Was wäre wenn - Rosoff, Meg

Meg Rosoff 

Was wäre wenn

Ausgezeichnet mit der Carnegie Medal 2007 und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2008, Kategorie Jugendbuch

Übersetzung: Jakobeit, Brigitte
Broschiertes Buch
 
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Was wäre wenn

David Case hat ein Problem. Nachdem er seinen kleinen Bruder in letzter Sekunde vor einem Sturz aus dem Fenster gerettet hat, kreist in seinem Kopf immer wieder dieselbe Frage: Was wäre wenn? Er glaubt vom Pech verfolgt zu sein und versucht eine neue Identität anzunehmen: Er ändert seinen Namen in Justin Case, zieht zu Hause aus und freundet sich mit Agnes an. Doch das Schicksal beäugt jeden seiner Schritte genau und hat seine eigenen Pläne mit Justin Case ...


Produktinformation

  • Verlag: Carlsen
  • 2011
  • Sonderausg
  • Ausstattung/Bilder: Sonderausg. 2011. 254 S.
  • Seitenzahl: 254
  • Carlsen Taschenbücher Bd.988
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 33mm
  • Gewicht: 289g
  • ISBN-13: 9783551359889
  • ISBN-10: 3551359881
  • Best.Nr.: 33355412

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

"Sehr beeindruckt ist Rezensent Franz Lettner von Meg Rosoffs neuem Jugendroman. Das hat nicht nur mit dem erzählerischen Blick dieser Autorin auf die frühe Adolenszenz und die "teenage angst" zu tun, den der Rezensent als "herausragend" preist, sondern auch mit Rosoffs Humor, ihrer Warmherzigkeit und dem Talent, die Grenzen von Fantasie und Wirklichkeit kunstvoll zu verwischen. Es geht, lesen wir, um einen Jungen, der sich im Irrtum, fliegen zu können, beinahe zu Tode stürzt, seinen Bruder, der ihn rettet und sich danach zwischen Wirklichkeit und Fantasie verfängt. Zwar sei das Lesen dieser "hoch konstruierten Geschichte" nicht immer ganz einfach. Trotzdem beschreibt dieser Roman das "Drama des Erwachsenwerdens" und die damit verbundene Suche nach Identität ausgesprochen eindringlich, findet der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH"

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.09.2008

Das ist die Weisheit der Einjährigen
Schein, Sein und tiefere Bedeutung: Meg Rosoff lotet die Konjunktive der Adoleszenz aus

Wie ein Eroberer eine aufgegebene Festung stürmt gleich zu Beginn dieses Romans ein surrealer Impetus ein scheinbar realistisches Setting. Irgendwo im englischen Luton: Der 15-jährige David Case bewahrt seinen einjährigen Bruder Charlie in letzter Sekunde vor einem Sturz aus dem Fenster. Den Schrecken verwindet David nicht, er gerinnt ihm zu der unumstößlichen Gewissheit, er sei "dem Untergang geweiht". Bis zum Schluss wird es der Leser mit einer arg derangierten Seele zu tun haben.

In geradezu kindischer Manier geht der Junge vor dem Schicksal in Deckung. Er stylt und kleidet sich neu, erfindet sich einen Gefährten, den Windhund Boy, und lässt mit dem Namen David das Leben des unscheinbaren, wehrlosen Pubertierenden hinter sich. "Justin Case konnte nichts Schlimmes zustoßen, weil es ihn gar nicht gab." Innerhalb weniger Seiten und mit entwaffnender Selbstverständlichkeit wird diese veräußerlichte Metamorphose vollstreckt. Realien stehen neben Phantasmen, Sein und Schein treffen aufeinander und werden eins. So …

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"Einer der aufregendsten Jugendromane des letzten Jahres" DIE ZEIT über "So lebe ich jetzt" "Ein umwerfender Debütroman ... frisch, ehrlich, unverschämt, komisch, verzweifelt, sexy und ohne einen einzigen falschen Ton" The Guardian über "So lebe ich letzt" "Das grandiose Spiel mit der Identität, das Kreisen ums eigene Ich wird von Meg Rosoff mit Witz und Tempo, verquast-verspieltem Humor und jugendlichem Drive in einen verrückten Roman gegossen." (WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG) "Nach ihrem vor drei Jahren erschienenen preisgekrönten Debüt >So lebe ich jetztwas wäre wenn(FAZ) "Jenseits von Kolportage und Problembuch präsentiert Meg Rosoff ein herrlich eigenwilliges Terrain. Ihr literarisches Vexierspiel mit Justin wie mit dem Leser verwendet surreale, magisch-neurotische Momente zur Manipulation einer - nahezu - vorstellbaren Geschichte." (FAZ)
Bevor sie anfing zu schreiben, arbeitete Meg Rosoff in vielen verschiedenen Jobs, unter anderem im Verlagswesen und in der Werbung. 1989 zog sie von New York nach London, wo sie heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. In Großbritannien stand sie mit So lebe ich jetzt lange auf der Bestsellerliste für Erwachsene.

Kundenbewertungen zu "Was wäre wenn" von "Meg Rosoff"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Acucena aus Aachen am 22.11.2011 ***** sehr gut
David Case ist fast 16 Jahre alt, als etwas geschieht , was ihn völlig aus der Bahn wirft und alles verändern wird... Er rettet seinen jüngeren Bruder vor einem Fall aus dem Fenster. Von nun an bewegt ihn die Frage: Was wäre wenn? Sie bestimmt ab diesem Zeitpunkt seine Gedanken, sein Verhalten, seine Entscheidungen.

David hadert mit dem Schicksal, was es aber ganz besonders auf ihn abgesehen hat. So meint er zumindest. Er fühlt sich förmlich von seinem eigenen Leben verfolgt. Sein Wahn geht dabei so weit, dass er seinen Namen in Justin ändert. Mit Veränderungen der Äußerlichkeiten verspricht er sich die Flucht. Und ganz nebenbei lernt er dabei Agnes kennen und zieht schließlich sogar bei ihr ein..

Allein das Cover ist ungewöhnlich gestaltet, doch noch unkonventioneller ist die Geschichte des Buches. Ganz und gar nicht alltäglich, schildert sie eindrucksvoll, aber auch mitfühlend das Leiden des Sechzehnhjährigen. Durch ein kurzes, aber einschneidendes Ereignis, verändert sich Davids Welt in enormen Ausmaßen. Mehr oder weniger allein mit seinen Verwirrungen, sucht er krampfhaft nach Auswegen.

Mit ganz normalen Ängsten und Sorgen Jugendlicher hat das Buch meiner Meinung nach wenig gemein. Davids Verhalten weicht dafür einfach viel zu sehr von einem üblichen Maß ab. In vielen Situationen wirkt dies so beklemmend, dass man schon von einer Krankheit sprechen dürfte. Das sind schon keine Hirngespinste mehr. Schwer verdaulicher Lesestoff, der dennoch in einem flüssigen Stil geschrieben ist.

Für mich zeigt das Buch einmal mehr, dass Probleme Jugendlicher nicht zu unterschätzen sind. Auch wenn sie in dieser Geschichte drastische Ausmaße annehmen, handelt es sich trotzdem um ein lesenswertes Buch, das durchaus für den verantwortungsvollen, selbstbewußten Leser ab 14 Jahren geeignet ist.

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Bewertung von kleinJuri aus Bad Berka am 19.10.2010 ***** ausgezeichnet
Das Leben ist kostbar. Manchmal trennt uns nur eine Messerspitze vom Tod. Das erkennt auch David Case als er seinen kleinen Bruder vor dem Fall aus dem Hochhaus rettet. Er beschließt seinen Namen und seine Identität komplett zu ändern, um vom Schicksal unentdeckt zu bleiben, und nennt sich nun ab sofort Justin Case. Seine junge Krise intensiviert sich zusätzlich durch die 4 Jahre ältere Agnes, in die sich Justin unglücklich verliebt. Bis David alias Justin wieder zu sich selber findet, muss er noch einen harten Weg durchstehen. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten!
Der Protagonist ist 15 Jahre alt. Mitten in der Höchstphase der Pubertät. Fragen über Fragen schießen einem durch den Kopf. Plötzlich fühlt man sich nicht mehr wohl in der eigenen Haut. Eine Veränderung muss her! Wen wundert es da, wenn man sich vom Schicksal verfolgt fühlt und eine neue Identität ausprobiert? Genau dazu entschließt sich David Case. Verrückt, zum Teil verspielt, zum Teil melanchonisch, aber dennoch einzigartig. Genauso erzählt Meg Rosoff die Geschichte eines Jungen, der einen etwas anderen Weg vom Kind zum Erwachsenen durchschreitet. Am Anfang war ich noch recht skeptisch, weil ich mir nur wenig unter dem Klappentext vorstellen konnte. Aber bereits nach den ersten 20 Seiten, war ich wie gefesselt und wollte wissen, welche Ereignisse den Protagonisten noch beschäftigen werden. Gerade, weil es nicht dem typischen Jugendroman mit Drogen, Alkohol und Sex, sowie Streit mit Eltern oder Freunden, entspricht, mochte ich diese Geschichte sehr gerne lesen. Deshalb empfehle ich Rosoffs Roman wärmstens an die weiter, die von Ottonormalgeschichten rund um das Erwachsenwerden satt sind!

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Bewertung von Miss XY aus Bad Berka am 12.09.2010 ***** gut
David Case rettet seinem kleinen Bruder das Leben und ist überzeugt davon, dass das Schicksal wieder zuschlagen wird. Doch genau das will David verhindern. Aufgrund dessen versucht er davon zu laufen. Er wechselt seinen Style, macht Bekanntschaft mit dem sonderbaren Mädchen Agnes, legt sich einen Windhund zu, der nur in seinem Kopf existiert und lässt sich nur noch unregelmäßig zu Hause blicken. Außerdem ändert er seinen Namen in Justin Case. Nur für den Fall. Justin beginnt wegzulaufen vor dem Schicksal.
Was wäre wenn...? Wie oft stellen wir uns diese Frage? Nur kommen wir dabei sicher nicht auf so einfallsreiche Ideen wie David bwz. Justin. Ich finde das Buch seltsam, sonderbar und lustig. Es ist mir ein Rätsel wie die Autorin sich einen so merkwürdigen Protagonisten auszudenken. Neben wenigen witzigen Passagen finde ich das Buch eher langweilig und nicht realitätsnah. Wenn es nicht Schullektüre gewesen wäre hätte ich es sicher vorzeitig abgebrochen oder gar nicht erst angefangen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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