Der Freiheit geopfert - Bei Ling

Bei Ling 

Der Freiheit geopfert

Die Biografie des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo

Übersetzer: Winter, Martin; Klotz, Günther; Yin Yan
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Der Freiheit geopfert

Der Schrifsteller Liu Xiaobo steht seit mehr als zwei Jahrzehnten für den gewaltfreien Kampf chinesischer Intellektueller gegen die Unterdrückung des Volkes und für mehr Menschenrechte in China. Seinen Einsatz für mehr geistige und gesellschaftliche Unabhängigkeit in der Volksrepublik hat Liu Xiabo mit seiner Freiheit bezahlt. Er sitzt in einem Gefängnis, 500 Kilometer von seinem Zuhause in Peking entfernt. Der chinesische Dissident und Präsident den PEN-Clubs unabhängiger Schriftsteller in China wurde zu elf Jahren Haft verurteilt: Der Vorwurf: Untergrabung der Staatsgewalt. Am 10. Dezember 2010 erhält der Kämpfer für Menschenrechte den Friedensnobelpreis.


Produktinformation

  • Verlag: Riva Verlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 364 S.
  • Seitenzahl: 384
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 215mm x 37mm
  • Gewicht: 625g
  • ISBN-13: 9783868831344
  • ISBN-10: 3868831347
  • Best.Nr.: 32420131
"Dies ist ein Buch über einen Abwesenden, einen im Gefängnis Festgehaltenen, über einen Nobelpreisträger, der seinen Preis nicht entgegennehmen darf: Liu Xiaobo. Sein alter Freund Bei Ling schreibt über ihn. Er zeichnet ein Bild mit vielen Facetten, wie es nur ein Freund kann. Es geht in diesem Buch um Manifeste, Unterschriftenaktionen, politische Handlungen, aber auch um Selbstzweifel und Schuldgefühle, Sturheit und Ehrgeiz. Der Autor, der einst selbst inhaftiert war, sieht es als seine Pflicht an, ein differenziertes Bild des Bürgerrechtlers Liu Xiaobo zu malen, mit allen Zwischentönen. Bei Ling ist bewußt, daß es nur ein Bild von einer Seite her sein kann, sozusagen im Halbprofil, aber schon dieser Ausschnitt eines Lebens enthüllt einen ganzen Kosmos aus Mut und Repression, es erzählt vom Arbeitslager und dem Leben unter Polizeiaufsicht, wie es die Frau des Bürgerrechtlers führen muß. Gerade weil dieses Buch viel erklärt, aber auch immer wieder zu Fragen anregt, ist es Pflichtlektüre." -- Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.12.2010

Sisyphus ist ein Chinese
Die erste Biographie über den Dissidenten Liu Xiaobo
Am Dienstag dieser Woche wurde Liu Xiaobo 55 Jahre alt. Es war der dritte Geburtstag in Folge, den der Friedensnobelpreisträger in einem Gefängnis verbracht hat. Bis zur Verleihung des Preises durfte sich wenigstens noch seine Frau einmal im Monat in Peking in den Zug setzen, um ihn in der 500 Kilometer entfernten Strafanstalt Jinzhou zu besuchen. Seit einigen Wochen aber ist er völlig isoliert: Keine Briefe, keine Besuche, nichts. So wird er auch nicht mitbekommen haben, welch schönes Geschenk ihm sein ferner Freund Bei Ling zum Geburtstag gemacht hat: Der in Boston und Taiwan lebende Exil-Dichter hat soeben im deutschen Riva-Verlag die erste Biographie Liu Xiaobos veröffentlicht.
Das Buch ist in den Wochen zwischen der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises und der Verleihung entstanden, Bei Ling hatte für die Niederschrift also gerade mal zwei Monate Zeit. Teilweise merkt man das, es gibt Brüche und Wiederholungen, und oft enden Absätze mit formelhaften Sätzen wie „Liu hielt Vorträge über Literatur und trug zum akademischen Leben und Unterricht bei.“   

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Seit mittlerweile drei Jahren sitzt der chinesische Autor Liu Xiaobo im Gefängnis, seit ihm im Oktober der Friedensnobelpreis verliehen wurde, ist er total isoliert. Wer Liu Xiaobo ist, was ihn zu dem unnachgiebigen Dissidenten gemacht hat, den das chinesische Regime so hasst, das hat Rezensent Alex Rühle in dieser "tiefenscharfen" und offensichtlich sehr bewegenden Biografie nachlesen können. Geschrieben hat sie der in Taiwan und Boston im Exil lebende Dichter Bei Ling, der Liu Xiabo seit 1986 kennt, als dieser in einem recht angriffslustigen Vortrag in Peking die gesamte zeitgenössische Literatur als konformistisch geißelte. Das war ganz nach dem Geschmack des Untergrundpoeten Bei Ling! Herzstück des Buches ist für Rühle natürlich die Schilderung von Liu Xiaobos Rolle bei den Protesten vom Tienanmen, nach deren Niederschlagung er als einer der Anführer verhaftet wurde. Nach eineinhalb Jahren Kerker unterschrieb er ein furchtbares Schuldbekenntnis, das ihn für lange Zeit mit Scham erfüllte, wie Rühle mit geradezu stockendem Atem schreibt: "ein schwarzer Quell am Grund seiner Seele". So versteht der Rezensent Lius späteres Leben, sein ganzes Engagement, seine Unerbittlichkeit gegenüber den Machthabern, die ihn immer wieder ins Gefängnis oder ins Umerziehungslager (zum Bohnensortieren) brachte, auch als eine Art "permanente Abbitte".

© Perlentaucher Medien GmbH

"Dies ist ein Buch über einen Abwesenden, einen im Gefängnis Festgehaltenen, über einen Nobelpreisträger, der seinen Preis nicht entgegennehmen darf: Liu Xiaobo. Sein alter Freund Bei Ling schreibt über ihn. Er zeichnet ein Bild mit vielen Facetten, wie es nur ein Freund kann. Es geht in diesem Buch um Manifeste, Unterschriftenaktionen, politische Handlungen, aber auch um Selbstzweifel und Schuldgefühle, Sturheit und Ehrgeiz. Der Autor, der einst selbst inhaftiert war, sieht es als seine Pflicht an, ein differenziertes Bild des Bürgerrechtlers Liu Xiaobo zu malen, mit allen Zwischentönen. Bei Ling ist bewußt, daß es nur ein Bild von einer Seite her sein kann, sozusagen im Halbprofil, aber schon dieser Ausschnitt eines Lebens enthüllt einen ganzen Kosmos aus Mut und Repression, es erzählt vom Arbeitslager und dem Leben unter Polizeiaufsicht, wie es die Frau des Bürgerrechtlers führen muß. Gerade weil dieses Buch viel erklärt, aber auch immer wieder zu Fragen anregt, ist es Pflichtlektüre." Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek

"Dies ist ein Buch über einen Abwesenden, einen im Gefängnis Festgehaltenen, über einen Nobelpreisträger, der seinen Preis nicht entgegennehmen darf: Liu Xiaobo. Sein alter Freund Bei Ling schreibt über ihn. Er zeichnet ein Bild mit vielen Facetten, wie es nur ein Freund kann. Es geht in diesem Buch um Manifeste, Unterschriftenaktionen, politische Handlungen, aber auch um Selbstzweifel und Schuldgefühle, Sturheit und Ehrgeiz. Der Autor, der einst selbst inhaftiert war, sieht es als seine Pflicht an, ein differenziertes Bild des Bürgerrechtlers Liu Xiaobo zu malen, mit allen Zwischentönen. Bei Ling ist bewußt, daß es nur ein Bild von einer Seite her sein kann, sozusagen im Halbprofil, aber schon dieser Ausschnitt eines Lebens enthüllt einen ganzen Kosmos aus Mut und Repression, es erzählt vom Arbeitslager und dem Leben unter Polizeiaufsicht, wie es die Frau des Bürgerrechtlers führen muß. Gerade weil dieses Buch viel erklärt, aber auch immer wieder zu Fragen anregt, ist es Pflichtlektüre." Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek
Sein langjähriger Freund, der Schriftsteller und Dissident Bei Ling, gründete mit Liu Xiaobo zusammen den PEN-Club in China. Auch er wurde von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Bei Ling wurde freigelassen, weil sich namhafte Schriftstellerkollegen wie Günther Grass oder Susan Sontag für ihn einsetzen. Jetzt schreibt er die ganz persönliche Biografie von Liu Xiaobo, seinem Freund und Wegbegleiter.

6 Marktplatz-Angebote für "Der Freiheit geopfert" ab EUR 4,90

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