Wenn es klopft - Kloeble, Christopher

Christopher Kloeble 

Wenn es klopft

Erzählungen. Originalausgabe

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Wenn es klopft

Wenn es klopft, kann sich alles verändern: jeden Moment kann das Leben eine andere Richtung einschlagen. Christopher Kloeble erzählt von diesen Momenten.
Die verräterische Geste eines Mannes veranlasst eine Kioskbesitzerin, die Verfolgung aufzunehmen. Eine Pflegerin provoziert den letzten Auftritt eines pensionierten Schauspielers. Die Mutter der vorlauten Mari verwickelt ihren Nachbarn in eine zwielichtige Liebschaft. Ein junger Mann setzt auf Besuche bei einer Prostituierten, um seiner Beziehung neuen Schwung zu verleihen. Und mit einem mächtigen Sessel dringt ein schmerzhaftes Geheimnis in die Kindheit eines Mädchens.
Jürgen-Ponto-Literaturpreisträger Christopher Kloeble beschreibt in seinen Erzählungen feine Risse und entscheidende Risse im Leben seiner Helden. Er markiert Wendepunkte, nimmt die vermeintlich banalen Dinge aber ebenso wichtig wie die großen Zäsuren. So eindrücklich wie berührend erzählt er von Menschen, die sich mit Witz, Mut und Widerständigkeit ihr Leben erstreiten.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 197 S.
  • Seitenzahl: 197
  • dtv Taschenbücher Bd.24720
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 136mm x 22mm
  • Gewicht: 314g
  • ISBN-13: 9783423247207
  • ISBN-10: 3423247207
  • Best.Nr.: 25616352
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.10.2009

Unter fremden Eltern
Labile Leben: Christopher Kloebles Erzählungen

So sieht er aus, der Bankrott des Modells "Familie": Die Mütter sind unförmig, asozial, exzentrisch oder sexuell übergriffig. Die dazugehörigen Väter zeigen zwar Ernährerfleiß, müssen sich jedoch in dem bisschen Raum einrichten, den die Frauen ihnen lassen - wenn sie nicht längst das Weite gesucht haben. In den Erzählungen des 1982 geborenen Christopher Kloeble erscheint die Spezies "Eltern" ziemlich derangiert und wird von den Nachkommen so rat- wie beziehungslos betrachtet. Selbst in den Geschichten, in denen die Erzeuger nicht direkt auftreten, scheinen die jugendlichen Ich-Erzähler unter einem postfamiliären Schleudertrauma zu leiden. Die elf Geschichten in "Wenn es klopft" knüpfen damit nahtlos an Christopher Kloebles Debütroman "Unter Einzelgängern" (2008) über eine auseinanderbrechende Familie an.

In "Mondfuge" rührt sich eine fettleibige Trinkerin nicht aus ihrem Sessel, während ihre Tochter den Haushalt führt und Klavier übt. Eines Nachts beginnt die Mutter, dem Mädchen an die Wäsche zu gehen. Diese kann sich vom mütterlichen Dämon erst spät und …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit seinem Erzählungsband "Wenn es klopf" knüpft Christopher Kloeble thematisch an seinen Debütroman an, handeln die elf Erzählungen doch allesamt von familiären Katastrophen, Übergriffen oder Vernachlässigungen beziehungsweise ihren Nachwehen, konstatiert Judith Leister. Irgendwie erinnern sie die Geschichten des 1982 geborenen Autors nicht nur wegen der Familienthemen an Zoe Jennys Romane und überhaupt Jahrtausendwendeliteratur. Allerdings lässt die Rezensentin durchblicken, dass sie ein bisschen mehr erzählerisches Risiko durchaus zu schätzen gewusst hätte. Was sie vermisst, ist der jugendliche Wagemut, der bei der "Generation Praktikum", zu der sie Kloeble zählt, für ihr Gefühl etwas unterentwickelt ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

»Kloeble beschäftigt sich mit Wendepunkten, die dem Leben seiner Figuren eine andere Richtung geben.« Henriette Ärgerstein, Rheinischer Merkur 28.01.2010

"Kloeble beschäftigt sich mit Wendepunkten, die dem Leben seiner Figuren eine andere Richtung geben."
Henriette Ärgerstein, Rheinischer Merkur 28.01.2010

»Kloeble beschäftigt sich mit Wendepunkten, die dem Leben seiner Figuren eine andere Richtung geben.«
Henriette Ärgerstein, Rheinischer Merkur 28.01.2010
Christopher Kloeble studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Beiträge von ihm erschienen u.a. in der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung und der taz. Er war Stipendiat des International Writing Programs der University of Iowa und Writer-in-Residence der Cambridge University (GB). Sein Theaterstück ‚Memory‘ war für den Heidelberger Stückemarkt nominiert. Für sein Romandebüt ‚Unter Einzelgängern‘ wurde er mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung ausgezeichnet. 2009 erschien sein Erzählband ‚Wenn es klopft‘. Sein erstes Drehbuch wurde 2011 für BR α verfilmt; der Film mit dem Titel "Inklusion" wurde in den Medien vielfach diskutiert.


Leseprobe zu "Wenn es klopft" von Christopher Kloeble

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