"... minutiös recherchierte Roman, der auch als historisches Buch zu lesen ist."(Focus, 19. Mai 2008) "Gerhard Seyfried verbindet seinen historischen Roman über den Aufstand der Boxer, die im Jahr 1900 versuchten, die Kolonialmächte aus China zu vertreiben, mit eine Einzelschicksal."(dpa, Juni 2008) "Seyfrieds Dokumentarroman lässt uns die deutsch-chinesische Geschichte und damit auch das moderne China besser verstehen. (...) Gerhard Seyfried ist ein spannender Roman gelungen. Er lehrt uns, dass Fremdherrschaft keinen Bestand hat, ja scheitern muss."(RBB - Stilbruch, 22. Mai 2008) "Seyfried gelingt es, eine politische Dynamik zu beschreiben, die nicht nur das chinesische Kaiserreich hinwegfegen sollte."(Rheinischer Merkur, 15. Mai 2008) "Gerhard Seyfried legt den Finger abermals in eine Wunde der deutschen Vergangenheit und berichtet detailversessen aus einer Epoche, über die hierzulande noch immer viel zu wenig gesprochen wird."(NDR - Buchwelt, 4. Juli, Norbert Bourgeon) "Gerhard Seyfried entfaltet auf über sechshundert Seiten einen Tatsachenroman über Deutschlands koloniale Vergangenheit in Fernost, greift in die Farbtöpfe und pinselt ein kolossales Gemälde."(Handelsblatt, Dietmar Petersen, 25. Juli)
Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
Jürgen Zimmerer ist alarmiert: Karl May lebt! Zähneknirschend würde Zimmerer das Wiedererstarken des literarischen Kolonialismus in Kauf nehmen, wäre das betreffende Buch wenigstens spannend. Gerhard Seyfried entwirft seinen Plot um eine hübsche Hauslehrerin um 1900 im chinesischen Tsingtao derart stur aus westlicher Perspektive, dass Zimmerer vermutet, der Autor habe über dem Studium historischer Dokumente zur deutschen Kolonialgeschichte in China die kritische Distanz verloren. Was Seyfrieds Empathie für Offiziere, Hausangestellte und Sozialdemokraten angeht, will der Rezensent ja nicht meckern. Und selten, staunt er, wurde derart viel geschossen, marschiert und gedarbt. Doch soviel westlicher Dünkel bei so geringem Interesse für China und das Suspense-Bedürfnis des Lesers schrecken den Rezensenten ab.
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 | Besprechung von 03.11.2008 |
Eine fahrende Artilleriebatterie der deutschen Schutztruppe in
Tianjin Foto: Scherl
Schießen, darben, dann sich fürchten
Gerhard Seyfried hat einen Liebesroman aus der Welt der
Kolonialoffiziere geschrieben
China ist die aufstrebende Macht des 21. Jahrhunderts. Kaum zu
glauben, dass es gerade etwas mehr als 100 Jahre her ist, dass
Peking durch europäische, US-amerikanische und japanische Truppen
besetzt und die chinesische Regierung zu demütigenden
Unterwerfungsgesten gezwungen worden ist. Grund für die Invasion
war der sogenannte Aufstand der „Boxer”, eines Geheimbundes, der
sich gegen die seit der Mitte des 19 Jahrhunderts de facto
durchgesetzte Fremdregierung zur Wehr setzte. Damals hatte
Großbritannien in den sogenannten Opiumkriegen die Öffnung des
Reichs der Mitte für europäischen, vor allem britischen, Handel
(unter anderem auch mit Opium) erzwungen. Nach und nach hatten sich
die anderen Imperialmächte, und solche die es werden wollten,
ebenfalls Enklaven gesichert, und zusammen in Peking de facto eine
Besatzungsregierung gebildet, darunter auch Deutschland, das 1897
die Bucht von Tsingtau in der Provinz Schantung besetzte und dort
seine …
"... minutiös recherchierte Roman, der auch als historisches Buch zu lesen ist." (Focus, 19. Mai 2008) "Gerhard Seyfried verbindet seinen historischen Roman über den Aufstand der Boxer, die im Jahr 1900 versuchten, die Kolonialmächte aus China zu vertreiben, mit eine Einzelschicksal." (dpa, Juni 2008) "Seyfrieds Dokumentarroman lässt uns die deutsch-chinesische Geschichte und damit auch das moderne China besser verstehen. (...) Gerhard Seyfried ist ein spannender Roman gelungen. Er lehrt uns, dass Fremdherrschaft keinen Bestand hat, ja scheitern muss." (RBB - Stilbruch, 22. Mai 2008) "Seyfried gelingt es, eine politische Dynamik zu beschreiben, die nicht nur das chinesische Kaiserreich hinwegfegen sollte." (Rheinischer Merkur, 15. Mai 2008) 'Gerhard Seyfried legt den Finger abermals in eine Wunde der deutschen Vergangenheit und berichtet detailversessen aus einer Epoche, über die hierzulande noch immer viel zu wenig gesprochen wird.“ (NDR - Buchwelt, 4. Juli, Norbert Bourgeon) 'Gerhard Seyfried entfaltet auf über sechshundert Seiten einen Tatsachenroman über Deutschlands koloniale Vergangenheit in Fernost, greift in die Farbtöpfe und pinselt ein kolossales Gemälde.“ (Handelsblatt, Dietmar Petersen, 25. Juli)
Gerhard Seyfried, geboren 1948 in München, ist gelernter Industriekaufmann und Gebrauchsgrafiker. Er studierte zudem Malerei und Grafik. Seyfried arbeitete als selbständiger Grafiker, Karikaturist, Schriftsteller und Drehbuchautor. Gerhard Seyfried lebt nach Aufenthalten in Namibia und der Schweiz in Berlin.
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