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Gerard Donovan 

Winter in Maine

Winter in Maine - Donovan, Gerard

Roman

Aus d. Engl. v. Thomas Gunkel

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 17,95
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Produktinformation
  • Abmessung: 222mm x 144mm x 24mm
  • Gewicht: 374g
  • ISBN-13: 9783630872728
  • ISBN-10: 3630872727
  • Best.Nr.: 26330366

Leseprobe zu "Winter in Maine"

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Produktbeschreibung zu "Winter in Maine"

Kurzbeschreibung

"Wir (...) erschrecken über uns selbst und tauchen auf aus einer Geschichte voller Blut und Kälte, die uns so fasziniert hat wie schon lange nichts mehr, das wir gelesen haben. Wo ist die Grenze zwischen unendlichem Kummer und rächender Gewalt? Das ist die Frage, mit der uns dieses irritierende, ruhig und großartig erzählte Buch zurücklässt." -- Elke Heidenreich / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

"'Winter in Maine' taucht ein sich immer weiter verdüsterndes Schicksal in gleißende Helle. In der Schneewüste des amerikanischen Hinterlands arrangiert Autor Donovan seine Helden zu einem tragischen Tableau. Es erscheint wie mit dem Messer herausgeschnitten aus dem friedlichen Winterweiß. Ein Text wie eine Klinge. Präzise und gefährlich." -- Daniel Haas / Spiegel Online

"'Winter in Maine' von Gerard Donovan, auch so ein Knaller, das könnte ein Kultbuch werden wie Marlen Haushofers 'Die Wand': Mann mit Hund (und dreitausend Büchern!!!) in Wildnis, Hund wird erschossen, Mann wird zum Serienkiller. Soviel in Kurzform, aber es ist viel mehr, es geht um das Raubtier in uns, um Einsamkeit, um verlorene Liebe und verlorene Maßstäbe, und das Furchtbare ist: Unsere Sympathie ist immer auf der Seite des Mörders." -- Elke Heidenreich / stern.de

Beschreibung

"Winter in Maine: Das Buch des Jahres - ein meisterhafter Roman." Aus der Begründung der Jury zum Buch des Jahres 2008

Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, und er hat einen treuen Gefährten, seinen Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius- Welt zusammen. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss ...

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, ein treuer und verspielter Pitbullterrier. Eines Nachmittags, als er gerade vor dem Feuer sitzt und liest, hört er einen Schuss. Eigentlich nichts Besonderes, denn es ist gerade Jagdsaison. Dennoch wundert sich Winsome, weil der Schuss ganz in seiner Nähe gefallen ist, zu nahe. Als er vor die Tür geht, entdeckt er, dass Hobbes erschossen wurde - offenbar mit Absicht.

Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben: die Mutter, die er gar nicht kannte, weil sie bei seiner Geburt starb, den Vater, der nie wieder heiratete, der ihn allein großzog und ihm die Sprache Shakespeares beibrachte und jetzt auch schon zwanzig Jahre nicht mehr da ist, an Claire, die einzige Frau in seinem Leben, die ihn einen Sommer lang liebte und dann wieder verschwand. Und jetzt Hobbes, sein letzter wahrer Freund. Am nächsten Tag holt er das Gewehr seines Großvaters aus der Scheune und zieht los, um seinen Hund zu rächen. Er macht Jagd auf die Jäger. Und obwohl diese Rache ebenso sinnlos ist wie die Tat, die ihr zugrundeliegt, verstehen wir diesen einsamen, verzweifelten Mörder, werden seine Komplizen in Eis und Schnee.

Leseprobe zu "Winter in Maine" von Gerard Donovan

30. Oktober - 2. November
Ich glaube, ich habe den Schuss gehört.
Es war ein kalter Nachmittag Ende Oktober, und ich saß in meiner Hütte auf dem Stuhl neben dem Holzofen und las. Durch diese Wälder streifen viele mit Gewehren bewaffnete Männer, meist in abgelegenen Gegenden, wo niemand wohnt, und besonders am ersten Tag der Jagdsaison, wenn die Leute aus Fort Kent oder noch kleineren Städten mit ihren langen Gewehren in Pick-ups heraufkommen, um Hirsche oder Bären zu jagen, durchsieben ihre Schüsse die Luft.
Doch der metallische Knall, der durch den Wald hallte, schien ganz aus der Nähe zu kommen, nicht mehr als einen Kilometer entfernt, falls das tatsächlich die Kugel war, die ihn tötete. Ehrlich gesagt, habe ich mir seither so oft vorgestellt, ihn zu hören, habe ich das Tonband dieses Augenblicks so oft zurückgespult, dass ich den realen Klang des Gewehrs nicht mehr vom eingebildeten unterscheiden kann.
Das war nah, sagte ich, legte ein weiteres Scheit aufs Feuer und schloss die Ofentür, bevor der Rauch hervorquellen und sich im Zimmer ausbreiten konnte.
Die meisten Jäger, auch die Anfänger, blieben im offenen Wald, weiter westlich in den …

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11.10.2009

Beiläufige Morde

"Winter in Maine" von Gerard Donovan erzählt von einem Mann, der andere erschießt, einfach so. Und erschreckenderweise kann der Leser ihn verstehen

Vor Jahren habe ich eine gespenstisch gute Inszenierung von Shakespeares "Richard III." gesehen. Gespenstisch, weil man als Zuschauer die ganze Zeit auf Seiten des Bösewichts war - Richard mordete sich an die Macht, und man dachte: Gib's ihnen, diesen verdammten Hofschranzen, die dich wie Abschaum behandeln!

"Weil ich nicht schmeicheln

und nicht schöntun kann,

Und nicht falsch lächeln,

schleimen, schmieren und

Katzbuckeln kann französisch

affenglatt,

Schon steh ich da als

bitterböser Feind",

sagt Richard ganz am Anfang, einsam, unglücklich, ohne Liebe.

Julius Winsome kann auch nicht schleimen und schöntun. Auch er lebt einsam, was ja noch nicht bedeuten muss, dass einer zum Mörder wird. Aber in Gerard Donovans Roman "Winter in Maine" geschehen sechs eher beiläufige Morde. Sechs Morde an Jägern, die ihrerseits auf alles schießen, was ihnen vor die Flinte kommt, nur so zum Spaß, weil sie …

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27.10.2009

Blutdurchsiebt und bestoben
„Hast du diesen Hund erschossen?” Gerard Donovan erzählt vom „Winter in Maine”
Durch die Bäume ist die Hütte kaum zu erkennen. Ein flacher Bau aus Holz, an den sich eine kleine Veranda schmiegt. Doch so unscheinbar sie von außen auch wirken mag, in ihrem Inneren besteht sie fast nur aus Büchern. Vom Holzofen bis zur Küche, vom Wohnraum bis in die beiden Schlafzimmer erstrecken sich Regale, voll mit Taschenbüchern und wertvollen Erstausgaben, die Julius Winsome von seinem Vater übernommen hat. Und auch wenn der Vater schon seit zwanzig Jahren tot ist, gibt es kaum etwas, das Julius tiefer im Gedächtnis geblieben wäre als die gemeinsamen Lesestunden: „Und ich konnte mich noch an die kalten Seiten in meinen Händen erinnern, wenn ich meinem Vater den Band brachte, den er haben wollte, und beobachtete, wie sich das Buch unter seinem Blick am Feuer erwärmte.”
Leicht könnte man diese Szene für ein melancholisch gefärbtes Erinnerungsbild halten. Doch der in Irland geborene Autor Gerard Donovan hat von jeher eine Vorliebe für kleine Verschiebungen. Geschickt benutzt er das vertraute Muster, um die …

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Perlentaucher-Notiz zur SZ-Rezension

27.10.2009

Ein eindrucksvolles Buch sieht Rezensent Nico Bleutge in Gerard Donovans Roman "Winter in Maine". Die Geschichte um Julius Winsome, einen begeisterten Leser und Außenseiter, der in einer einsamen Blockhütte im amerikanischen Norden in Gesellschaft seines Pitbullterrier Hobbes lebt, hat für ihn etwas verstörendes, vor allem ab dem Moment, als der Hund mit einer Schrotflinte getötet wird, und Julius beginnt, jene Jäger zu jagen und zu erschießen, von denen er glaubt, sie hätten Hobbes auf dem Gewissen. Auch wenn der Roman in den USA zu einigen Debatten über den Besitz von Waffen geführt hat, sieht Bleutge in dem Buch keinen Beitrag zur Waffenkultur des Landes. In seinen Augen geht es vielmehr um die Fragen, was Trauer, Verlust und Einsamkeit mit einem Menschen anstellen können. Der Leser erhalte Einblick in das Denken und Fühlen von Julius, in seine Widersprüche und Wahnvorstellungen, der Autor stelle dessen Bewusstsein in seiner "ganzen Zerrüttung" dar. Bleutge hebt hervor, dass Donavan auf Eindeutigkeit und moralische Bewertung seiner Figur verzichtet. Mit Lob bedenkt er auch Thomas Gunkels vorzügliche Übersetzung des Werks.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Kann man sich für den Verlust der vollkommenen Liebe rächen? Eine erschreckende und zugleich herzzerreißende Antwort gibt dieser meisterhafte Roman."

Autorenporträt zu "Gerard Donovan"

Thomas Gunkel, geb 1956 in Treysa, Erzieher, studierte Germanistik und Geographie und ist als Übersetzer tätig.

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