Wie man das Meer sehen kann - Sepulveda, Luis

Luis Sepulveda 

Wie man das Meer sehen kann

Erzählungen

Übersetzer: Zurbrüggen, Willi
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Wie man das Meer sehen kann

Sepulvedas Geschichten spielen in der ganzen Welt, in Mexiko, Madrid, Santiago de Chile und Hamburg. Sie erzählen von Abenteuern, Fernweh und von schönen Frauen. Aber das große Thema sind die verpassten Gelegenheiten, die ungenützten Chancen und die überraschenden Momente, die plötzlich einen Blick auf andere Welten öffnen.

Sepúlvedas Geschichten spielen in der ganzen Welt, in Mexiko, Madrid, Santiago de Chile und Hamburg. Sie erzählen von Abenteuern, Fernweh und von schönen Frauen. Aber das große Thema sind die verpassten Gelegenheiten, die ungenutzten Chancen und die überraschenden Momente, die plötzlich einen Blick auf andere Welten öffnen.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2002
  • Seitenzahl: 272
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20223
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 133mm x 28mm
  • Gewicht: 417g
  • ISBN-13: 9783446202238
  • ISBN-10: 3446202234
  • Best.Nr.: 10634097
"Es geht einem besser, wenn man Sepulveda liest." (Le Monde)

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

David Wagner hat nachgezählt und kommt zu dem Ergebnis, dass in dem Band mit 27 zum Teil sehr kurzen Erzählungen mehr Lokomotiven als Frauen vorkommen. Überhaupt spielten die meisten Erzählungen in Zügen oder Bahnhöfen, eine wirkliche Begegnung zwischen Männern und Frauen findet vielleicht deshalb kaum statt, so der Rezensent. Dafür gibt es reichlich "verfehlte Begegnungen" (wie übrigens auch der spanische Originaltitel lautet). Am besten gefallen Wagner offenbar die Geschichten, in denen sich Sepulveda als "Archäologe der Eisenbahn" offenbart. Dabei fabriziere der chilenische Autor keine "vorpatinierte Eisenbahnprosa", nichts glänze, vielmehr seien die Züge "tatsächlich verrostet". Aber dann gibt es in den Erzählungen auch wieder Anachronismen, mit denen Wagner nichts anfangen kann. Klingelnde Telegrammboten etwa und vor allem die Frauen - Wagner spricht von einer "krankenschwesternden Künstlerbetreuerin" oder einer "stummen, leicht verführbaren Änderungsschneiderin". Obwohl Wagner einige schöne Erzählungen gefunden hat, gewinnt man alles in allem aus seiner Rezension nicht den Eindruck, dass er diesen Erzählband ein zweites Mal lesen wird.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.10.2002

Im Schienenmeer
Chile ist sehr, sehr fern: Erzählungen von Luis Sepúlveda
In den siebenundzwanzig Geschichten in Luis Sepúlvedas „Wie man das Meer sehen kann” geht es meist ums Wegfahren. Fast immer nehmen seine Protagonisten den Zug. Sie steigen in Andenzüge, Pampazüge oder den Paris-Warschau-Express. Ein Vater fährt mit seinem Sohn achtzehnhundert chilenische Eisenbahnkilometer in den Süden, um mit den dortigen Muschelzüchtern zu verhandeln, eine andere Erzählung phantasiert den Lebenslauf eines Menschen, der in der Eisenbahn geboren, mit Bahnhofsmilch großgezogen wird und seinen Zug nie verlässt. Einmal verschwindet ein Zug auf dem Weg durch die Anden in einer Nebelbank und stürzt von einer Brücke, die da sonst gar nicht steht, einmal sagt ein Heizer „Der Eisenbahner ist Seemann zu Land”. Und die kleinen Bahnhöfe sind die Häfen der Züge, die es, wie den „Patagonia Express” aus Sepúlvedas gleichnamigem Roman, in Wirklichkeit wahrscheinlich gar nicht gibt.
Sepúlveda, der sein Geburtsland Chile unter Pinochet verlassen musste, lässt seine Geschichten auch um Bahnhöfe oder bloß durchfahrende Züge kreisen. Einmal geht es um die acht …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.11.2002

Fahr nicht!
Erste Liebe, zweites Rendezvous: Luis Sepúlvedas Erzählungen

"Die Welt ist klein", schrieb 1503 der enttäuschte Admiral des Ozeanmeers auf seiner letzten Reise aus der Neuen Welt an das spanische Königspaar. "Heute brennen selbst die Schneider darauf, Entdecker zu sein." Solch überraschende Wendungen ließen die "Lettera rarissima" des Kolumbus zu einem der berühmtesten Textzeugnisse der Geschichte werden. Weniger bekannt ist, daß dieser Brief in der Urfassung die sagenhafte "Beschreibung eines unbekannten Ortes" enthielt, der aus einer riesenhaften Bibliothek bestand. Offenbar um die Bücher vor der Eroberung durch Nadel und Zwirn zu schützen, verschwieg Kolumbus eine genauere Ortsbestimmung. Das Manuskript verschwand spurlos aus dem Nachlaß seines letzten Besitzers, des spanischen Humanisten Juan Ginés de Sepúlveda. Bis heute hält sich der Verdacht, es handele sich allein um "eine Frucht Sepúlvedascher Fabulierkunst".

Brisanz erhält diese These, wenn man auf den Namen ihres Urhebers blickt: Luis Sepúlveda. Die historische Existenz Sepúlvedas, des spanischen Renaissancedenkers ebenso wie des 1949 in Chile geborenen …

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"Es geht einem besser, wenn man Sepúlveda liest." (Le Monde)
Luis Sepulveda, geb. 1949 in Chile, musste wegen seines politischen Engagements seine Heimat verlassen und lebte u.a. über zehn Jahre in Deutschland im Exil. Er arbeitete als Journalist und für die UNESCO. Heute lebt Sepulveda in Spanien. Sein Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und erhielt wichtige Auszeichnungen.

Leseprobe zu "Wie man das Meer sehen kann" von Luis Sepulveda

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