Zu Besuch bei Diktatoren - York, Peter

Peter York 

Zu Besuch bei Diktatoren

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Zu Besuch bei Diktatoren

Einmalige Einblicke in die private Welt von Lenin, Stalin, Mussolini, Hitler, Tito, Franco, Peron, Ceausescu, Mobuto, Marcos, Idi Amin, Bokassa, Saddam Hussein, Noriega und Milosevic

Stellen Sie sich vor, Sie haben alle Macht und alles Geld der Welt. Wie richten Sie sich ein? Peter York, Englands meistzitierter und meistgefürchteter Stilkritiker, hat die Häuser und Paläste von Diktatoren unter die Lupe genommen. Und wenn es stimmt, dass man ist, wie man wohnt, dann sagt dieses Buch mehr über die gefährlichsten Männer und Frauen der jüngeren Menschheitsgeschichte aus als jedes Geschichtsbuch.

"Ein höchst originelles Buch von einem der furchtlosesten und unterhaltsamsten Zeitkritiker überhaupt." - Julie Burchill

"Allein die Einrichtung von Saddam Hussein hätte die Invasion gerechtfertigt." - P.J. O'Rourke


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 190 S. m. zahlr. meist farb. Abb.
  • Seitenzahl: 190
  • Heyne Bücher Nr.67516
  • Deutsch
  • Abmessung: 22, 5 cm
  • Gewicht: 534g
  • ISBN-13: 9783453675162
  • ISBN-10: 3453675169
  • Best.Nr.: 20762117
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.01.2007

Der Krieg der Bilder

Saddam verhöhnte Bush in Mosaiken, die Amerikaner zertrümmerten die Standbilder des Diktators, jetzt wurde seine Hinrichtung live gezeigt: Der Krieg im Irak ist auch ein Kampf mit Bildern, wie ein Buch über Tyrannen beweist. Wieso aber werden die Konturen von Gut und Böse dabei so seltsam unscharf?

Von Niklas Maak

Der Krieg im Irak war von Anfang an ein Krieg, der so intensiv wie kaum ein anderer zuvor auch mit Bildern geführt wurde. Das mag daran liegen, dass im "war on terror" der Feind zum ersten Mal vollständig unsichtbar ist - und wenn die Amerikaner bei ihrem Einmarsch sämtliche Saddam-Statuen zertrümmern ließen, dann war dieser archaische Bildersturm auch eine Form von Exorzismus: Wenn der Gegner nicht körperlich zu fassen ist, dann müssen die Spuren seiner Macht vernichtet werden. Noch dramatischer ist die Lage bei Usama Bin Ladin; sein Bild ist allgegenwärtig, er bleibt verschollen, und eine sichtbare Zerstörung der unsichtbaren Gefahr war in Afghanistan nicht möglich, da das Land schon vor dem Einmarsch der Amerikaner wie ein Trümmerfeld aussah. In Bagdad konnten wenigstens die Unmengen von …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

In Peter Yorks bebilderter Kulturgeschichte der Selbstinszenierungen berühmt-berüchtigter Tyrannen hat Niklas Maak aus aktuellem Anlass vor allem die Ikonografie um Saddam Hussein interessiert. Mit dem Autor erzählt der Rezensent von der Befremdung der amerikanischen Soldaten beim Anblick der Gemälde in Saddams Palast: Sollten und konnten Sie ihre ikonoklastische Wut wirklich an Bildern auslassen, die eindeutig der "amerikanischen Fantasy-Trash-Kultur" entsprungen zu sein schienen? Amüsiert berichtet der Rezensent auch von einem nach dem Ersten Golfkrieg angefertigten hinterhältigen Bodenmosaik im Bagdader Hotel "Al Rasheed". Abgebildet war das durch die Inschrift "Bush is criminal" ergänzte Konterfei George Bush seniors, das gemäß seiner Natur als Bodenmosaik täglich mit Füßen getreten wurde. Wie sollte dies zerschlagen werden, ohne als Präsidentenbeleidigung empfunden zu werden? Wie heikel der Umgang mit ikonographischen Mitteln ist, meint der Rezensent abschließend, zeigt sich nicht zuletzt in den unglücklichen Bildern von Husseins Hinrichtung, die einer sonst nur von Entführungen bekannten ikonografischen Inszenierung folgen und den blutrünstigen Diktator daher ikonografisch zur mitleiderregenden Geisel geraten lassen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Peter York, Autor, Journalist und DER Stilguru Englands. Er war über zehn Jahre lang Style-Redakteur bei Harpers & Queen und Kolumnist fürIndependent on Sunday, GQ und Management Today.

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