Zwischen Apokalypse und Alltag - Beganovi´c, Davor; Borissova, Natalia; Frank, Susanne; Grigorieva, Nadejda; Grob, Thomas; Koch, Lars

Davor Beganovi´c Natalia Borissova Susanne Frank Nadejda Grigorieva Thomas Grob Lars Koch 

Zwischen Apokalypse und Alltag

Kriegsnarrative des 20. und 21. Jahrhunderts

Hrsg.: Natalia Borissova, Susi K. Frank, Andreas Kraft
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Zwischen Apokalypse und Alltag

Wie vom Krieg erzählen? Die Frage nach den Möglichkeiten und Notwendigkeiten, aber auch nach der schuldhaften Verstrickung von Erzählungen in kriegerische Handlungen ist in den letzten 100 Jahren immer wieder gestellt worden. Sie hat nicht nur eine narratologische, sondern auch eine politische und moralische Dimension. Was ist Krieg eigentlich? Die Beiträger/-innen dieses Bandes gehen von der Beobachtung aus, dass man in den europäischen bzw. okzidentalen Kulturen von gemeinsamen Entwicklungen in der narrativen Darstellung von Krieg in der Literatur und den modernen Bildmedien sprechen kann, die einerseits die Notwendigkeit des bezeugenden Dokumentierens hervorheben und andererseits die Erzählbarkeit von Krieg problematisieren. Zugleich kann man die Persistenz narrativer Muster wie »Apokalypse«, »Neuanfang« oder »Ausnahme« in den Kriegserzählungen des 20. und 21. Jahrhunderts sowie deutliche Unterschiede zwischen einzelnen national geprägten Erzähltraditionen feststellen. Diese Aspekte stehen im Fokus der Beiträge, die anhand von Beispielen aus den Literaturen West-, Mittel- und Osteuropas und der USA sowie am Beispiel von Filmen, aus der Medienberichterstattung, von Kriegstagebüchern und ethnografischen Skizzen, von Bilddokumenten oder von philosophischen Kriegsdiskursen argumentieren.

Dieser Band geht dem Wandel und der Persistenz von Kriegsnarrativen in den europäischen Literaturen des letzten Jahrhunderts und der Gegenwart nach. Mit Blick auf verschiedene Gattungen, Diskurse und Medien sowie auf die Differenz zwischen den national spezifischen Kulturen stellen die Beiträge die narratologische Frage nach dem Umgang mit der Problematik von Krieg und Erzählen. Narrative oder auch antinarrative Strategien und ihre Funktionsweisen im historischen und kulturellen Kontext stehen im Zentrum der Beiträge, die Erklärungen für den historischen Wandel und die kulturelle und mediale Spezifik anhand von Beispielen aus der Literatur und Medienberichterstattung, von Kriegstagebüchern und ethnografischen Skizzen, von Bilddokumenten oder von philosophischen Kriegsdiskursen suchen. Ziel des Bandes ist es, aus einer kulturübergreifenden und vergleichenden Perspektive die interkulturellen Differenzen und Wechselwirkungen in der erzählenden Darstellung des Krieges sichtbar zu machen.


Produktinformation

  • Verlag: Transcript
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 286 S. zahlr. z.Tl. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 323
  • Kultur- und Medientheorie
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 135mm x 25mm
  • Gewicht: 450g
  • ISBN-13: 9783837610451
  • ISBN-10: 3837610454
  • Best.Nr.: 25502231
Susi K. Frank (Prof. Dr.) lehrt ostslawische Literaturen und Kulturen an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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