Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie (eBook) - Claus Leggewie, Harald Welzer

Harald Welzer Claus Leggewie 

Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie (eBook)

eBook
 
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Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie (eBook)

Wie sollen Demokratien auf die Krisen in Ökonomie und Ökologie gerecht und nachhaltig reagieren?

Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, schwindende Ressourcen und der Raubbau an der Zukunft der kommenden Generationen bilden einen beispiellosen sozialen Sprengstoff. Die Analyse der sich auftürmenden Krisen zeigt, wie Demokratien dabei unter die Räder kommen, wenn sie nicht radikal erneuert werden und den Weg aus der Leitkultur der Verschwendung finden.


Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783104006420
  • ISBN-10: 3104006423
  • Best.Nr.: 31893001

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Eine politisch, ja existentialistisch aufgeheizte Atomsphäre herrscht nach Ansicht von Rezensent Uwe Justus Wenzel bisweilen in Claus Leggewies und Harald Welzers Buch über "Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie". Doch auch wenn für ihn manche Diagnose alarmistisch klingt, schätzt er die beiden Autoren nicht als Apokalyptiker ein. Er versteht sie eher als "gut informierte Krisenhermeneutiker", die kritisch mit dem technokratischen Krisenmanagement ins Gericht gehen, Handlungsblockaden analysieren und für einen Wandel der Lebensführung, der Marktwirtschaft sowie für mehr Demokratie plädieren. Die Rede von einer "APO 2.0", wie die Autoren die ersehnte neue große Bürgerbewegung nennen, scheint Wenzel freilich etwas plakativ. Er sieht in diesem Kontext eine inzwischen in Mode gekommene "politische Psychologie der Selbstaufforderung und Selbstermunterung" am Werk. Für Wenzels Geschmack ist das ein wenig zu überschwänglich. "Man ist entschlossen", analysiert er nüchtern die Begeisterung der Autoren, "weiß aber noch nicht so genau, wozu."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.09.2009

Sachbücher des Monats Oktober
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücherder Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. MAGGIE BLACK / JANNET KING: Der Wasseratlas. Ein Weltatlas zur wichtigsten Ressource des Lebens. Aus dem Englischen von Heidi Krohn, Europäische Verlagsanstalt, 126 Seiten, 19,90 Euro.
2.-3. PAUL COLLIER: Gefährliche Wahl. Wie Demokratisierung in den ärmsten Ländern der Erde gelingen kann. Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt, W. J. Siedler Verlag, 272 Seiten, 19,95 Euro.
VOLKER ZASTROW: Die Vier, Rowohlt Berlin, 416 S., 19,90 Euro.
4. WALTER FRANZ: Charismatiker und Effizienzen. Porträts aus 60 Jahren Bundesrepublik, Suhrkamp Verlag, 405 Seiten, 15,00 Euro.
5. CLAUS LEGGEWIE / HARALD WELZER: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie, S. Fischer, 288 S., 19,95 Euro.
6. ARNO BORST: Meine Geschichte. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Gustav Seibt, Libelle Verlag, 128 Seiten, 16,90 Euro.
7. NORBERT MILLER: Die ungeheure Gewalt der Musik. Goethe und seine Komponisten, Carl Hanser Verlag, 448 Seiten, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.11.2009

3. Warum machen wir so weiter?

Im vergangenen Jahr gab es Menschen, die behauptet haben, dass die Insolvenz der Lehman-Brothers-Bank im September 2008, sie nannten es das "9/15", für die Welt einen schwereren Schock bedeutet habe als "9/11", der Anschlag auf das World Trade Center als Symbol des westlichen Finanzkapitalismus. In Harald Welzers und Claus Leggewies Buch "Das Ende der Welt, wie wir sie kannten - Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie" taucht diese Behauptung auf den ersten Seiten jetzt wieder auf. Lehman Brothers stehe für das keineswegs überwundene System organisierter Verantwortungslosigkeit, das nach irrwitzigen Hoffnungen auf Superrenditen Millionen Menschen die Arbeit und ihren Lebensunterhalt koste, Kinder und alte Leute in eine neue Armut stürze und die Handlungsfähigkeit von Staaten einschränke. Und man fragt sich natürlich, was solche Vergleiche überhaupt sollen; wem damit gedient ist, das eine inkommensurable Ereignis, immerhin ein Massaker, gegen das andere auszuspielen. Der Erkenntnis dienen solche Vergleiche ja meistens nicht, eher handelt es sich um rhetorische Argumentationstricks.

Allerdings wäre es ein Fehler, …

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Claus Leggewie, geboren 1950, Professor für Politikwissenschaft und Publizist, ist Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, wo er den Forschungsschwerpunkt KlimaKultur ins Leben rief. Von 1995 bis 1997 war er erster Inhaber des Max Weber-Chair an der New York University; er bekleidete Gastprofessuren an der Université Paris-Nanterre und am Institut für die Wissenschaften vom Menschen Wien und war 1999/2000 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin.

Prof. Dr. Harald Welzer, geboren 1958, ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen und lehrt Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke sowie an der Emory University Atlanta.

In den S. Fischer Verlagen sind erschienen: "'Opa war kein Nazi'. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis" (zus. mit S. Moller und K. Tschuggnall, 2002); "Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden" (2005), ""Der Krieg der Erinnerung. Holocaust, Kollaboration und Widerstand im europäischen Gedächtnis" (als Hg., 2007) und (zus. mit Claus Leggewie) "Das Ende der Welt, wie wir sie kannten" (2009).