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Das Reispflanzerlied
Roman
Übers. v. Susanne Hornfeck
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Claassen Verlag
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 221 S.
- Seitenzahl: 224
- Deutsch
- Abmessung: 211mm x 130mm x 25mm
- Gewicht: 324g
- ISBN-13: 9783546004312
- ISBN-10: 3546004310
- Best.Nr.: 26371665
Produktbeschreibung zu "Das Reispflanzerlied"
Kurzbeschreibung
China, 50er Jahre: Der junge Bauer Jin'gen und seine Frau kämpfen ums Überleben, aber auch um ihre Hoffnung, die sie mit dem Aufbruch in den Kommunismus verbanden. Unversöhnlich prallen Staat und Individuum aufeinander, und es beginnt ein makabrer Totentanz. Eileen Chang erzählt einfühlsam und menschlich ein modernes Drama.
Beschreibung
17.10.2009
Und immer wieder verdunkelt sich die Welt
Ein lange vergessener früher Stern der chinesisch-amerikanischen
Literatur ist zu entdecken: Endlich erscheint Eileen Changs Roman
"Das Reispflanzerlied" in deutscher Übersetzung.
Von Anja Hirsch
Der Sonnenschein lag wie ein alter gelber Hund quer über der Straße
und versperrte den Weg. Hier war die Sonne alt geworden." Hier
- das ist in Eileen Changs 1955 in ihrem amerikanischen Exil
erstpubliziertem Roman "Das Reispflanzerlied" die
bedrückende Enge eines kleinen Dorfes im Süden Chinas Anfang der
fünfziger Jahre. Nach der Bodenreform treten Versprechungen nicht
ein. Als die hungernden Bauern auch noch genötigt werden, ihren
kärglichen Rest - nach Abgaben an die Kommune - Soldatenfamilien
während Chinas Koreakrieg zur Verfügung zu stellen, kommt es zu
einem Aufstand. Und so ist der Satz "Hier war die Sonne alt
geworden" keineswegs eine hohle Metapher, sondern
ahnungsvolles Zeichen einer untergehenden, traditionellen
Lebensweise, die keinen rechten Ort mehr hat.
Noch redet man sich an mit "vierte" Tante, begegnet
einander "mit scheuer Würde", hat Schamesröte im Gesicht,
wenn man …
08.12.2009
Tiefen Eindruck hat Eileen Changs Roman "Das
Reispflanzerlied" bei Rezensent Ludger Lütkehaus hinterlassen.
Er würdigt das Werk, das sich mit der kommunistischen Bodenreform
auseinandersetzt und den Leser ins dörfliche China der Bauern in
den fünfziger Jahren führt, als "dissonanten Klassiker der
chinesischen Literatur" und als Roman von "bitterster
Intensität". Das eigentliche Thema der Geschichte um das
klägliche Schicksal einer Bauernfamilie ist für Lütkehaus weniger
der Hunger, sondern die Veränderungen menschlicher Beziehungen
unter den Bedingungen von Maos Revolution. Im Ganzen sieht er bei
Chang einen "kühlen Realismus" vorherrschen, grundiert
von "tiefer Melancholie". Zugleich hebt er auch den
Sarkasmus, die Lakonik und den "unübertrefflichen satirischen
Witz" der Autorin hervor. Lobend erwähnt er außerdem die
Übersetung von Susanne Hornfeck, die auch die chinesische
Zweitfassung des Werks miteinbezogen hat.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
»Wie in ihren Erzählungen zeigt sich Eileen Chang als Meisterin menschlicher Beziehungstragödien, denen sie nun einen zeitlosen Rahmen gibt: Der Sonnenschein lag wie ein alter gelber Hund quer über der Straße, heißt es über Yuexiangs Dorf, was an die magischen Orte eines Gabriel GarcÃa Márquez denken lässt: Hier war die Sonne alt geworden.« Spiegel-online, 26.08.09, Ulrich Baron »Die im Verlag claassen erschienene Neuübersetzung liest sich angenehm und zeitgemäß und vermag es, die düstere Stimmung und die unter der ruhigen Fassade brodelnden starken destruktiven Gefühle sehr intensiv darzustellen. Ein Buch, dessen Stil auf den ersten Blick kühl und dessen Inhalte zunächst banal wirken - bis der Leser das erwähnte Brodeln zum ersten Mal erfasst. Ein solches Zeitzeugnis ist keine leichte Lektüre, definitiv jedoch eine wertvolle.« www.sandammeer.at,Regina Károly,08/2009 »Chang erzählt sehr sensibel und trotzdem schonungslos von Zuneigung, Hoffnung und von der großen Not der Menschen.« Magdeburger Volksstimme, 29.08.09, Grit Warnat »Eine kühle, ergreifende Novelle aus dem frühkommunistischen China. Idealismus und Korruption, erste Liebe und alte Sitten, …
Rezension
"Wie in ihren Erzählungen zeigt sich Eileen Chang als Meisterin menschlicher Beziehungstragödien, denen sie nun einen zeitlosen Rahmen gibt: Der Sonnenschein lag wie ein alter gelber Hund quer über der Straße, heißt es über Yuexiangs Dorf, was an die magischen Orte eines Gabriel GarcÃa Márquez denken lässt: Hier war die Sonne alt geworden." Spiegel-online, 26.08.09, Ulrich Baron "Die im Verlag claassen erschienene Neuübersetzung liest sich angenehm und zeitgemäß und vermag es, die düstere Stimmung und die unter der ruhigen Fassade brodelnden starken destruktiven Gefühle sehr intensiv darzustellen. Ein Buch, dessen Stil auf den ersten Blick kühl und dessen Inhalte zunächst banal wirken - bis der Leser das erwähnte Brodeln zum ersten Mal erfasst. Ein solches Zeitzeugnis ist keine leichte Lektüre, definitiv jedoch eine wertvolle." www.sandammeer.at,Regina Károly,08/2009 "Chang erzählt sehr sensibel und trotzdem schonungslos von Zuneigung, Hoffnung und von der großen Not der Menschen." Magdeburger Volksstimme, 29.08.09, Grit Warnat "Eine kühle, ergreifende Novelle aus dem frühkommunistischen China. Idealismus und Korruption, erste Liebe und alte Sitten, der …
Autorenporträt zu "Eileen Chang"
Eileen Chang, eigentlich Zhang Ailing, geb. 1920 in Shanghai. Ihre literarische Karriere beginnt 1942 in der von Japanern besetzten Stadt. Es erscheinen zwei Erzählungsbände. 1952 geht sie zunächst nach Hongkong und Taiwan, 1955 dann in die USA, wo sie an verschiedenen Universitäten unterrichtete. Sie stirbt 1995 in San Francisco.
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