Zerbrechlich - Picoult, Jodi

Jodi Picoult 

Zerbrechlich

Roman

Übersetzung: Schumacher, Rainer
Broschiertes Buch
 
5 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Erscheint vorauss. Juli 2012
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Zerbrechlich

Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eins: es beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Jedoch auch ihr Herz kann brechen. Genau das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Sie verklagt ihre Frauenärztin. Die Krankheit hätte schon zu Beginn der Schwangerschaft erkannt werden können. Charlotte muss jedoch behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden ....


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2012
  • Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 624 S. 186 mm
  • Seitenzahl: 624
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.16698
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 125mm
  • ISBN-13: 9783404166985
  • ISBN-10: 3404166981
  • Best.Nr.: 34451206
Jodi Picoult, geb. 1967 auf Long Island, lebt nach ihrem Studium in Princeton und Harvard zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern in Hanover, New Hampshire. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman. 2003 wurde sie für ihre Werke mit dem National England Book Award ausgezeichnet. Sie gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Erzählerinnen weltweit ihr Roman 'Beim Leben meiner Schwester' wurde in Hollywood verfilmt.

Leseprobe zu "Zerbrechlich" von Jodi Picoult

Piper (S. 89-90)

Ich habe Charlotte vor acht Jahren kennengelernt, auf einer der kältesten Eislaufbahnen New Hampshires. Beide hatten wir unsere vierjährigen Töchter für eine fünfundvierzigsekündige Performance als künftige Eislaufstars verkleidet. Ich wartete darauf, dass Emma ihre Schuhe zuschnürte, während andere Mütter die Haare ihrer Töchter nach hinten banden und Schleifen um Hand- und Fußgelenke knoteten. Sie plapperten über den Weihnachtsbasar des Eislaufvereins und beschwerten sich über ihre Ehemänner, die die Akkus der Videokameras nicht lange genug aufgeladen hatten. Im Gegensatz zu dieser geballten mütterlichen Kompetenz saß Charlotte ein wenig abseits und versuchte mit Engelsgeduld, eine sture Amelia zu bewegen, sich das lange Haar ebenfalls zurückzubinden. »Amelia«, sagte sie, »deine Trainerin wird dich so nicht aufs Eis lassen. Alle müssen gleich aussehen.«

Charlotte kam mir irgendwie vertraut vor, auch wenn ich mich nicht erinnern konnte, ihr schon mal begegnet zu sein. Ich warf Charlotte ein paar Haarklammern zu und lächelte. »Falls Sie die brauchen«, sagte ich. »Ich habe aber auch Sekundenkleber und Klarlack. Wir sind schon länger hier in diesem Gulag, der sich Eiskunstlaufverein schimpft.« Charlotte lachte laut und nahm die Haarklammern dankbar an. »Die Kinder sind doch erst vier Jahre alt!« »Na ja, wenn man nicht früh genug anfängt, haben die lieben Kleinen später in der Therapie auch nichts zu erzählen«, scherzte ich. »Ich bin übrigens Piper, stolze und trotzige Eiskunstlauf­mama.«

Sie streckte die Hand aus. »Charlotte.« »Mom«, sagte Emma, »das ist Amelia. Ich habe dir letzte Woche von ihr erzählt. Sie ist gerade erst hierher gezogen.« »Die Arbeit hat uns hergeführt«, erklärte Charlotte. »Ihre oder die Ihres Mannes?« »Ich bin nicht verheiratet«, sagte sie. »Ich bin die neue Konditorin drüben bei Capers.« »Ach, daher kenne ich Sie. Ich habe etwas über Sie in einer Zeitschrift gelesen.« Charlotte errötete. »Glauben Sie nicht alles, was gedruckt wird …« »Sie sollten stolz sein! Was mich betrifft, so kann ich noch nicht mal eine Fertigmischung backen. Aber zum Glück ist das auch nicht Teil meiner Stellenbeschreibung.« »Was machen Sie denn?«

Videoclip zu "Zerbrechlich"

Trailer lädt den Film

Kundenbewertungen zu "Zerbrechlich" von "Jodi Picoult"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 14.04.2012 ***** ausgezeichnet
Ich finde, dass "Zerbrechlich" ein wunderschönes Buch ist. Ich habe schon mehrere Bücher von Jodi Picoult gelesen und finde, dass dies eines der besten ist.
Die Geschichte wird so erzählt, dass man einfach richtig gut mitleben kann. Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen.

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Bewertung von UrbanMoose aus Gent am 06.01.2011 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch sollte mit einer Gesundheitswarnung kommen: Vorsicht, schlägt auf den Magen! Selten hat mich eine Geschichte so berührt wie diese.

Die junge Willow leidet unter Glasknochenkrankheit, und mit ihr leidet die ganze Familie: nicht nur müssen sich die Eltern und Schwester ständig Sorgen machen, dass Willow sich etwas bricht und ins Krankenhaus kommt. Auch finanziell stehen düstere Zeiten bevor, da Willows Behandlungen ein Loch in den Geldbeutel fressen. Zudem werden die Eltern immer wieder mit neuen Problem konfrontiert, für die es eine Lösung zu finden gilt. Warum geben die Ärzte nur Informationen über die Krankheit mit, aber nicht, wie man den Alltag damit meistert?

Nach einem Unglück während des Urlaubs haben sie genug: sie verklagen die Frauenärztin auf Schadensgeld. Schließlich hätte diese beim Ultraschall bereits feststellen müssen, dass Willow für den Rest ihres Lebens permanente Schäden haben würde.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt, und die sowieso schon angespannte Situation in der Familie gerät ausser Kontrolle. Auch eine jahrelange Freundschaft zerbricht an dem Gerichtsprozess. Die aufgeweckte Willow wächst einem schnell ans Herz. Ein wunderschöner Roman, der einen zum lachen bringt, wütend macht und nachdenklich stimmt. Bis heute mein Favorit unter den Picoult-Büchern!

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Bewertung von evelynmartina am 25.10.2010 ***** gut
"Zerbrechlich" ist die Geschichte von Willow, einem aufgeweckten, kleinen Mädchen, das unter der Glasknochenkrankheit leidet, und die Geschichte ihrer Familie, die versucht, mit den schwerwiegenden Konsequenzen dieses Handicaps zu leben. Ihre Geschichte ist bewegend, setzt auf Emotionen und kann zu Überlegungen in unterschiedlichste Richtungen anregen, nichtsdestotrotz ist sie ausgedacht und kein Tatsachen- bzw. Erfahrungsbericht, ein Fakt, den man sich während des Lesens immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte.
Unbestritten, Jodi Picoult versteht ihr Handwerk. Durch ihre sensible und treffende Wortwahl und ihren anschaulichen Schreibstil, schafft sie es, den Leser zu berühren und miteinzubeziehen.
Auch ich fühlte anfangs mit, mit Willow, die man aufgrund ihres liebenswerten Wesens einfach gern haben muss, mit ihrer Mutter Charlotte, die sich aufopfert und für ihr Kind nur das Beste will, mit ihrem Vater Sean, der unter dem Druck steht, durch seine Arbeit die entstehenden Kosten für eine optimale Behandlung decken zu können, und mit Willow's Schwester Amalie, die von Schuldgefühlen gepeinigt geradezu nach Aufmerksamkeit schreit und nicht gehört wird. Mit in die Handlung einbezogen werden zudem die Freundin von Charlotte, die gleichzeitig ihre Frauenärztin ist und später wegen eines Kunstfehlers angeklagt wird, und Charlotte's Rechtsanwältin, die nebenbei nach ihrer leiblichen Mutter sucht. Alle Protagonisten richten sich abwechselnd in der Ich-Form direkt an Willow, was die Handlung belebt und abwechslungsreich gestaltet.
Dennoch, je weiter ich in das Geschehen eingetaucht bin, desto mehr bekam ich den Eindruck, der regelrechten Aufforderung von Jodi Picoult zu Verständnis und Mitleid sowie dem damit verbundenen Druck auf die Tränendrüse nicht mehr standhalten zu können. Der Handlungsverlauf wird vorhersehbar und führt zu dem entscheidenden Prozess hin. In einer ausführlich, sehr amerikanisch dargestellten Gerichtsverhandlung werden die längst bekannten Sorgen, Nöte und Zweifel der Hauptpersonen erneut aufgegriffen. Der Ausgang des Romans ist schließlich und endlich in meinen Augen an Melodramatik kaum zu übertreffen.
Da ich mich seit Jahren mit der Behindertenproblematik auseinandersetze, wage ich zu behaupten, daß diejenigen, die sich mit der Situation von Behinderten in der Gesellschaft, den Schwierigkeiten der Angehörigen und den sich aus einer Behinderung zwangsläufig ergebenen ethischen Fragen bereits eingehender beschäftigt haben, in diesem Roman nicht viel Neues erfahren werden. Für andere mag die Thematik interessant und aufschlussreich sein. Ob sich allerdings Betroffene bei einer Lektüre gut unterhalten, die das widerspiegelt, was sie alltäglich hautnah erleben, vermag ich nicht zu beurteilen. Trotz der ausgezeichneten Recherche der Autorin hat mich das Buch in seiner Gesamtheit jedenfalls nicht für sich gewinnen können.

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Bewertung von curry aus Bad Berka am 24.10.2010 ***** ausgezeichnet
„Ständig brechen oder zerbrechen irgendwelche Dinge. Gläser, Geschirr und Fingernägel. Autos, Schallplatten und Kartoffelchips. Man kann ein Pferd brechen oder einen Vertrag. Man kann das Eis brechen. Stimmen brechen; Schweigen wird gebrochen, und Tag und Nacht brechen an. … Versprechen werden gebrochen. Und Herzen.“ Mit diesen Sätzen fängt der Roman „Zerbrechlich“ von Jodi Picoult an. Es ist die Geschichte einer Familie, die mit der Krankheit der neugeborenen Willow versucht klar zukommen. Das Kind leidet unter Osteogenesis imperfecta, der sogenannten Glasknochenkrankheit.
Wie schon in ihren vorherigen Büchern entführt Jodi Picoult ihre Leser in eine andere Welt. Sie schafft es auf jeder Seite einem zum Nachdenken anzuregen. Ich habe das gleiche Buch auch in Englisch gelesen und muss sagen, beides hat mir sehr gut gefallen. Die englische Version war natürlich ein kleine wenig besser. Wie man sieht bin ich ein großer Fan dieser Autorin geworden, da sie es immer wieder schafft mich in die Welt der Figuren im Buch zu entführen.

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Bewertung von Carina (19) am 03.10.2010 ***** ausgezeichnet
Jodi Picoult macht süchtig. Das habe ich an eigenem Leibe bereits mehrmals erfahren. Auch wenn dieses Buch nicht ganz so tief bewegend für mich persönlich war, die beispielsweise 19 Minuten oder Das Herz ihrer Tochter, ist dieses Werk einfach wunderbar..
Es ist unglaublich wie wenig man von der Außenwelt mitbekommt, wenn man ihre Bücher liest. Man ist in ihrer Welt gefangen und kommt erst wieder heraus, wenn man die letzte Seite umgeblättert hat... einfach unglaulich gut diese Frau!

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