Soziale Demokratie im globalen Zeitalter - Held, David

David Held 

Soziale Demokratie im globalen Zeitalter

Übersetzer: Adrian, Michael
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Soziale Demokratie im globalen Zeitalter

Ob Seuchen oder Terrorismus für globale Probleme gibt es keine nationalen Lösungen. Doch welcher Akteur könnte diese Herausforderungen bewältigen? Für David Held ist dazu nur eine große Koalition aus alten Europäern und liberalen Amerikanern, Entwicklungsländern und sozialen Bewegungen in der Lage. Diesem Bündnis für globale soziale Demokratie hat er ein Grundsatzprogramm geschrieben. Jenseits von Radikalopposition und neoliberalem "Weiter so" entwirft er eine pragmatische Utopie: eine Reform des UN-Sicherheitsrats, die Entwicklung demokratischer Institutionen jenseits des Nationalstaats und den Abbau von Handelsschranken zugunsten der Entwicklungsländer.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 287 S.
  • Seitenzahl: 287
  • Edition Suhrkamp Nr.2504
  • Best.Nr. des Verlages: 12504
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 109mm x 22mm
  • Gewicht: 172g
  • ISBN-13: 9783518125045
  • ISBN-10: 3518125044
  • Best.Nr.: 20949161
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.07.2007

In Washington ist nur ein starker Wolf am Werk
Mit antihegemonialem Zorn: David Held fegt in seinem Buch das Spielfeld der Globalisierung frei

Deutlicher als der politologische Allerweltstitel der deutschen Ausgabe zeigt der Originaltitel, worum es in diesem Buch geht: "Global Covenant. The Social Democratic Alternative to the Washington Consensus". Hinter dem "Global Covenant" verbirgt sich ein politisches, soziales und wirtschaftliches Reformpaket, das die Globalisierung auf den Weg des Völkerrechts zurückführen und eine neue, auf den Prinzipien des Rechts, der Demokratie und der Gerechtigkeit basierende multilaterale Weltordnung begründen möchte.

Dieser von David Held vorgestellte Weltvertragsentwurf wirbt für ein Bündnis der Völkerrechtsfreunde und Anhänger internationaler Institutionen. Er zeichnet die Umrisse einer vernünftigen Gestaltung der Globalisierung und stellt sich mit Entschiedenheit gegen den Washington-Konsens, der sich in Reaktion auf die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon im Herzen der einzig verbleibenden Supermacht ausgebildet hat - und insbesondere seit dem Irakkrieg das internationale …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Für Wolfgang Kersting besitzt dieses Buch durchaus Anregungspotential. Wie sich Globalisierung in Einklang mit Recht, Gerechtigkeit und demokratischen Grundsätzen bringen lässt, hat Kersting - anders als sein Kollege Gregor Schöllgen - bei David Held lernen können, der seine Perspektive in Absetzung zu neokonservativen Positionen aus Washington und auf einem von Mythen und Vorurteilen freigeräumten Feld entwickelt. Dass eine Dämonisierung der Globalisierung beiden Extremen des nationalpolitischen Spektrums von Nutzen ist, wie Held darlegt, leuchtet Kersting unmittelbar ein. Ebenso Helds Vorschläge zur Nutzung der durch eine Weltmarktordnung gegebenen Chancen. Helds auf kleiner hermeneutischer Flamme gekochte antihegemoniale Verve empfiehlt der Rezensent all denjenigen, die ein "kosmopolitisches Programm" erst konstruieren, anstatt es aus bereits bestehenden "menschenrechtlichen Überzeugungen" abzuleiten.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Gegen Ende seines anregenden, gut zu lesenden, mit antihegemonialem Zorn und kosmopolitischer Leidenschaft geschriebenen Buches buchstabiert Held die Prinzipien noch einmal aus, die seinem globalen Bündnis unterliegen. Sie entstammen unseren menschenrechtlichen Überzeugungen und zeigen, dass diesen ein kosmopolitisches Programm von Beginn an eingeschrieben ist. Und Philosophen, die dazu neigen, die Gemeinplätze unseres moralisch-kulturellen Selbstverständnisses mit großer Konstruktionsgebärde zu begründen, können von Held lernen, mit welch geringem hermeneutischen Aufwand man zu demselben Ergebnis kommen kann.«

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David Held ist Professor für Politische Wissenschaften und Co-Director der London School of Economics.

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