Zwölf Stühle - Il'f, Ilja; Petrow, Jewgeni

Ilja Il'f Jewgeni Petrow 

Zwölf Stühle

Roman

Aus d. Russ. v. Ranate u. Thomas Reschkei
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Produktbeschreibung zu Zwölf Stühle

Auf der Suche nach einem Juwelenschatz jagen drei Gauner durch das nachrevolutionäre Russland und stolpern von einem Abenteuer ins andere. Die treffende Realsatire, die umwerfende Situationskomik und originelle Sprache dieses großen Schelmenromans machen ihn zu einem Glanzstück der Weltliteratur.

Am Sterbebett seiner Schwiegermutter erfährt Ippolit Worobjaninow ihr bestgehütetes Geheimnis: In einem der zwölf Stühle aus dem alten Esszimmer der Familie hat die einst wohlhabende Aristokratin ihre Juwelen versteckt. Worobjaninow, der seit Ausbruch der Revolution ein jämmerliches Provinzdasein als Standesbeamter fristet, begibt sich auf die Suche nach dem Millionenschatz. Schon bald begegnet er einem erbitterten Konkurrenten: Väterchen Fjodor, ein gewitzter Pope, konnte der Sterbenden ebenfalls das Geheimnis entlocken. Ostap Bender, ein kleiner Gauner und "großer Kombinator" von ebenso kaltschnäuziger Frechheit wie spitzbübisch charmanter Schläue, trägt den vertrottelten Worobjaninow seine Dienste an, wird sein Kompagnon, nimmt ihn nach Kräften aus und reißt die Suche nach den Stühlen entschlossen an sich. Sie durchqueren halb Sowjetrußland, werden in die amüsantesten Turbulenzen verwickelt und haben es immer wieder mit Verhältnissen zu tun, die dem offiziellen Propagandabild in keiner Weise entsprechen.
Die chaplineske Situationskomik, bissige Realsatire und der umwerfende Sprachwitz haben diese zeitlose, meisterliche Gaunerkomödie weltberühmt gemacht. Sie erschien erstmals 1928 und ist seitdem mehrfach verfilmt worden.

Produktinformation


  • Abmessung: 187mm x 118mm x 37mm
  • Gewicht: 390g
  • ISBN-13: 9783630620671
  • ISBN-10: 3630620671
  • Best.Nr.: 11934008
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Brillanten hat die Schwiegermutter von Ippolit Worobjaninow in einem der zwölf Stühle des alten Esszimmers versteckt. Das verrät sie dem Schwiegersohn auf dem Sterbebett, aber leider auch dem Pfarrer. Dumm nur, dass die zwölf Stühle inzwischen überall in Russland verstreut sind - und die beiden Provinzler sich auf eine Odyssee durch das just revolutionierte Land begeben müssen. Dass sie dabei nicht unbedingt auf die gelebte Propaganda der End-Zwanziger treffen, sondern vielmehr auf aberwitzige Überlebens-Strategien und skurrile Handhabungen der Moskauer Jahresplanungen, macht den Roman, der zwischen 1927 und 1928 entstanden ist, nicht nur zu einer schnellen Screwball-Comedy, sondern hat ihn auch lange aus den Buchhandlungen verbannt. Die von allen Zensureingriffen befreite Ausgabe wurde erst vor drei Jahren in Moskau veröffentlicht. Schräg-skurrile Lektüre, die Lebenskunst pur bietet - für Fans von Tolstoi ebenso wie für Anhänger russischer Bahnfahrten. (bl)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.06.2001

Wo ist der Familienschmuck?
Schelmenroman: "Zwölf Stühle" von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow

Es gibt Bücher, die man als alte Bekannte begrüßt. Wir wundern uns, wo sie so lange gewesen, erinnern uns heiterer Stunden und wollen alles über ihr Schicksal wissen. Zu diesen Büchern zählt, für mich wenigstens, Ilja Ilfs und Jewgeni Petrows Roman "Zwölf Stühle", eine sowjetische Spitzbuben- und Gaunergeschichte, einzig in ihrer Art, in Rußland ein moderner Klassiker. Sie wurde in fünfzehn Sprachen übersetzt und siebenmal verfilmt, zweimal in Rußland, in Österreich, Kuba und zuletzt Anfang der achtziger Jahre in Hollywood, von und mit Mel Brooks.

Ilf und Petrow, die beide aus Odessa stammten, hatten ihre eigenen Gründe, als Autorenteam unter anderen Namen zu arbeiten. Ilf hieß eigentlich Ilja Arnoldowitsch Fainsilberberg, und Petrow war der jüngere Bruder des sowjetischen Erfolgsautors Valentin Katajew, der das Sujet der "Zwölf Stühle" Ilf und Petrow überließ, um zu sehen, was sie daraus machten. Die unbekümmerte Fabulierfreudigkeit und die erfinderische Sprachkunst der beiden war Katajew weit voraus - ungeachtet aller …

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"... das lustigste Buch Rußlands ..." Die Zeit

"... eine sowjetische Spitzbuben- und Gaunergeschichte, einzig in ihrer Art, in Rußland ein moderner Klassiker."
Ilja Ilf (1897-1937) arbeitete zusammen mit Jewgeni Petrow (1903-1942) in den zwanziger Jahren als Journalist für verschiedene Satireblätter. Nach den Zwölf Stühlen veröffentlichten sie 1931 den Roman Das goldene Kalb oder Die Jagd nach der Million (dt. 1958) sowie Erzählungen und Feuilletons (Beziehungen sind alles, dt. 1981).

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