Hartland - Büscher, Wolfgang

Wolfgang Büscher 

Hartland

Zu Fuß durch Amerika

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Hartland

So haben wir Amerika noch nie gesehen.
Ein einzigartiges Reiseabenteuer: zu Fuß von Kanada bis Mexiko, drei Monate, 3500 Kilometer durch das Herz Amerikas. Wolfgang Büscher wird von Grenzern verhört, schläft in gespenstischen Motels und viktorianischen Herrenhäusern, wird auf offener Straße von einem Sheriff gefilzt, flieht aus einem Nachtasyl, trifft rätselhafte Cowboys und Sektenführer, bis er den Rio Bravo erreicht und in der mexikanischen Wüste verschwindet.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 300 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 300
  • rororo Taschenbücher Nr.62681
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 23mm
  • Gewicht: 265g
  • ISBN-13: 9783499626814
  • ISBN-10: 3499626810
  • Best.Nr.: 35682764
"Die gescheiteste, schönste und anrührendste Reflexion über Amerika, die sich denken lässt." ROLLING STONE

"Wie Büscher Geschichten zutage fördert, ist packend und zeugt von seiner großen Erzählkraft." NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Harry Nutt hat hier einmal ein anderes Amerika kennengelernt. Wenn einer wie Wolfgang Büscher zu Fuß loszieht, um die USA von Nord nach Süd zu durchwandern, erwartet Nutt auch keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn. Nutt spricht von einer Gegenerzählung zum amerikanischen Mythos, weil Wolfgang Büscher sich und seinem Thema Trivialisierungen, Auslassungen und Pausen gönnt. So entsteht für Nutt eine langsame und also eher unbekannte Erkundung amerikanischer Landschaften. Das Gefühl beim Leser beschreibt Nutt als eine gesteigerte Fremdheit.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.05.2011

Der lange Weg durch die Mitte
Wolfgang Büscher wandert durch Amerika und traut sich nicht über den Weg

Eine verkehrte Art des Reiseberichts, die dem Leser das Land rätselhaft macht, statt ihn mit Tipps zu behelligen

Je weiter man Wolfgang Büscher auf seinen Märschen folgt, desto mehr Fragen stellen sich. Dies ist nun schon die dritte Reise zu Fuß, die er in einem Buch beschreibt, und wer die beiden vorigen gelesen hat, müsste langsam wissen, um was es auf diesen Reisen geht oder zumindest wer da geht, aber das Gegenteil ist der Fall.

Im Fall dieser Reise durch Amerika kommt hinzu, dass der allein und zu Fuß gehende Mann mittleren Alters dort eine suspekte Erscheinung ist, zumal, wenn er früh im Jahr und durch die Mitte läuft. Ohne Auto, ohne Arbeitsmittel, ohne Familie, ja nicht mal mit Hund - solche Gestalten kennt dort nur der Horrorfilm, im Rucksack kann man Machete und Schrumpfkopf vermuten. Das weiß und spürt der Wanderer, der sich bald selbst suspekt ist. Schon bei der Einreise, die eine fiese und demütigende Verhörprozedur vorsieht, neigt der Reisende dazu, sich in vorauseilender Hermeneutik immer auch mit dem Blick …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.05.2011

Das Maß des weiten Raumes
Wolfgang Büscher reist zu Fuß – diesmal durch die USA, und wenn irgendwo der Fußgänger eine bizarre Figur ist, dann in diesem Land
Friedrich Nietzsche unterschied zwischen den ersessenen Wahrheiten, die sich am Schreibtisch einstellen, und den ergangenen – seinen –, die nur dem zufallen, der zu Fuß unterwegs ist. Auf dieser Spur wandelt Wolfgang Büscher. Nicht hinter dem Steuer des Autos oder vom Sessel der Bahn aus erschließt er sich die Länder, die er bereist; er schnürt seinen Rucksack und geht. Auf diese Weise hat Büscher bereits die Strecke Berlin-Moskau zurückgelegt und Deutschland entlang seiner Grenzen umrundet. Nun hat er sich seinen bisher längsten Weg ausgewählt: Er durchmisst die Vereinigten Staaten von Amerika, und zwar nicht auf der üblichen Ost-West-Achse, sondern von Norden nach Süden, von North Portal an der kanadischen Grenze bis Matamoros in Mexiko, quer durch jenes Areal also, das die Snobs in New York und San Francisco gern Fly-over-Country nennen, seine Bewohner aber Middle America oder, noch lieber, Heartland.
Diesen Eigennamen hat auch Büscher zum Titel genommen, aber mit signifikanter …

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Wolfgang Büscher, geboren 1951, hat für die "Süddeutsche Zeitung", "Geo" sowie die "Neue Zürcher Zeitung" geschrieben und das Ressort Reportage bei der "Welt" geleitet. Heute ist er Autor der "Zeit". Wolfgang Büscher erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik, den Wilhelm-Müller-Literaturpreis, den Theodor-Wolff-Preis sowie den Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis und 2006 den Ludwig-Börne-Preis.

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Kundenbewertungen zu "Hartland" von "Wolfgang Büscher"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** gut)
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(1)
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Bewertung von Everett aus Barsinghausen am 28.06.2012 ***** gut
Zu Fuß durch die USA von Nord nach Süd, von North Portal bis Brownsville. Zu Fuß wäre eher der Ausdruck ohne eigenes Auto, denn als auf der Straße aufgelesener Wanderer kann der Autor durchaus oftmals in einem Auto mitfahren. Von den sicherlich eher einsamen Tagen der Wanderung liest man weniger, dafür von besonderen Begegnungen und Eindrücken. Teilweise regelrecht poetisch geschildert. Den Ort Hartland, der einst Heartland hieß, entdeckte er in Norddakota. Das Ende der Geschichte der Plainsindiander wird recht ausgiebig erwähnt, hat ja auch was tragisches. Der Autor hat auf seiner Reise vielfältig Begegnungen, aber eigentlich sind diese durchweg freundlich und hilfsbereit, auch wenn manch ein Sheriff ihn erstmal die Beine spreizen lässt, da ein Fußgänger eher ungewöhnlich ist.
Eine etwas andere Reisegeschichte, die sich gut lesen lässt, und wo man durchaus mehr Lust auf Reisegeschichten, und Begegnungen bekommt.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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