Max und Moritz auf Mittelhochdeutsch - Busch, Wilhelm

Wilhelm Busch 

Max und Moritz auf Mittelhochdeutsch

Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch

Mittelhochdeutsche Nachdichtung u. Nachwort v. Rien van den Broek
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Max und Moritz auf Mittelhochdeutsch

Maneger hât der arbeit vil durch daz liebe vederspil.

der hüener mouz man triulich phlegen, daz si dicke eier legen, unde an dem sunnentac man einen vogel ezzen mac.

Sagt Ihnen das was? Genau, das Lob der Hühner, die der armen Witwe Bolte auf so perfide Art und Weise ums Leben und Eiergeben gebracht werden, nur diesmal um 800 Jahre zurückversetzt ins Mittelhochdeutsche und in die Zeit der Maeren und Schwänke. Das passt wie die Faust aufs Auge - meint nicht nur der Übersetzer, der niederländische Germanist Rien van den Broek.


Produktinformation

  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 79 S. m. 94 Abb.
  • Seitenzahl: 78
  • Reclam Universal-Bibliothek Nr.18879
  • Deutsch
  • Abmessung: 154mm x 98mm x 8mm
  • Gewicht: 42g
  • ISBN-13: 9783150188798
  • ISBN-10: 3150188792
  • Best.Nr.: 34561748
Wilhelm Busch, 15. 4. 1832 Wiedensahl bei Hannover - 9. 1. 1908 Mechtshausen bei Seesen. Der Sohn eines Krämers brach das 1847 in Hannover begonnene Maschinenbaustudium 1851 ab und schrieb sich stattdessen an der Düsseldorfer Kunstakademie ein. 1852-53 setzte er das Studium in Antwerpen fort, 1854 wechselte er - nach einer durch Krankheit und Selbstzweifel bedingten Unterbrechung - nach München. Hier blieb er bis 1868, unterbrochen von längeren Aufenthalten in Wiedensahl und Wolfenbüttel. Von 1869 bis 1872 wohnte er, freundschaftlich verbunden mit der Bankiersgattin Johanna Keßler, in Frankfurt a. M. Danach lebte er mit seiner Schwester in Wiedensahl, bis er 1898 zu seinem Neffen nach Mechtshausen zog. Während er sich als Maler nicht durchsetzen konnte - annähernd 1000 meist kleinere Ölgemälde sind gleichwohl erhalten -, erregte sein Talent als Zeichner und Karikaturist die Aufmerksamkeit des Verlegers der humoristischen Zeitschrift 'Fliegende Blätter'; 1859 erschienen hier und in den 'Münchener Bilderbogen' seine ersten Arbeiten. Mit 'Max und Moritz' (1865) begann die Zeit der eigenständigen großen Bildergeschichten, die die Tradition des komischen Epos aufnahmen und mit ihrer Satire zunächst indirekt, dann auch direkt auf das Bürgertum v. a. der Gründerzeit zielten. B.s pessimistische Grundtendenz, die Provokation durch das Grausame und Groteske standen seinem Erfolg nicht im Weg; sie wurden, nicht zuletzt auf Grund ihrer saloppen Sprachform mit Zitaten für alle Lebenslagen, als Humor missverstanden. Auch als Lyriker, von Heine beeinflusst, zeigte sich B. als Virtuose der Sprache. In den späteren Lebensjahren entstand autobiographische und dichterische Prosa.

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