Falladas Lieblingsbuch
Seit Generationen wissen die Leute auf der Insel Rügen, dass mit
den Gäntschows nicht gut Kirschen essen ist. Auch Johannes, der
letzte Spross dieser Sippe, macht keine Ausnahme. Nur Christiane,
seine große Liebe seit Kindheitstagen, hält zu ihm. Gäntschow aber
kann nicht aus seiner Haut: Er will selbständig sein und frei. Zu
spät erkennt er, dass er so auch Christiane verliert.
Dieser Roman über einen kauzigen Helden und dessen merkwürdiges
Glück war für Fallada sein schönstes, reifstes und reichstes Buch .
Rudolf Ditzen alias Hans Fallada , geb. 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten, besuchte ohne Abschluss das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Von 1915-25 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, von 1928-31 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt 'Der junge Goedeschal', seit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman 'Kleiner Mann was nun?' (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Faschismus lebte er als 'unerwünschter Autor' zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über und starb dort 1947. Weitere wichtige Werke: 'Bauern, Bonzen und Bomben' (1931), 'Wer einmal aus dem Blechnapf frißt' (1934), 'Wolf unter Wölfen' (1937), 'Der eiserne Gustav' (1938), 'Geschichten aus der Murkelei' (1938), 'Jeder stirbt für sich allein' (1947).
Ein Marktplatz-Angebot für "Wir hatten mal ein Kind" für EUR 4,00