Wohin der Fluss uns trägt - Martin, Charles

Charles Martin 

Wohin der Fluss uns trägt

Roman. Deutsche Erstausgabe. RTL Buchtipp

Aus d. Engl. v. Ulrike Bischoff
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Wohin der Fluss uns trägt

Abbie und Chris sind ein ungleiches Paar und doch so glücklich wie zu Beginn: Chris kommt von ganz unten, Abbie aus einer mächtigen Südstaaten-Dynastie. Aber nach Jahren unbeschwerter Ehe schlägt das Schicksal zu und bei Abbie wird Krebs diagnostiziert. Der Rat der Ärzte lautet, auf das Ende zu warten. Doch Abbie hat eine Liste mit Wünschen erstellt, und die möchte sie sich erfüllen. Zehn eigentlich recht gewöhnliche Dinge, wie am Strand Wein zu trinken oder so sehr zu lachen, dass es weh tut. Der größte dieser Wünsche ist, im Kanu den ganzen St. Mary s River im Süden der USA hinabzufahren. Kurzentschlossen packt Chris die Rucksäcke und heimlich brechen sie auf. Von Abbies Vater und bald auch den Medien und der Polizei verfolgt, rudern sie den Fluss hinunter. Es wird die Reise ihres Lebens, das sie in all seiner Schönheit und Bitterkeit noch einmal auskosten. Und sie wissen: Wo der Fluss endet, beginnt die Ewigkeit.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 442 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Ullstein Taschenbuch Nr.26996
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 36mm
  • Gewicht: 420g
  • ISBN-13: 9783548269962
  • ISBN-10: 3548269966
  • Best.Nr.: 23831237
Charles Martin studierte Journalismus und Kommunikationswissenschaft. Vor einigen Jahren kündigte er seine Stellung und widmet sich seitdem ganz dem Schreiben. Charles Martin lebt mit seiner Frau und drei Söhnen in Jacksonville, Florida.

Kundenbewertungen zu "Wohin der Fluss uns trägt" von "Charles Martin"

25 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.7 von 5 Sterne bei 25 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 01.02.2011 ***** gut
Die Geschichte von Abbie und Chris wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Chris, erzählt. Der Roman startet mit einem Prolog, hier erfährt man Näheres aus der Kindheit von Chris. Die eigentliche Handlung beginnt in der Gegenwart. Abbie ist totkrank und man kann nicht genau abschätzen wie viel Zeit ihr noch bleibt. Die beiden brechen zu der von Abbie sehnlichst gewünschten Flussfahrt auf. Gemeinsam wollen sie versuchen, die zehn Punkte auf Abbies Wunschliste zu verwirklichen. Es handelt sich, abgesehen von der Kanu-Flussfahrt, um ganz alltägliche Dinge, die Abbie noch einmal erleben möchte. Ein weiterer Handlungsstrang gewährt Rückblicke in die Vergangenheit. Man erfährt von ihrem Kennenlernen, ihrer Hochzeit und dem gemeinsamen Leben. Die Entdeckung der tödlichen Krankheit und Abbies harter Kampf ums Überleben wird ebenfalls eindringlich geschildert. Auch hier wird das Geschehen aus der Sicht von Chris beschrieben. Schließlich treffen die beiden Handlungsstränge mit dem Beginn der Flussfahrt aufeinander.

Die Flussfahrt der beiden wird sehr detailliert beschrieben, sodass man schon fast das Gefühl hat, selbst im Kanu zu sitzen. Man folgt den Windungen des Flusses und sieht die unterschiedlichen Landschaften an sich vorbeiziehen. Dies ist sicher besonders interessant, wenn man den Fluss und seine Umgebung kennt. Leider wirken die ausufernden Beschreibungen auf Dauer sehr langatmig und hemmen dadurch den Erzählfluss der eigentlichen Geschichte. Die Kanufahrt der beiden verläuft nicht so reibungslos wie geplant. Es kommt zu Ereignissen mit denen keiner der Hauptprotagonisten rechnen konnte. Sicher sollen diese Abschnitte die Spannung der Erzählung erhöhen, doch einige Begebenheiten erscheinen sehr weit hergeholt und lassen die Handlung dadurch unglaubwürdig wirken.

Es gelingt Charles Martin hervorragend die Liebe, die Abbie und Chris füreinander empfinden, zu vermitteln. Die Gefühle sind tief und innig, ohne dabei kitschig oder übertrieben zu wirken. Das es kein Happy-End geben wird ist bereits zu Beginn des Romans klar. Gerade empfindsame Leser sollten deshalb zum Ende hin einige Taschentücher bereithalten.

Insgesamt gesehen hat mir das Buch recht gut gefallen. Die Umgebungsbeschreibungen waren mir allerdings zu detailliert, sodass meine Gedanken beim Lesen oft abschweiften. Diese Szenen wirkten auf mich sehr langatmig. Außerdem empfand ich einige Erlebnisse der beiden zu konstruiert und unglaubwürdig. Deshalb vergebe ich nur drei von fünf Bewertungssternen und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 15.01.2011 ***** ausgezeichnet
Ein wirklich wunderschönes Buch! Ich bin total begeistert! Hier passt einfach alles zusammen und ich habe jede Seite in vollen Zügen genossen!

Zum einen ist es ein Bildband. Charles Martin versteht es hervorragend, die Natur so plastisch zu beschreiben, dass ich den Fluss, die Stadt Charleston und Chris' Bilder wirklich vor mir sah! Selbst die plötzliche Mückenplage habe ich "gesehen" und meinte, in Deckung gehen zu müssen. Chris' Bilder rührten mich an und der Fluss... ja der Fluss in seiner Schönheit, Brutalität, Unberechenbarkeit und Ruhe floss vorbei.

Zum anderen ist es eine der schönsten und tragischsten Liebesgeschichten, die mir je begegnet ist. Chris verliebt sich in Abbie. Sie ist von altem amerikanischen Südstaatenadel und er ein Niemand. Die beiden kämpfen gegen Vorurteile, ihre Familie und den alten Adel. Nach langem Ringen kommen die beiden endlich zur Ruhe und können ihr Leben genießen. Leider nicht lange, da Abbie unheilbar an Krebs erkrankt. Ihr letzter Wunsch ist, es eine Liste mit zehn Punkten zu erleben. Einer, den Fluss St Mary's in seiner vollen Länge zu befahren. In einer Nacht- und Nebelaktion entführt Chris seine Frau von ihrem Krankenbett und erfüllt ihr diesen Herzenswunsch. Gemeinsam erleben sie wunderschöne Momente, aber auch Abenteur.

Charles Martin schreibt beide Leben vermischt. Abbie und Chris befinden sich auf ihrer großen Fahrt über den St. Mary's und durch Rückblicke erfährt man von ihrem bisherigen Lebens- und Leidensweg. Nicht kitschig, sondern romantisch. An vielen Stellen mußte ich mit den Tränen kämpfen, konnte aber auch lachen. Ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis die letzte Seite verschlungen war! Absolut lesenswert!

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Bewertung von anyways aus greifswald am 12.03.2010 ***** weniger gut
Robert Sonntag der II. , benannt nach seinem über alles geliebten Opa, muss in seinem jugendlichen Leben schon eine Menge Schicksalsschläge überstehen. Sein Opa stirbt und er steht mit seiner Trauer ziemlich allein da. Dann hat er einen Reitunfall der ihn für Monate ins Koma versetzt, und da begegnet ihm das "Licht zum Tunnel " zum ersten Mal.Aber er kämpft und überlebt seine schwere Krankheit, vielleicht auch mit Hilfe seines Opa's dessen geisterhafte Anwesenheit ihm die Reise in den Tunnel schlicht verbietet. Nach erfolgreicher Genesung muss er allerdings feststellen, das seine Eltern sich getrennt haben, und er jetzt in ein Internat abgeschoben wird. Er findet dort wenig Anschluss und ist deshalb hocherfreut, das der Geschäftspartner seines Vaters in abholt um mit ihm in die Schweizer Berge zu fahren, dort soll er mit seinem Vater die Ferien verbringen.Doch warum hat sein Vater im keine SMS geschickt, und warum darf er nicht telefonieren, ist es vielleicht eine Entführung...?





Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen.Die Geschichte um die Entführung ist zwar gut aufgebaut driftet zum Ende aber in Unglaubwürdigkeit und haarsträubenden Geschichten ab. Auch fehlt mir ein Hinweis auf das Alter von Robert, stellenweise klingt er wie ein kleines Kind, um dann mit verblüffenden Fachwissen ( Medizin und Kriminalistik) zu verwirren.

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Bewertung von Lesemaus aus Herrnburg am 14.01.2010 ***** sehr gut
Der Autor: Charles Martin studierte unter anderem Jornalismus. Vor kurzem kündigte er um sich endgültig dem schreiben von Büchern zu widmen. Er lebt mit seiner Frau und seinen 3 Söhnen in Florida.

Das Cover. …finde ich für dieses Buch sehr gelungen. Es zeigt ganz schlicht einen Fluß bei Dämmerung. Wunderschön und sehr passend zum Inhalt des Buches.

Beschreibung: Obwohl Abby und Chris von Grund auf verschieden sind,finden sie doch zueinander und führen eine sehr glückliche Ehe. Doch bald erfahren sie, das Abby Krebs hat,und obwohl sie eine echte Kämpferin ist, wird bald klar, das sie diesen Kampf nicht gewinnen kann.Nachdem sie dies eingesehen hat, hat sie einen Wunsch : Vor ihrem Tod möchte sie noch 10 Dinge erledigen;ganz einfache dinge, wie z.B. einmal nackt im See baden, allein am Strand ein Glas Wein trinken, einen Looping fliegen…doch der größte Wunsch lautet: in einem Kanu den Fluß abwärts zu fahren… Gegen alle Vernunft will Chris seiner Frau diese Wünsche erfüllen. Und obwohl Abbys Gesundheitszustand es ihnen nicht leicht macht, und außerdem Abbys einflußreicher Vater mit allen Mitteln diese Reise beenden und Abby zu sich holen will , und trotz der vielen Strapazen und unvorhersehbaren Problemen machen Chris und Abby sich auf den Weg zu ihrem größten und letzten Abenteuer.

Meine Meinung: Obwohl ich zugeben muß, das vieles wirklich etwas weit hergeholt und zudem leider auch etwas vorhersehbar ist , ist Charles Martin hier doch ein wirklich Wunderschöner Roman gelungen!
Er schreibt aus Chris seiner sichtweise;teils aus der Vergangenheit,als er Abby kennenlernte, teils aus der Gegenwart.
Alle Charaktere werden gut dargestellt , was ich immer sehr wichtig finde.
Es ist schon schwer genug , ein so sensibles Thema wie Krebs aufzugreifen , doch es auf diese Art zu verarbeiten , und es dennoch ohne zu viel Kitsch zu einem so schönen Roman zu verwandeln , gelingt bestimmt nicht jedem. Charles Martin jedoch ist es gelungen!

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Bewertung von stjerneskud aus Stuttgart am 11.09.2009 ***** gut
Liebeserklärung an einen Fluss

Abbie ist an Krebs erkrankt und will die ihr noch verbleibende Zeit nicht in einem Hospiz verbringen und auf den Tod warten. Schon zu einem früheren Zeitpunkt hat sie eine Liste mit Wünschen erstellt, die sie sich in ihrem Leben erfüllen möchte. Einer davon ist, den St. Mary Fluss vom Anfang bis zum Ende in einem Kanu zu befahren. Ihr Ehemann Chris tut alles, um ihre Wünsche zu verwirklichen und ihm werden dabei nicht wenige Steine in den Weg gelegt.

Ich hatte mir ein wenig etwas anderes unter diesem Roman vorgestellt und für mich las er sich auch nicht so, als dass er mich mitgerissen hätte. Den St. Mary’s River kenne ich nicht und im Kanu fahren bin ich auch nicht so bewandert, dass mich die Einzelheiten, die manchmal bis ins kleinste Detail gingen, mehr nervten, als dass sie meine Vorstellungskraft unterstützt hätten oder zumindest meine Phantasie angeregt hätten. Auch die Hin- und Herspringerei im Zeitablauf konnten bei mir keine Pluspunkte verbuchen. Anders eingewoben in die Geschichte, hätten sie mir mehr zugesagt. Insgesamt lässt sie sich leicht lesen. Immer mal wieder dachte ich bei mir, dass der Roman besser für Männer als für Frauen geeignet ist, weil die Erzählperspektive von Chris ist und sich vieles auf ihn bezieht/konzentriert. Abbie spielt in gewisser Weise nur eine Nebenrolle. Vielleicht lag es daran, dass mir das Buch nicht so viel geben konnte. Erst auf den letzten Seiten sagte es mir einigermaßen zu.

Ich tue mich schwer damit, das Buch weiterempfehlen zu können. Für Fans des St. Mary’s River ist es auf jeden Fall etwas, auch für begeisterte Kanu-Sportler und für Männer, deren Frauen an Krebs erkrankt sind.

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Bewertung von Nehlja am 11.08.2009 ***** sehr gut
Es ist eigentlich die typische Geschichte. Ein reiches, hübsches Model und Tochter des Senators , verliebt sich in einen ärmlichen Maler, dessen Geschäft alles andere als gut läuft. Die beiden lieben sich und heiraten, gegen den Willen des Vaters. Abbie und Chris sind von nun an ein Herz und eine Seele und führen ein Leben, wie im Bilderbuch. Auch der Verkauf von Chris Bildern, ist dank Abbie erfolgreicher geworden. Alles ist gut, bis das Schicksal zuschlägt und Abbie an Krebs erkrankt. Nach Jahrelangen Chemotherapien, Operationen, Bestrahlungen und Leid, ist der Kampf gegen die Krankheit verloren und Abbie und Chris warten nur noch auf das Ende. Abbie erstellt eine Wunschliste, mit den zehn letzten Wünschen die sie hat. Der Größten davon, ist eine Flussfahrt über den ganzen St. Mary's River im Süden der USA. Chris tut alles um ihr diesen Wunsch zu erfüllen und bricht mit ihr zu dem letzten Abenteuer ihres gemeinsamen Lebens auf. Sie werden jedoch bald von Abbies Vater, den Medien und der Polizei verfolgt, doch trotzdem lassen sie sich nicht von ihrer Reise abringen. Sie genießen jeden Tag, der ihn gegeben ist in vollen Zügen und sie kämpfen sich durch, bis zum Ende des Flusses.

Das Buch erzählt eigentlich zwei Geschichten. Einmal die Geschichte, von Abbie und Chris, die sich kennen lernen, lieben und heiraten und bei denen nach ein paar glücklichen Jahren das Schicksal zuschlägt. Von da an geht es um den Kampf gegen den Krebs. Die zweite Geschichte, fängt eigentlich da an, wo die erste aufhört. Nachdem Abbie und Chris die Diagnose "Unheilbar" bekommen haben und nun zu einer Reise auf dem St. Mary's River aufbrechen, um Abbies letzten Wunsch zu erfüllen. Beide Geschichten, werden immer im Wechsel erzählt, sodass der Leser erst nach und nach die ganze Leidensgeschichte erfährt.

Auch wenn das Buch teilweise sehr Klischeehaft ist, ist sehr schön erzählt und reißt einen mit. Man taucht ein, in eine Geschichte, die einem zeigt, dass man vieles erst zu schätzen weiss, wenn man ganz unten angekommen ist. Erstaunlich fand ich, wie schnell Abbie sich mit der Tatsache, dass sie sterben wird abgefunden hat. Da das Buch aus Chris' Sicht in der "Ich-Erzählung" geschrieben ist, bekommt man insgesamt einen besseren Eindruck in die Gefühlswelt von ihm, als in die von Abbie. Trotzdem wirkte Abbie manchmal auf mich sehr gefühlsarm, was ihren baldigen Tod anging. Chris Gefühle und Handlunegen hingegen, fand ich alle gut nachvollziehbar. Die Beschreibungen, der Landschaft ist sehr ausführlich, sodass man gut in die Bilder eintauchen kann. Mir sind an einigen Stellen, jedoch häufige Wiederholungen bestimmter Tätigkeitsbeschreibungen aufgefallen.

Insgesamt, ist es ein sehr schönes Buch, das ich auch weiter empfehlen würde. Es entsprach in etwa meinen Erwartungen der Leseprobe. Auf jeden Fall ein Buch, das sich geloht hat zu Lesen.

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Bewertung von brauneye aus Niederrhein am 14.07.2009 ***** ausgezeichnet
Die Geschichte von Abbie und Chris erzählt in zwei Handlungssträngen, die wechselweise erzählt werden. Einmal die Geschichte des Kennenlernen bis hin zur Erkrankung und Behandlung. Der andere Handlungsstrang erzählt über den Versuch, die letzte Zeit zu nutzen, um Abbie ihre größten Wünsche zu erfüllen.

Das Buch ist meiner Meinung nach rundum gelungen, man fühlt mit den Personen und wünscht sich, dass die letzte große Reise alles erfüllt, was Abbie sich wünscht. Und dann bringt die Reise am Ende auch noch ganz was anderes hervor, als der Leser erwartet hat. Es ist nicht zu sentimental geschrieben, so dass es verkitscht wirken könnte, aber dennoch mit viel Gefühl.

Ich lese eher selten Belletristik und war auch ein wenig skeptisch, war aber sehr schnell von der Geschichte in den Bann gezogen und habe es sehr genossen, das Buch zu lesen.

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Bewertung von hrafnaklukka aus Rüthen am 09.03.2009 ***** gut
Bis ans Ende ihres Lebens .....

…. und noch darüber hinaus liebt Chris seine kranke Frau Abby.

„Die Reise ist das, was zählt“.

Die Liebe zwischen Abby, der Tochter eines Senators, und Chris, einem Trailerpark-Jungen, steht von Anfang an unter keinem günstigen Stern, Trotz aller Widrigkeiten und Protesten heiraten die beiden und leben eine Zeit lang glücklich zusammen. Doch plötzlich ist nichts mehr, wie es war – bei Abby wird Krebs diagnostiziert. Anfangs ist er nur in den Brüsten, ihre Überlebenschancen stehen bei 97%. Doch alles, was schief gehen kann, geht auch schief. Lange Zeit schwanken die beiden zwischen Hoffen und Bangen, bis sie dem unvermeidlichen ins Auge sehen müssen – Abby wird sterben. Sie hat noch 10 Dinge offen, die sie gerne erleben möchte, und so brechen die beiden zu einer letzten Flussfahrt auf dem St. Marys River auf, wo Chris seine Kindheit verbracht hat.Unterdessen setzt Senator Coleman alles daran, seine Tochter zu sich nach Hause zu holen …...

Das Buch ist in einer alltäglich-gebräuchlichen Sprache verfasst worden, allerdings für meinen Geschmack etwas zu Deatilverliebt und ausschweifend, so das es teilweise ganz schöne Längen hatte. Die Geschichte schwankt zwischen der Gegenwart, und der Vergangenheit und wird somit in zwei Handlungsstränge eingeteilt. In den Rückblenden wird ihr Kennen- und Liebenlernen beschrieben und der Autor spannt einen Faden von den glücklichen Anfangsjahren über die Diagnose der Krebserkrankung bis hin in die Gegenwart. Die Krankheit und der Tod wird von den einzelnen Figuren sehr verschieden gehandhabt – die Ignoranz ihres Vaters, Chris Hoffnung und Abbys Akzeptanz. Trotz der schweren Thematik um die Erkrankung und das Sterben einer jungen Frau ist das Buch nicht düster, sondern hinterlässt ein Gefühl von Hoffnung – was hauptsächlich an der Figur Abby liegt, die in Anbetracht der Umstände wunderbar lebensfroh beschrieben worden ist. Allerdings entsprechen die Figuren auch sehr den gängigen Klischees – der Senator-Vater, dem die Öffentlichkeit und die Wählerstimmen wichtiger sind als das Liebesglück seiner Tochter, die Tochter die aus lauter Protest modelt und einen Hunger-Künstler heiratet, und der typische Trailerwagen-Künstler aus zerrütteten Verhältnissen, dem es trotzdem gelingt etwas aus seinem Leben zu machen. Dadurch wirken die Szenen und Dialoge manchmal etwas zu dramatisch und überzogen. Ein richtiges „Happy End“ ist ja schon von Anfang an ausgeschlossen, aber trotzdem gelingt es dem Autor, zu einem zumindest zufriedenstellenden Ende zu gelangen.
Mein Fazit: „Wohin der Fluß uns trägt“ kann man mal gelesen haben – muß man aber nicht.

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Bewertung von vöglein aus B.-W. am 04.03.2009 ***** gut
Voller Klischees...
Zum Inhalt: Armer junger Mann heiratet reiches Mädchen, sie erkrankt und beide treten eine Flußfahrt "der etwas anderen Art" an. Hmmmm, irgendwie hatte ich ständig gemischte Gefühle. Auf der einen Seite das klischeehafte, auf der anderen Seite aber die schönen, gefühlvollen Beschreibungen ihrer letzten Reise. Chris der sich praktisch aufgibt, um seiner Abbie alles noch machbare zu ermöglichen. In Rückblenden wird einiges über ihrer beiden Leben erzählt...wie sie sich kennen- und liebenlernen, die familiären Probleme usw.. Für mich alles in allem eine schöne, nette Geschichte die leicht lesbar ist und einem durchaus die Zeit vertreiben kann. Das Cover paßt für meinen Geschmack gut zum Inhalt. Ich hätte mir ergänzend noch eine Karte gewünscht um etwas mehr dem Flußlauf folgen zu können.

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Bewertung von Tista aus Marl am 08.02.2009 ***** gut
Liebesgeschichte - Reisebericht - Krankenakte

Der Inhalt dieses Buch ist schnell und kurz umrissen:
Zwei junge Leute (Abbie und Chris), die beide aus völlig unterschiedlichen sozialen Schichten stammen, verlieben sich, heiraten gegen den Willen von Abbies Vater, einem sehr bekannten Senator, werden sehr glücklich, stehen schnell auf eigenen Füßen und werden finanziell völlig unabhängig. Das Leben könnte so schön sein, wenn da nicht das Schicksal erbarmunglos zuschlagen und die beiden auf einen Abgrund zutreiben würde. Bei Abbie wird Krebs diagnostiziert und auch, wenn alles versucht wird um Abbie zu retten, stellt sich die Krankheit bald als unheilbar heraus.
Und Abbie hat ihren eigenen Kopf - sie will nicht ihre letzten Tage in einem Pflegebett umringt von trauernden Angehörigen verbringen, sondern stellt eine Liste auf von Dingen auf, die sie gerne noch erleben möchte - auf dieser Liste steht an erster Stelle: Sie möchte in einem Kanu den ganzen St. Mary`s hinabfahren.
Chris liebt seine Frau abgöttisch und natürlich erfüllt er ihr diesen Wunsch - auch wenn er dabei oft an seine körperlichen Grenzen stößt und auch die psychische Belastung immer größer wird, weil der Senator natürlich all seine Hebel in Bewegung setzt, um die beiden zu finden, die sich heimlich und ohne Abschied auf den Weg gemacht haben.

In dem Buch werden die einzelnen Stationen dieser Flussfahrt ausführlich beschrieben - und auch die anderen Wünsche werden Abbie während dieser Fahrt noch erfüllt - die Landschaftsbeschreibungen sind ausschweifend, Flora und Fauna werden dem Leser näher gebracht. Das war mir manchmal etwas zuviel. Die Kapitel beschreiben immer abwechselnd das Jetzt und das, was war - wie die beiden sich kennen gelernt haben und wie ihr Leben bis zum jetzigen Zeitpunkt verlaufen ist einschließlich aller Versuche in verschiedenen Krankenhäusern, die Krankheit doch noch zu besiegen. Es ist eine ruhige Liebesgeschichte, die aber so seicht wie ein Bach dahinplätschert, auch wenn der St. Mary`s ein gefährlicher Strom werden kann. Große Gefühle - aber auch die haben mich nicht gefangen genommen - die waren mir zu "seicht". Erst auf den letzten Seiten, als Chris seinem Schwiegervater erzählt, warum er so gehandelt hat und nicht anders, kommt etwas Tiefgang in dieses Buch und man spürt die tiefen Emotionen und seine Verzweiflung bis ins Herz.

Mein Fazit: Ein nettes Buch, dass man sicherlich gut zur Entspannung lesen kann - das bei mir aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt!

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