Wer ist Jennifer Jones? - Cassidy, Anne

Anne Cassidy 

Wer ist Jennifer Jones?

Ein Psychothriller

Broschiertes Buch
 
1 Kundenbewertung
***** ausgezeichnet
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Wer ist Jennifer Jones?

Was muss passieren, damit ein kleines Mädchen seine Freundin umbringt? Gibt es eine gerechte Strafe für eine solche Tat? Wie kann man mit einer solchen Schuld weiterleben? Jennifer Jones ist gerade zehn, als sie ihre Freundin erschlägt. Die Öffentlichkeit ist entsetzt. Nach mehreren Jahren Arrest erhält Jennifer eine neue Identität und versucht, mit der Vergangenheit abzuschließen und sich ein neues Leben aufzubauen. Doch es dauert nicht lange, bis diese Pläne durchkreuzt werden...


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 350 S.
  • Seitenzahl: 350
  • Fischer Taschenbücher Bd.80760
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 304g
  • ISBN-13: 9783596807604
  • ISBN-10: 3596807603
  • Best.Nr.: 22814278

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensentin Antje Weber ist sich nicht ganz sicher, wie glaubwürdig sie die Entwicklung findet, die die britische Jugendbuchautorin Anne Cassidy einer 10-jährigen Mörderin zuschreibt. Ein paar Jahre später ist aus dieser Jennifer die 16-jährige Alice, ein "offensichtlich recht normales Mädchen", geworden. Wie das emotional genau funktionieren kann, daran bietet dieses Buch nur "Annäherungen". In diesem Sinne ist das Buch auch eher ein "Psychothriller" als eine "psychologische Studie" geworden. Doch auch wenn einiges offen bleibt: Mit der grundsätzlichen Stoßrichtung der Geschichte, nämlich, dass "jeder Mensch eine zweite Chance" verdient, ist Weber durchaus einverstanden.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.11.2008

Eine zweite Chance
Anne Cassidys Psychothriller „Wer ist Jennifer Jones?”
Wie lebt jemand, der einen anderen Menschen ermordet hat, mit seiner Schuld weiter? Das allein ist schon eine schwierige Frage. Wie aber lebt ein zehnjähriges Kind weiter, das ein anderes zehnjähriges Kind ermordet hat? Das ist eine ungeheuerliche Frage, die man schnell wieder verdrängen möchte.
Die britische Jugendbuchautorin Anne Cassidy hat sich dieser Frage gestellt und in ihrem Psychothriller Wer ist Jennifer Jones? an Antworten herangetastet. Mehr als Annäherungen kann es bei einem solchen Thema nicht geben, denn bis in die letzte Tiefe lässt sich eine solch komplexe Mischung der Gefühle kaum ausloten. So ist dieses Buch tatsächlich mehr Psychothriller als psychologische Studie, und das ist auch völlig in Ordnung.
Denn wie jeder gute Thriller ist diese Geschichte, die von der 16-jährigen Alice und ihrer Vergangenheit als zehnjährige Jennifer erzählt, vor allem sehr spannend. Dass der demonstrativ normale Alltag des Teenies Alice alles andere als normal ist, wird dabei schnell klar: Nach sechs Jahren Haft hat man ihr eine falsche Identität und eine Ersatzmutter in …

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Anne Cassidy wurde 1952 in London geboren. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie Lehrerin und arbeitete mehrere Jahre in einer Bank. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn. Anne Cassidy hat in England mehrere sehr erfolgreiche Romane für Jugendliche veröffentlicht.

Leseprobe zu "Wer ist Jennifer Jones?"

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Kundenbewertungen zu "Wer ist Jennifer Jones?" von "Anne Cassidy"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von diejai.blogspot.de aus Köln am 29.01.2012 ***** ausgezeichnet
Trotz des Aufdrucks "Psychothriller" auf dem Cover, war ich mir nicht völlig klar darüber, was mich bei diesem Buch wohl erwartet. Die Spannung kommt natürlich nicht zu kurz, obwohl sie sich erst gegen Ende wirklich steigert. Aber das Buch hat viel mehr zu bieten. Die Geschichte von Jennifer hat mich sehr berührt, stellenweise einfach nur sprachlos gemacht und schockiert.

Im Vordergrund der Geschichte steht natürlich die Frage danach, was ein zehnjähriges Mädchen dazu bringt, die beste Freundin zu erschlagen. Doch auch die Frage nach der Schuld steht groß und deutlich im Raum. Ist Jennifer die Schuldige, weil sie die Tat begangen hat? Ist ihre Mutter Schuld, die sich mehr mit sich selbst als mit der Tochter beschäftigt? Oder ist vielleicht die Großmutter Schuld, die den Hund der Enkelin vorzieht? Die Autorin lässt den Leser mit diesen Fragen alleine, denn sie beantwortet sie nicht. Dadurch, dass die Autorin die Schuldfrage in keine feste Richtung lenkt, weist sie auch keine Schuld zu. Mir hat dies gut gefallen, weil es so an jedem Leser selbst liegt, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Für mich hat dies vor allem eines gezeigt: es sind viele Faktoren, die zu einer solchen Tat führen können und die Schuld sollte man niemandem zu schnell und leichtfertig zuschieben. Denn manchmal ist einfach niemand Schuld.

Interessant fand ich auch den Umgang der Medien mit dem Fall Jennifer Jones. Nur auf die eigene Schlagzeile bedacht, zeigen sie sich in diesem Roman von ihrer schlechtesten Seite. Die Darstellung dieser Situationen wirkte auf mich sehr lebensnah. Gleichzeitig stellte ich mir die Frage nach der Verantwortung der Medien. In dieser Geschichte hätten die Medien meiner Meinung nach wesentlich mehr Sensibilität zeigen müssen. Dies stellt keine Kritik an der Geschichte dar, sondern eine Kritik an der Unsensibilität der Medien.

Die erzählte Geschichte hat mir gut gefallen. Anne Cassidy stellt die Geschehnisse überzeugend dar, so dass ein rundes und abgeschlossenes Bild entsteht. Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft, so dass ich mir häufig vorkam, als wäre ich mit dabei. Gut gefallen hat mir auch die Eindringlichkeit, mit welcher mir die Geschichte nahe gegangen ist. Denn auch wenn ich gerade nicht gelesen habe, musste ich an Jennifer denken und ich habe mich viel mit dem Thema "Schuld" auseinander gesetzt.

Fazit:

Mit "Wer ist Jennifer Jones?" ist Anne Cassidy eine eindringliche Geschichte gelungen, welche berührt und unter die Haut geht. In meinen Augen ist das Buch mehr als "nur" ein Psychothriller, wobei ich es nicht zu kategorisieren vermag. Jennifers Geschichte sowie die Frage nach der Schuld werden von der Autorin glaubhaft dargestellt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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