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Woman in the Mirror
Photographien. Mit e. Vorw. v. Norma Stevens u. e. Essay v. Anne Hollander
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Schirmer/Mosel
- 2005
- Ausstattung/Bilder: 2005. 246 S. m.125 Farb- u. Tritone- Fototaf.
- Seitenzahl: 246
- Deutsch
- Abmessung: 362mm x 289mm x 30mm
- Gewicht: 2498g
- ISBN-13: 9783829601917
- ISBN-10: 3829601913
- Best.Nr.: 14188062
Produktbeschreibung zu "Woman in the Mirror"
Beschreibung
Die amerikanische Kunstwissenschaftlerin Anne Hollander, Spezialistin auf dem Gebiet Kostümkunde und Soziologie der Mode (Sex and Suits. The Evolution of Modern Dress / Anzug und Eros. Eine Geschichte der modernen Kleidung), verfaßte den einleitenden Text.
Richard Avedon is arguably the most famous fashion photographer of the 20th century. His pictures, a unique synthesis of elegance and originality, perfection and innovation, are milestones in the history of photography and engraved in our collective memory. This volume presents his portraits of women from over five decades and all social categories. German text.
04.09.2005
Flügelmüde Nachtfalter
"Woman in the Mirror": Wie Richard Avedon es
fertigbrachte, den schönen Schein in Gold zu verwandeln
Ein Tier hat nur die Augen, aber der Mensch ist als Ganzes Gesicht,
überall schaut er hervor und ist empfindlich. Das gilt besonders
für das weibliche Geschlecht, das seit jeher unbeschämte Blicke auf
sich zieht und seine Erscheinung laufend mit neuen Signalen
ausstattet. So ist es kein Zufall, daß der geborene Porträtfotograf
Richard Avedon schon als junger Mann zur Mode fand und die
Fabeltiergarnituren zarter Frauen im rechten Licht inszenierte.
Model Suzy Parker zeigt er als stolzen Schwan mit gebauschtem
Gefieder und sperrt sie als flügelmüden Nachtfalter in eine
Künstlermansarde ein, als handelte es sich um eine
Botanisiertrommel. Dorian Leigh hält er in einem Schlauchkleid von
Piguet als elegant gekrümmte Wurmdame mit fächerförmigen
Bauchlamellen fest. Dovima, die Jacques Fath trägt, wird unter
seinem Objektiv zur zerbrechlichen Fledermaus-Figurine im Meißener
Geiste, und aus der Aristokratin Marella Agnelli paust er durch
raffinierte Beleuchtung die zeitlose Sphinx hervor: Eine in ihrer
Androgynität schönere …
18.10.2005
Nadja, ein deutscher Feger
In dieser Armut welche Fülle! Wie eine Figur aus dem Grimmschen Märchenkosmos hat der Starfotograf Richard Avedon hier das deutsche Model Nadja Auermann inszeniert: ein Aschenputtel in einer Yamamoto-Gretchen-Robe. Das Foto ist Teil einer Bildergeschichte, die Avedon 1995 für den New Yorker produzierte: eine Liebesgeschichte zwischen dem Tod und dem Mädchen. Durch ihre Farbigkeit und ihren szenischen Charakter ist diese Sequenz eine Ausnahmeerscheinung unter den edlen Schwarz-Weiß-Porträts in „Woman in the Mirror”, Avedons letztem Buchprojekt vor seinem Tod 2004 (Schirmer/Mosel, München 2005. 248 Seiten, 68 Euro). Der erlesene Band versammelt großartige, bekannte und weniger bekannte Frauenporträts aus fünf Jahrzehnten, von Marilyn Monroe über Janis Joplin bis hin zu Kate Moss.
C.D.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
25.11.2005
Dieses "wunderbare Buch" ist kein Best-of-Album des im
vergangenen Jahr verstorbenen Fotografen Richard Avedon, versichert
ein verzückter Freddy Langer. Vielmehr sei es der letzte von Avedon
selbst konzipierte Teil seiner ursprünglich auf zehn Bände
angelegten Autobiografie in Bildern. "In Vollendung"
schneide der Fotograf in den 150 hier versammelten Werken noch
einmal seine Grundthemen Schönheit und Tod an. In einem Bild
perfekt vereint sind diese Prinzipien für den Rezensenten in der
Aufnahme von Stephanie Seymour, die gerade im Begriff ist, über
ihre eigenen Absätze zu stolpern. Das sei Kritik an der
Modefotografie mit den Mitteln derselben, meint Langer. Am
gehaltvollsten findet er Avedon aber dann, wenn der dem
"Schauer des Lebens" auf der Spur ist, was ihm am besten
in einem Bild von Marilyn Monroe 1957 gelungen sei.
"Abgründiger kann ein Porträt nicht sein."
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Richard Avedon"
Richard Avedon wurde am 15. Mai 1923 in New York City geboren. Sein
Vater war als jüdisch-russischer Einwanderer in die USA gekommen
und in einem New Yorker Waisenhaus aufgewachsen. Zu Avedons
Markenzeichen gehört der weiße, leere Hintergrund, auf dem nichts
vom Motiv ablenkt. Neben den Schönen und Prominenten der Welt
lichtete der Künstler das Leben von Arbeitern, Demonstrationen
gegen den Vietnamkrieg, Kriegsopfer und Landstreicher ab.
Zum Jahreswechsel 1989/90 fotografierte er eine Reportageserie über
Berliner nach dem Mauerfall. Seine Bilder gelten als schonungslos
und detailgenau.
2004 starb Richard Avedon, der einer der berühmtesten Mode- und
Porträtfotografen der Welt war.
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