Das Jahr 1920 - und insbesondere der 20. September - war das
zentrale Schicksalsjahr für das Gebiet um Eupen und St. Vith.
Es steht gleichermaßen für eine schmerzvolle Geschichte bis weit in
das 20. Jahrhundert geprägt durch mehrfache Staatenwechsel ,
Kriegsleiden, innere Zerrissenheit und Ungerechtigkeiten wie für
eine historisch außergewöhnliche Erfolgsgeschichte seit den
1970er-Jahren. In diesem Zeitraum wurde aus der deutschsprachigen
Minderheit im Osten Belgiens sukzessive ein Bundesland, das seine
Rolle in Belgien und Europa gefunden hat und sich heute als Motor
der belgisch-deutschen Beziehungen mit Ausstrahlung nach ganz
Europa versteht.
Das Buch möchte durch das Teleobjektiv die großen
Entwicklungslinien des Gebietes der heutigen Deutschsprachigen
Gemeinschaft einfangen. Durch das Weitwinkelobjektiv wird versucht
die Entwicklung und die heutige Situation der DG in einem breiteren
historischen und politischen Kontext einzuordnen und zu
vergegenwärtigen. Dabei wird einmal mehr deutlich, dass die
Geschichte nicht überall eine vergleichbare Wendung gefunden hat.
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