Das geraubte Kind - Tschinag, Galsan

Galsan Tschinag 

Das geraubte Kind

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Das geraubte Kind

Galsan Tschinag erzählt in seinem neuen, eindrucksvollen Roman eine mündlich überlieferte Legende aus der Mongolei des 18. Jahrhunderts. Einfühlsam schildert er den Kampf der Tuwa-Nomaden um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von China und das Recht,so zu leben, wie sie es von jeher getan haben.


Produktinformation

  • Verlag: SUHRKAMP
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 318 S.
  • Seitenzahl: 318
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.3740
  • Best.Nr. des Verlages: 45740
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 108mm x 18mm
  • Gewicht: 192g
  • ISBN-13: 9783518457405
  • ISBN-10: 3518457403
  • Best.Nr.: 14096896

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Bei dem "geraubten Kind", erklärt der begeisterte Rezensent Ludger Lütkehaus, handelt es sich um eine mündlich überlieferte Tuwa-Legende, die auf historischen Ereignissen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts beruht: Das chinesische Kaiserreich versuchte, sich die abtrünnigen Provinzen (unter ihnen das Altai-Gebirge) untertan zu machen, indem es Kinder aus diesen Provinzen ausbildete, um sie dann als "willfährige Herrscher" einzusetzen. Doch Hynndynn, der Held der Geschichte, sei so etwas wie der Schwejk der Tuwa: Nur scheinbar zur chinesischen Ideologie bekehrt, erweise er sich bei seiner Rückkehr in den Altai als würdiger Vertreter seiner Volksgruppe, und wehre die chinesischen Übernahmeversuche ab, mit List, bis es schließlich zur offenen Konfrontation komme. Besonders gefallen haben dem Rezensenten die sich bis zum Schluss steigernde Spannung, der überwältigende "Reichtum an konturenscharf porträtierten Charaktere", die "grandiosen" Landschaftsschilderungen, aber vor allem die "Verbindung einer listigen Humanität mit einem umwerfenden Humor", die in den Reden der Häuptlingsberater ihren Höhepunkt erreicht. Diese Reden, so der Rezensent, kann man sich stundenlang …

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Galsan Tschinag, geb. 1943 in der Westmongolei, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa. Von 1962 -68 studierte er Germanistik in Leipzig, seither schreibt er auf Deutsch. Galsan Tschinag wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter der Adelbert-von-Chamisso-Preis und der Literaturpreis der deutschen Wirtschaft. 2002 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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