Zu den heiligen Quellen des Islam - Trojanow, Ilija

Ilija Trojanow 

Zu den heiligen Quellen des Islam

Als Pilger nach Mekka und Medina

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Zu den heiligen Quellen des Islam

Unter Hunderttausenden moslemischer Pilger nimmt der Schriftsteller Ilija Trojanow an der Hadsch teil, der größten Glaubensbezeugung des Islam. Sein ebenso aufregender wie poetischer Bericht steht in der großen Tradition der Reiseerzählungen über die Hadsch: Ein europäischer Schriftsteller vollzieht die innersten Rituale des Islam. Dabei erlebt er eine mehr als tausend Jahre alte Tradition und eine persönliche Pilgerschaft als Höhepunkt aller Sehnsüchte, als einzigartige Auszeit, so reich an Mühsal und Zermürbung wie an Belohnung und Beglückung.


Produktinformation

  • Verlag: National Geographic; Malik
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 172 S.
  • Seitenzahl: 172
  • National Geographic Taschenbuch Bd.361
  • Deutsch
  • Abmessung: 181mm x 124mm x 13mm
  • Gewicht: 210g
  • ISBN-13: 9783492403610
  • ISBN-10: 3492403611
  • Best.Nr.: 25602331
"Ein hinreißender Bericht." (Frankfurter Rundschau)

"Ein ebenso aufregendes wie poetisches Buch." (Hessischer Rundfunk)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.11.2004

Übungen in Demut
Der europäische Muslim Ilija Trojanow pilgert nach Mekka

Die klassische arabische Literatur kennt seit mehr als tausend Jahren die Gattung der "rihla", des Reiseberichts. Zu der Zeit, da die islamische Kultur ihre höchste Blüte erreichte, brachte sie auch große Reisende hervor, die ihre teilweise abenteuerlichen Erlebnisse lebendig schilderten, etwa Ibn Fadhlan, der in seiner "rihla" unter anderem über die türkischen Völker Westsibiriens und des Wolgaraums schrieb, oder später Ibn Battuta, der Marco Polo des Islams, der in Tanger aufbrach und bis nach Indien vordrang. Diesen weltlichen Reisebüchern standen jene zur Seite, die ausdrücklich die Wallfahrt nach Mekka und den Weg dorthin beschrieben; die Hadsch war ein wichtiges Stimulans für die Reiseschriftsteller. Die berühmteste "rihla" in diesem Kontext ist Ibn Dschubairs "Tagebuch eines Mekkapilgers".

Einige Schilderungen der Wallfahrt und der heiligen Städte Mekka und Medina gibt es auch aus der Feder von Europäern. Autoren wie Richard Francis Burton oder Johann Ludwig Burckhardt mußten Mimikry üben, um dieses für sie lebensgefährliche Unternehmen …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Die höchste Aufgabe, die sich dem Gläubigen bei einer Pilgerfahrt nach Mekka stellt, ist nicht die beschwerliche Reise selbst, sondern das richtige Gebet - das ist eine der vielen Erkenntnisse, die Tobias Gohlis dem Buch von Ilija Trojanow entnommen hat, der sich vor seiner Fahrt in den Islam und seine Gebetsrituale einweisen ließ. "Falsche Haltung des Kopfes, falsche Blickrichtung, falsche Haltung der Hände und der Finger" - die Fehlerquellen sprudeln zahlreich. Doch nach und nach hat sich Trojanow die "spirituelle Schönheit" religiöser Disziplin erschlossen, während die Schönheit dieses Buches nach Ansicht des Rezensenten darin begründet liegt, dass der Autor von seiner Initiation nicht schwärmerisch, sondern mit Klarheit und "Gelassenheit" erzählt. Trojanow wollte herausfinden, "wie man den Islam lebt, und zwar in einem seiner ekstatischen Momente", und er berichtet von dieser Erfahrung, die von der Euphorie "gesteigerter religiöser Intensität" bis zum "Ausnahme-Alltag der Pilgerschaft" reicht, weder distanziert noch missionarisch-eifernd. Fazit des Rezensenten: "Ein Buch, das die guten Seiten des praktizierten Islams herausstellt, wichtig gerade heute."

© Perlentaucher Medien GmbH
Ilija Trojanow, geb. 1965 in Bulgarien, aufgewachsen in Kenia, studierte und arbeitete viele Jahre in Deutschland. Seit 1998 lebt er in Bombay. Trojanow ist Autor, Herausgeber und Verleger. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit afrikanischer Geschichte, Kultur und Literatur. Der Autor erhielt zahlreiche Preise: 1995 den Bertelsmann-Literaturpreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf sowie ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds e.V., 1996 den Marburger Literaturpreis, 1997 den Viktor-von-Scheffel-Preis und Thomas-Valentin-Preis der Stadt Lippstadt und 2000 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. 2009 wurde ihm der Preis der Literaturhäuser verliehen und 2010 wurde er als 'poetischer Chronist der großen Exil- und Migrationsphänomene der Moderne' mit dem Würth-Preis geehrt.

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