Von Frühling bis Herbst teilt Bruni Prasske seit zwei Jahren ihre
Nächte mit Rex, dem Wohnwagen. Rex steht in Hamburg Blankenese an
der Elbe, sie fand zu ihm aus Liebesleid, er sollte sie vom
Verlassenwordensein ablenken. Von ihrem Bett aus kann sie die
Ozeandampfer beobachten und den heimischen Sternenhimmel.
Doch wer unter die Camper gerät, entdeckt weit mehr. Die Großstadt
ist nah und fern zugleich - was auch für Strom und fließendes
Wasser gilt. Exzentrische bis bodenständige Nachbarn einerseits und
durchreisende Camperprofis mit ihren Movern, Satellitenschüsseln
und akkurat abgespannten Vorzelten andererseits halten den Neuling
auf Trab.
Bruni Prasske erfährt die Heimat neu und lernt, sich in einer
Männerwelt zu behaupten. Denn auf dem Campingplatz herrschen
vermeintlich klare Verhältnisse: Frauen sind für die Küchenzeile
und fürs Vorzelt zuständig. Beim Lagerfeuer werden
Wohnwagen-Sozialisations-Geschichten ausgetauscht. Von all diesen
Erlebnissen weiß die Autorin sehr amüsant zu erzählen.
»Wenn es stimmt, dass die Lieben auf den zweiten Blick die schönsten sind, dann ist die Beziehung zwischen Bruni und Rex ein zuverlässiger Beleg für die Theorie. Ein schön zu lesender obendrein, denn die Autorin spart weder mit Selbstironie noch mit scharfen Beobachtungen.« kues.de 23.05.2012
»(...) sehr amüsant.« Brigitte 30.05.2012
Bruni Prasske studierte Interkulturelle Pädagogik, arbeitete als Sozialarbeiterin mit Asylbewerbern (das macht sie auch heute halbtags noch), lernte exotische Sprachen und reiste. Unter anderem in den Iran, woraus der Reisebericht ›Mögen deine Hände niemals schmerzen‹ entstand.