»Das Buch vermittelt konzeptionelle Grundlagen psychodynamischen Coachings und zeigt anhand vieler Beispiele, wie psychoanalytisches Denken umgesetzt werden kann.« (Training aktuell) »... Das Buch liefert eine gut verständliche Einführung in die Theorie und Praxis psychodynamischer Beratung: Während der erste Teil die Grundlagen psychodynamischer Beratung definiert, enthält der zweite Teil die Konzeptionalisierung des im ersten Teil vorgestellten Beratungsansatzes - mit Anleitungscharakter. Die Beiträge zum dritten Teil sind von AusbildungskandidatInnen verfasst und zeigen Anwendungsversuche der im zweiten Teil vorgestellten Praxisanleitung. ... Als erfrischend erlebte ich, dass auf die Komplexität von Beziehungen und Beziehungsgestaltung mit wenig Theorieansätzen und Modellen geantwortet wird. Dafür steht die Begegnung mit ihren Möglichkeiten im Mittelpunkt. Das stellt hohe Anforderungen an die persönliche Reife und Professionalität der BeraterIn. Auch hier vermittelt das Buch einen guten Einblick. Alles in allem: Empfehlenswert.« Klaus Burghardt (Zeitschrift für Transaktionsanalyse, 1/2005) »Einschätzung Dies ist ein wichtiges und empfehlenswertes Buch zum Thema psychodynamisches Coaching, meines Wissens gibt es kein solches oder vergleichbares mit diesem Ansatz. (zu psychodynamische Organisationsberatung siehe z.B. Lohmer, 2000 und Bauer/Gröning 1996). In den insgesamt 14 Einzelkapiteln wird die Arbeit des psychodynamisch orientierten Coachs und auch des psychoanalytisch orientierten Organisationsberaters dargestellt. Für unterschiedliche Szenarien wird die spezifische Vorgehensweise verdeutlicht. Hervorzuheben ist die Praxisorientierung, die durch die Konzeptualisierung der Theorie (sehr schön zu lesen: Strategien des Coaching) und zahlreiche konkrete Praxisbeispiele hergestellt wird. Dadurch wird das Buch lebendig und gut lesbar. Allerdings erfordert es vom Leser psychologisches bzw. psychoanalytisches Vorwissen. Somit ist es am ehesten für Berater gedacht, die sich mit diesem Ansatz vertraut oder ihn konzeptuell vertiefen möchten. Oder für Psychotherapeuten, die sich mit Konzepten, Dynamiken und Besonderheiten der Beratung in und für Organisationen vertraut machen wollen. Was mir selbst am meisten Lust zum lesen machte - neben den vielen praktischen `Alltagsbeispielen`, wie sie mir ähnlich immer wieder begegnen - ist eine durchgängige Beschreibungsperspektive der Intaraktionsebenen von Coach und Gecoachtem. Dies ermöglicht es, zu den Beispielen eigene korrespondierende Gefühle und Fantasien zu entwickeln und zu erleben. Es ist die erklärte Absicht der Herausgeberinnen, "sich zu entscheiden, ob die eigenen Gegenübertragungsreaktionen zusätzliche und konträre psychodynamisch-systemische Diagnosen ermöglichen". Die Intention, hiermit eine zusätzliche Form der Kommunikation zwischen dem Kursbuch und den Leser/innen zu eröffnen, ist für meine Begriffe gelungen. So wird es für Coachs, Supervisoren, Berater ein Buch zum `immer wieder mal reinschauen` mit der begleitenden Erkenntnis beispielsweise, dass der Berater in diesem Konzept interagierender Partner und nicht so sehr wie in der Therapie dem Abstinenzgebot verpflichtet ist. Fazit Ein empfehlenswertes Buch zum Thema psychoanalytische Ansätze im Beratungskontext, gut lesbar mit entsprechendem Vorwissen zu analytischen Konzepten. Man bekommt Antworten auf die Frage, wie das unbewusste in Organisationen wirkt und welche Bedeutung zentrale Beziehungswünsche auf das Interaktionsgeschehen in Organisationen haben. Spannend.« Uwe Kowalzik (socialnet.de) »... Insgesamt ein spannendes Buch mit einer wichtigen Schwerpunktsetzung ...« Christiane Miedaner (Blickpunkt EFL-Beratung, Oktober 2004) »... Die beiden Autorinnen und Herausgeberinnen und weitere Mitarbeitende präsentieren im Buch über ein Dutzend praxisorientierte Annäherungen an Grundlagen und Anwendungen psychodynamischer Beratung. Es geht immer um die Wirkungen des Psychodynamischen in zwischenmenschlichen Konflikten, in Arbeitsprozessen, um die subjektiven Seiten der Arbeit und die Auswirkungen auf die Gesamtorganisation. Spannend und zentral ist die Frage, wie sich das Unbewusste zeigt, wie es sich in der Beratungssituation zwischen den Beteiligten inszeniert. Stichworte zu den im Buch vorgestellten Zugängen und Methoden sind: die Arbeit mit "sozialen Träumen", die Beachtung von projektiven Prozessen, die Analyse von "inneren Objekten", die Diagnose der vorherrschenden Abwehr- und Bewältigungskonstruktionen. ...« Franziska Lang (BSO - Journal Berufsverband für Supervision und Organisationsberatung, 2/2004) »... Psychoanalytisch verortete Organisationsanalyse vermag unterschwellige, dabei meist sehr wirkmächtige Aspekte in den Strukturen von Organisationen zu erhellen: Beziehungsdynamiken zwischen Mitarbeitern und Führung werden transparenter, ebenso die meist ungeschriebenen Regeln, Gesetzte und Tabus in Kollektiven.« (Sigmund-Freud-Buchhandlung, Novitätenschau Winter 2003/04) »Psychoanalyse und Coaching scheinen für manche Berater (und nicht nur diese) Gegensätze zu sein - schon aufgrund der vermuteten Dauer psychoanalytischer Behandlungen. Jenseits derartiger Vorurteile zeigen Dr. Beate West-Leuer und Dr. Claudia Sies (und die Beiträge weiterer psychoanalytischer Organisationsberater), dass psychoanalytische Modelle auch im Coaching einsetzbar sind. Zunächst ausgehend von der Frage, wie das Unbewusste in Organisationen wirkt, wird die Beziehungsdynamik zwischen Mitarbeitern und die Wirkung unbewusster Werte auf die Mitarbeiter einer Organisation beleuchtet. Interessant ist dabei die Annäherung an den Konstruktivismus: "Es geht eher darum, sichtbares und verborgene Muster von Wahrnehmungen, Handlungen und Seinsweisen zu entdecken und auf ihre Nützlichkeit für den Umgang mit den Arbeitsaufgaben und Zielen einer Organisation zu untersuchen" (S. 29). Der Berater bleibt dabei nicht "abstinenter" Beobachter, sondern interagiert im Dialog mit dem Klienten. Zum Verstehen unbewusster Wirkmechanismen dient aber nicht nur die Sprache, sondern auch die Betrachtung von Symbolen (z.B. das Firmengebäude, Logo, Wandbilder, Kleidung, Gestik, Mimik, Mobiliar, Broschüren uvm.), Träumen oder Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomenen. Erfreulicherweise werden diese Überlegungen in dem Buch mit zahlreichen Praxisbeispielen verdeutlicht, was die praktische Einordnung der Ausführungen wesentlich verbessert. Die Beschreibung des möglichen Ablaufes eines psychodynamischen Coachings leistet dabei wichtige Grundlagenarbeit für diesen Beratungsansatz. In ingesamt 14 Kapiteln werden nicht nur die Tätigkeit des psychoanalytischen Coachs, sondern auch die von psychoanalytisch orientierten Organisationsberatern dargestellt und die spezifischen Vorgehensweisen des Ansatzes in unterschiedlichen Szenarien verdeutlicht. FAZIT: Die Stärke des Buches ist die Beschreibung psychoanalytischer Ansätze im Beratungskontext - denn insbesondere im Bereich Coaching ist hier bisher wenig an entsprechenden Büchern veröffentlich worden. Das Werk erfordert vom Leser allerdings psychologisches bzw. psychoanalytisches Vorwissen.« (www.coaching-literatur.de, Januar 2004)
Beate West-Leuer, Dr. phil., Psychologische Psychotherapeutin, Organisationsberaterin, Supervisorin, ist in der Leitung des Instituts für Organisationsentwicklung in Düsseldorf tätig.