Brüder - Yu Hua

Yu Hua 

Brüder

Roman

Aus d. Chines. v. Kautz, Ulrich
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Produktbeschreibung zu Brüder

China im Aufschwung. Alle wollen reich werden, mit allen Mitteln, seien sie noch so absurd. So auch die Brüder Li und Sang. Der eine handelt mit Müll, der andere verkauft Gel zur Brustvergrößerung. Eine schwarze Komödie voller Witz und Alltagsgroteske. Yu Hua ist der bedeutendste Erzähler Chinas und 'Brüder' ein literarischer Funkenflug.

Zwei Brüder - zwei Leben. Li ist ein gerissener Geschäftsmann. Er verkauft Müll und abgetragene Anzüge aus Japan. Li scheffelt Millionen. Bruder Song ist besonnen, ein Schöngeist und ewiger Pechvogel. Ein bisschen zu gut für das moderne China - den wilden Kapitalismus. Aber auch er will am Wirtschaftswunder teilhaben. Also lässt er sich seine Brust vergrößern, um den Landfrauen ein Gel zu verkaufen, das den Busen praller macht. "Brüder" ist die tragikomische Geschichte von Li und Sang, die die Schrecken der Kulturrevolution überleben und im neuen China ihr Glück versuchen. Yu Hua weiß um die Brisanz Chinas, aber er weiß auch, dass man den Humor nie verlieren darf. "Brüder" ist die Kehrseite des Wirtschaftsrausches in China - traurig, klug und sagenhaft komisch.

Produktinformation


  • Abmessung: 221mm x 154mm x 45mm
  • Gewicht: 908g
  • ISBN-13: 9783100958037
  • ISBN-10: 3100958039
  • Best.Nr.: 25574510

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ein kleines Wunder sieht Rezensent Kolja Mensing schon in der Tatsache, dass dieser Roman des Chinesen Yu Hua der Zensur entgehen konnte. Die derbe Sprache des von Mensing anfänglich für einen Schelmenroman gehaltenen Buches, vor allem aber Huas kritischer Blick, namentlich auf die Zeit der chinesischen Kulturrevolution und auf das Image der Wirtschaftsmacht China, machen den Umstand und das Buch selbst für ihn so wunderbar. Die alte Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte scheint ihm durch ihre parabolisch auf den kapitalistischen Sündenfall bezogene Anlage frischen Wind zu bekommen. Slapstick und Huas für diesen Text eigens antrainierte sprachliche Kraftmeierei passen laut Mensing nicht zuletzt in der gelungenen Übersetzung von Ulrich Kautz ganz gut dazu. Darin, dass Hua Satire und den Terror der Roten Garden in einem Text unterbringt, versucht Mensing übrigens unter Anleitung des Autors keinen Widerspruch zu erkennen. Keine ganz leichte Übung, wie es aussieht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.11.2010

Zwischen Triebstau und Trickbetrug

Ein Glatzkopf und der Kahlschlag der Modernisierung: Yu Hua erzählt mit deftiger Komik vom chinesischen Kapitalismus - und seinen Absurditäten.

Diese Karriere beginnt auf einer öffentlichen Toilette. Glatzkopf Li ist gerade vierzehn Jahre alt, als er eines Tages seinen kahlgeschorenen Kopf beherzt durch die Sitzöffnung eines altmodischen Aborts steckt. Ohne sich von dem beißenden Gestank aus der Jauchegrube stören zu lassen, widmet er sich ausführlich dem Anblick der Frauen, die sich auf der anderen Seite der dünnen Trennwand niedergelassen haben.

Unter ihnen befindet sich auch die schöne Lin Hong, und Glatzkopf-Li begreift schnell, dass es einen Markt für sein frisch erworbenes anatomisches Wissen gibt. Für eine Portion Nudelsuppe verrät er ab sofort den männlichen Bewohnern seiner Heimatstadt Liuzhen das "Geheimnis von Lin Hongs Hintern" - und stellt damit zum ersten Mal seine angeborene Geschäftstüchtigkeit unter Beweis.

Das ist nur der Anfang: Yu Hua verfolgt in "Brüder" den märchenhaften Aufstieg eines "kleinen Spanners" zum Multimillionär, und auf den ersten Blick könnte man den …

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""Yu Hua ist der chinesische Hemingway." Le Monde "Der Triumph eines Buches." Télérama "China zum Weinen und zum Lachen." Le Temps ":Brüder9 ist ein wichtiges Buch." Le Monde ":Brüder9 - das Buch, über das man reden wird." NY Times 2006"
Yu Hua ist in Hangzhou (Provinz Zhejiang) geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Zentralchina auf. Er hat Medizin studiert. Nach der Veröffentlichung seiner ersten Texte, siedelte er nach Peking um, wo er heute lebt.

Blick ins Buch "Brüder"

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  • ISBN-10: 3100958039
  • Best.Nr.: 25574510

Leseprobe

Produktbeschreibung zu "Brüder"

Kurzbeschreibung

China im Aufschwung. Alle wollen reich werden, mit allen Mitteln, seien sie noch so absurd. So auch die Brüder Li und Sang. Der eine handelt mit Müll, der andere verkauft Gel zur Brustvergrößerung. Eine schwarze Komödie voller Witz und Alltagsgroteske. Yu Hua ist der bedeutendste Erzähler Chinas und 'Brüder' ein literarischer Funkenflug.

Beschreibung

Zwei Brüder - zwei Leben. Li ist ein gerissener Geschäftsmann. Er verkauft Müll und abgetragene Anzüge aus Japan. Li scheffelt Millionen. Bruder Song ist besonnen, ein Schöngeist und ewiger Pechvogel. Ein bisschen zu gut für das moderne China - den wilden Kapitalismus. Aber auch er will am Wirtschaftswunder teilhaben. Also lässt er sich seine Brust vergrößern, um den Landfrauen ein Gel zu verkaufen, das den Busen praller macht. "Brüder" ist die tragikomische Geschichte von Li und Sang, die die Schrecken der Kulturrevolution überleben und im neuen China ihr Glück versuchen. Yu Hua weiß um die Brisanz Chinas, aber er weiß auch, dass man den Humor nie verlieren darf. "Brüder" ist die Kehrseite des Wirtschaftsrausches in China - traurig, klug und sagenhaft komisch.

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29.11.2010

Zwischen Triebstau und Trickbetrug

Ein Glatzkopf und der Kahlschlag der Modernisierung: Yu Hua erzählt mit deftiger Komik vom chinesischen Kapitalismus - und seinen Absurditäten.

Diese Karriere beginnt auf einer öffentlichen Toilette. Glatzkopf Li ist gerade vierzehn Jahre alt, als er eines Tages seinen kahlgeschorenen Kopf beherzt durch die Sitzöffnung eines altmodischen Aborts steckt. Ohne sich von dem beißenden Gestank aus der Jauchegrube stören zu lassen, widmet er sich ausführlich dem Anblick der Frauen, die sich auf der anderen Seite der dünnen Trennwand niedergelassen haben.

Unter ihnen befindet sich auch die schöne Lin Hong, und Glatzkopf-Li begreift schnell, dass es einen Markt für sein frisch erworbenes anatomisches Wissen gibt. Für eine Portion Nudelsuppe verrät er ab sofort den männlichen Bewohnern seiner Heimatstadt Liuzhen das "Geheimnis von Lin Hongs Hintern" - und stellt damit zum ersten Mal seine angeborene Geschäftstüchtigkeit unter Beweis.

Das ist nur der Anfang: Yu Hua verfolgt in "Brüder" den märchenhaften Aufstieg eines "kleinen Spanners" zum Multimillionär, und auf den ersten Blick könnte man den …

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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

29.11.2010

Ein kleines Wunder sieht Rezensent Kolja Mensing schon in der Tatsache, dass dieser Roman des Chinesen Yu Hua der Zensur entgehen konnte. Die derbe Sprache des von Mensing anfänglich für einen Schelmenroman gehaltenen Buches, vor allem aber Huas kritischer Blick, namentlich auf die Zeit der chinesischen Kulturrevolution und auf das Image der Wirtschaftsmacht China, machen den Umstand und das Buch selbst für ihn so wunderbar. Die alte Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte scheint ihm durch ihre parabolisch auf den kapitalistischen Sündenfall bezogene Anlage frischen Wind zu bekommen. Slapstick und Huas für diesen Text eigens antrainierte sprachliche Kraftmeierei passen laut Mensing nicht zuletzt in der gelungenen Übersetzung von Ulrich Kautz ganz gut dazu. Darin, dass Hua Satire und den Terror der Roten Garden in einem Text unterbringt, versucht Mensing übrigens unter Anleitung des Autors keinen Widerspruch zu erkennen. Keine ganz leichte Übung, wie es aussieht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

""Yu Hua ist der chinesische Hemingway." Le Monde "Der Triumph eines Buches." Télérama "China zum Weinen und zum Lachen." Le Temps ":Brüder9 ist ein wichtiges Buch." Le Monde ":Brüder9 - das Buch, über das man reden wird." NY Times 2006"

Autorenporträt zu "Yu Hua"

Yu Hua ist in Hangzhou (Provinz Zhejiang) geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Zentralchina auf. Er hat Medizin studiert. Nach der Veröffentlichung seiner ersten Texte, siedelte er nach Peking um, wo er heute lebt.

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