Der Hessische Landbote markiert den Höhepunkt der
revolutionären Publizistik im deutschen Vormärz. Die von Friedrich
Ludwig Weidig gemeinsam mit Georg Büchner verfasste
sozialrevolutionäre Flugschrift stellt die ökonomischen
Verhältnisse als die fundamentale Ursache der politischen
Unfreiheit dar und ruft in einer ungewöhnlichen Radikalität zum
Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse auf.
Die Studienausgabe bietet den kritischen Text beider überlieferter
Fassungen des Hessischen Landboten vom Juli und vom
November 1834, außerdem einen umfangreichen Kommentar mit
Anmerkungen, Schriften aus dem Umkreis des Hessischen
Landboten, Material wie Verhöraussagen und
Untersuchungsberichte sowie ein ausführliches Nachwort.
Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren und starb am 19. Februar 1837 in Zürich. Er war das erste von sechs Kindern. Ab 1831 studierte er Medizin und Naturwissenschaften in Straßburg und ab 1833 auch Geschichte und Philosophie in Gießen. Er gründete 1834 die geheime Gesellschaft für Menschenrechte und verfasste zusammen mit Ludwig Weidig, einem führenden Oppositionellen, die Flugschrift Hessischer Landbote . Damit riefen sie die hessische Landbevölkerung zur Revolution gegen die Unterdrückung auf. 1834 siedelte er nach Darmstadt um. In dieser Zeit entstand Dantons Tod . Ein Jahr später floh er nach Straßburg. 1836 wurde ihm die Doktorwürde der Universität Zürich verliehen und er begann seine Lehrtätigkeit als Privatdozent für vergleichende Anatomie. Schon vor seiner Übersiedlung nach Zürich hatte Büchner seine Arbeit am Woyzeck begonnen. Das Werk blieb ein Fragment. Anfang 1837 erkrankte Büchner an Typhus und starb kurz darauf an dieser Krankheit.
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