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Yalu
An den Ufern des dritten Weltkriegs
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: List Tb.
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 623 S.
- Seitenzahl: 623
- List Taschenbücher Nr.60857
- Deutsch
- Abmessung: 187mm x 126mm x 36mm
- Gewicht: 530g
- ISBN-13: 9783548608570
- ISBN-10: 3548608574
- Best.Nr.: 23840106
Produktbeschreibung zu "Yalu"
Kurzbeschreibung
Der Historiker Jörg Friedrich, bekannt durch seinen Bestseller Der Brand, hat den Mut und die darstellerische Kraft, Asien als Schauplatz eines vergessenen, aber furchtbaren Kriegsgeschehens in unser Gedächtnis zurückzuholen. Vom Mythos des guten Krieges der Demokratien lässt er nicht viel übrig.
02.01.2008
Von Totmachern und Ersttätern
Jörg Friedrich bietet nichts Neues über den Korea-Krieg, bleibt
aber wenigstens seinem Erzählstil treu
Der Korea-Krieg begann im Morgengrauen des 25. Juni 1950 mit dem
Angriff der nordkoreanischen Kommunisten auf den Süden. Er dauerte
drei Jahre und kostete Millionen Menschen das Leben - unter ihnen
37 000 Amerikaner. Der Konflikt wurde zum "Wendepunkt des
Kalten Krieges", wie der amerikanische Präsident Harry S.
Truman es formulierte, mehrmals geriet die Welt an den Rand eines
Atomkrieges. In den Vereinigten Staaten wurde der Krieg schon bald
zum "vergessenen Krieg", an den man sich lange Zeit nicht
wirklich erinnerte. Er stand zwischen dem "guten" Zweiten
Weltkrieg und dem "schlechten" Vietnam-Krieg, und an die
beiden erinnerte man sich.
Das hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Es
gibt nicht nur seit 1995 das "Korean War Veterans'
Memorial" in Washington, sondern auch Ausstellungen,
Fernsehserien, seit 1991 auch Konferenzen mit russischen Zeitzeugen
sowie zahlreiche Arbeiten von Historikern in den Vereinigten
Staaten, die nach dem Ende des Kalten Krieges Möglichkeiten nutzen
konnten, um …
11.12.2007
Krieg im Überall
„Yalu”: Jörg Friedrich hat die Apokalypse nach Korea verlegt
1950, als die zwei Weltmächte mit Stellvertreterkriegen noch wenig Übung hatten, erkundigte sich der nordkoreanische Diktator Kim Il Sung beim großen Genossen Stalin, ob der etwas dagegen habe, wenn er in Südkorea einmarschiere: Kim wollte das gespaltene Land unter dem kommunistischen Banner vereinigen. Stalin stimmte zu, verwies den Koreaner aber an Mao Zedong: Der müsse sein Plazet geben. Das tat der dann auch.
Syngman Rhee, Südkoreas Präsident, ein Gewaltherrscher und Antikommunist, war in den USA gut gelitten. Im Juni 1950 berief Washington den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein. Zu der Zeit schmollte Stalin: Die UN hatten Taiwan anerkannt, nicht aber die Volksrepublik China. Gegen den Rat des damaligen UN-Attachés und späteren Außenministers Andrei Gromyko verfügte Stalin, dass der sowjetische Gesandte nicht an der UN-Sitzung teilnahm. Da die Sowjetunion also ihr Veto nicht einlegen konnte, beschloss der Sicherheitsrat, dass die UN gegen Kim Il Sungs Invasion zu Felde ziehe.
Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Truppen, die von anderen …
11.12.2007
Für den reinsten "Hohltransport" hält Franziska Augstein
dieses Buch Jörg Friedrichs über den Koreakrieg, der ihrer Ansicht
nach ein "faszinierend schreckliches" Kapitel in der
Geschichte des 20. Jahrhunderts war. Viel hätte der Autor also aus
seinem Sujet machen können, aus der militärischen Hybris des
Oberkommandierenden MacArthur sowie "Trumans innenpolitischen
Kalamitäten, Stalins Schlauheit, Maos menschenverachtender
Kaltblütigkeit". Doch Friedrich macht es nicht. Wie die
Rezensentin feststellt, will er nicht erzählen, nicht erklären,
sondern nur apokalyptische Bilder "evozieren". Doch nicht
einmal dies gelinge ihm, seine Sprache erinnere mehr an Trappatoni
als an Stefan George, spottet die Rezensentin, die neben anderen
vermurksten Sätzen auch diesen aus Friedrichs Buch zitiert:
"Die Expansion in Scheiben muss die Schwelle erkennen, wo der
Krieg wartet."
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
»Das erzählerische Vermögen dieses Historikers, seine tatsachengestützte Lakonie, seine informationsgesättigte Unparteilichkeit lassen einen ganz eigenen Stil entstehen.« Martin Walser
Autorenporträt zu "Jörg Friedrich"
Jörg Friedrich, geboren 1944 in Kitzbühel/Tirol. In Standardwerken
der Zeitgeschichtsschreibung hat er die Staats- und
Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus erforscht. Er hat an der
"Enzyklopädie des Holocaust" mitgewirkt, zahlreiche
Fernsehsendungen über die Kriminologie des Land- und Luftkriegs
produziert und für sein Schaffen internationale Auszeichnungen
erhalten. Friedrich lebt in Berlin.
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Ein Marktplatz-Angebot für "Yalu" für EUR 6,00
| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
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