Die Insel der Göttin - Chen, Jade Y.

Jade Y. Chen 

Die Insel der Göttin

Übersetzer: Trogen, B.; Solms, Ricarda; Chen, Jade Y.
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Die Insel der Göttin

Taiwan, Anfang der dreißiger Jahre. Die Japaner herrschen seit mehr als drei Jahrzehnten über die Insel an der Formosastraße. Ayako, ein junges Mädchen aus Okinawa, heiratet Jian, den ältesten Sohn der Familie Lin. Die Lins betreiben ein chinesisches Heilkräutergeschäft in Taichung und gelten als koloniale Vorzeigefamilie: Sie sind angesehen, Lin Jian spricht auch zu Hause Japanisch und sein Bruder schreinert japanische Papiertüren. Doch der Zweite Weltkrieg und der "Weiße Terror" unter Tschiang Kaishek nehmen der Familie die Männer und die Väter. Am Ende bleibt den Frauen nur noch der Glaube an die Kraft der Götter. 2002 verliebt sich die Ich-Erzählerin, Ayakos Enkelin, in Berlin in einen deutschen Mann. Die Begegnung ist für sie der Auslöser, erstmals nach fünfzehn Jahren wieder in ihre Heimat Taiwan zurückzukehren. Auf der Insel der Göttin erfährt sie von der verbotenen Liebe zwischen ihrer Großmutter und ihrem Großonkel. Und sie begegnet ihrer eigenen Vergangenheit. In dieser Familienchronik gelingt es der preisgekrönten taiwanischen Bestsellerautorin Jade Y. Chen, eine Brücke zu schlagen zwischen Asien und Europa. Sie öffnet den Blick für das universell Menschliche ihrer Figuren und kartografiert die daoistische Götterwelt der Insel Taiwan mit ihren Opferritualen und Orakelsprüchen. Ein bewegender Roman über die Macht des Schicksals und die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat.

Die Lin sind die taiwanischen Buddenbrooks. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem ihrer Heimat - der kleinen Insel im südchinesischen Pazifik. Unter der Herrschaft Japans auf Taiwan gelten die Lin als Vorzeigefamilie, in der man Papiertüren baut und japanisch spricht. Zweiter Weltkrieg und "Weißer Terror" zerreißen die Familie, nehmen ihr die Männer und Väter. Am Ende bleibt den Töchtern der Lin nur der Glaube an die Kraft der Götter.Der Roman beginnt in Berlin. Nach zwanzig Jahren reist eine Enkelin der Lin in Begleitung ihres deutschen Verlobten erstmals wieder in ihre Heimat. In ihrem Gepäck zwei geschnitzte Holzfiguren, die beiden Leibwächter der Meeresgöttin Mazu.Auf der Insel der Göttin entdeckt die Frau, dass sich hinter der Geschichte der drei Heiligenfiguren ein Familiengeheimnis verbirgt. Sie erfährt von der verbotenen Liebe zwischen ihrer japanischen Großmutter und ihrem chinesischen Großonkel. Und sie begegnet ihrer eigenen Vergangenheit.


Produktinformation

  • Verlag: Münchner Frühling
  • 2008
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 419 S. m. Kte. u. Bildtaf.
  • Seitenzahl: 419
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 126mm x 28mm
  • Gewicht: 424g
  • ISBN-13: 9783940233448
  • ISBN-10: 3940233447
  • Best.Nr.: 28164729
"Ein wunderbarer, ein grandioser Familienroman, mit großer Wucht geschrieben!" Denis Scheck in druckfrisch (ARD) "Mit seiner meisterlichen Erzähltechnik zieht dieses wunderbare Buch den Leser in eine ihm unvertraute Welt, in der er sich nie als Fremder fühlt. Frau Chen ist eine sehr ungewöhnliche Stimme aus der chinesischen Literatur - und eine höchst willkommene Bereicherung." Tilman Spengler
Jade Y. Chen, geboren in Taichung, Taiwan, studierte Geschichte und Literatur in Paris sowie Regie und Choreografie, u. a. bei Ariane Mnouchkine und am La MaMa Theatre in New York. Die Regisseurin und Autorin zahlreicher Romane, Theaterstücke und Essays lebt seit Mitte der neunziger Jahre in München.

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