von einer Schnur vom Himmel hängt und Topfpflanzen in der Wüste stehen, treiben Katze und Maus unsinnig-abstruse Spielchen, die dem absurden Theater alle Ehre machen. Kein Wunder also, dass Avantgarde-Größen wie E.E. …

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