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| Bewertung von rumble-bee aus Velbert am 20.03.2012 | |
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Erstens einmal würde ich es nicht unbedingt als "Thriller" bezeichnen. Denn die Hauptperson, der Bauunternehmer Glen Garber, ermittelt nicht einmal richtig, er versucht einfach, den plötzlichen Unfalltod seiner Frau zu verarbeiten. Außerdem dauert es bis ins letzte Drittel des Buches hinein, bis er endlich die Diagnose "Unfall" in Frage stellt. Das war schon ein klein wenig langatmig. Der dritte Punkt, der für mich gegen das Etikett "Thriller" spricht, ist die Tatsache, dass der Killer durch weite Strecken des Buches hindurch eigentlich bekannt ist. Er wird von den ermittelnden Behörden ins Spiel gebracht und genannt, kommt also noch nicht einmal überraschend. Die einzige Frage ist, in welchem genauen Verhältnis alle Beteiligten zu ihm stehen. Die nächste große Eigenheit des Buches ist für mich, dass die geschilderten Verhältnisse doch sehr "amerikanisch" sind. Einen solchen Thriller, wenn es denn einer ist, hätte man meiner Meinung nach so nicht in Deutschland schreiben können. Die Handlung fußt auf Umständen, die mir vom Verständnis her einfach ein wenig fremd sind. Die Grundmotive des Buches sind nämlich Konsumversessenheit, Geldmangel, finanzielle Krise, und Produktfälschungen. Und deren Verquickung ist eben das grundsätzlich "amerikanische" an diesem Buch. Sicher gibt es auch hierzulande Imitate von Nobel-Handtaschen, von Medikamenten, und anderen Produkten. Aber dass einfache Hausfrauen zu diesem Mittel greifen sollen, um ihre Kasse aufzubessern, will mir nicht in den Kopf. Das Argument, die Banken hätten viel zu leicht Hypotheken und Kreditkarten ausgegeben, erscheint mir sehr lahm. Und auch das Argument, aufgrund einer Wirtschaftsflaute sogleich in seiner Existenz bedroht zu sein, will mir nicht recht einleuchten. Die gefälschten Medikamente als Einnahmequelle sind für mich das Unlogischste überhaupt. Es wird gesagt, viele Leute könnten sich die "echten", die sie aber dringend bräuchten, unter Umständen nicht leisten. In Deutschland stimmt das so nicht. Wenn jemand ein Medikament wirklich lebensnotwendig braucht, trägt es die Krankenkasse. Da ist ein schwunghafter Handel mit Fälschungen überhaupt nicht nötig. Eine eher unbedeutende, für mich dennoch spürbare Eigenheit ist der Schreibstil, und die Charakterisierung der Personen. Der Stil ist irgendwie sehr "lakonisch", beinahe flapsig. Das mag der Übersetzung geschuldet sein - ich wäre neugierig, die Originalfassung anzuschauen. Glen Garber kommt im ganzen Buch eher abgeklärt rüber - obwohl er seine Frau gerade verloren hat, habe ich nur zwei Stellen im Buch gefunden, an denen er spürbar trauert. Und auch die waren sehr kurz. Auch seine Tochter Kelly scheint für ihre 8 Jahre unwirklich erwachsen, mal ganz abgesehen von ihrer Medien-Nutzung. Das gibt es so wohl nur in Amerika... Hierzulande habe ich noch keine Kinder getroffen, die im Alter von 8 Jahren Videos mit Handy-Kameras drehen, ihre Hausaufgaben am Computer machen, und mit Freunden chatten... Was mich allerdings überzeugt hat, und was auch die Grundlage für die 4 Sterne ist, ist der routiniert erdachte und abgewickelte Plot, die stetig sich steigernde Spannung, und das geschickte Streuen von Hinweisen und Details. Glen Garber mag kein Ermittler sein, aber gerade durch seine Unprofessionalität wird das Staunen des Lesers den vielen Details gegenüber gut gespiegelt. Zudem sind seine Kapitel aus der Ich-Perspektive geschrieben, und wechseln sich ab mit "neutralen" Kapiteln, die von anderen Personen handeln. Das fand ich sehr erfrischend und glaubwürdig. Es war insgesamt gesehen eine stetige Verwirrungs-Spirale, die sich langsam aber unaufhaltsam zuzog. Jeder, aber auch wirklich jeder in diesem Buch schien "mit Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook |
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| Bewertung von Trinity am 01.03.2012 | |
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Auf einmal ist nichts mehr so wie es mal war: Sheila Garber hat einen tödlichen Autounfall und hinterlässt ihren Mann Glen sowie ihre 8-jährige Tochter Kelly. Sie soll schuld sein, soll sich stark alkoholisiert hinters Steuer gesetzt haben und mit ihrem auch das Leben von zwei weiteren Menschen ausgelöscht haben. Auch wenn Glen seine tote Frau samt leerer Alkoholflasche im Wagen am Unfallort gesehen hat, kann er sich das überhaupt nicht vorstellen. Seine Frau war immer vorblidlich und verantwortungsbewusst und hatte noch nie mit Alkohol im Blut einen Wagen gefahren. Kurze Zeit später kommt auch außerdem eine Freundin von Sheila unter seltsamen Umständen ums Leben. Eine weitere Freundin erkundigt sich nach einer großen Summe Geld, welches Sheila ihr in der Unfallnacht überbringen sollte. Glen erscheint alles immer seltsamer und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.... Linwood Barclay legt in seinem neuen Thriller von der ersten Seite an spannend los.Schon der Prolog machte neugierig wie es weiter geht, auch wenn ein Zusammenhang zum eigentlichen Thriller zunächst nicht zu erkennen ist. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich und ich hatte Mühe, das Buch überhaupt zur Seite zu lesen. Es war spannend vom Anfang bis zum Ende. Man denkt zwar schon ziemlich früh, man weiß wie es ausgeht, aber es kommen immer neue Erkenntnisse und Puzzleteile hinzu und am Ende überrascht Barclay dann noch einmal. Der Schreibstil war wunderbar flüssig zu lesen. Glen und Kelly waren mir sehr sympatisch, auch wenn Kelly meiner Meinung nach nicht immer wie eine 8-jährige agiert und schon als älter durchgehen könnte. Ich habe alle auch die Vorgängerthriller von Barclay gelesen und muss sagen, dass dieses bei mir für die meiste Spannung gesorgt hat. Ich kann es nur weiter empfehlen. |
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| Bewertung von Mimis-Bücherschränkchen am 29.02.2012 | |
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Meine Meinung: Vorab sei gesagt, dass "Weil ich euch liebte" für mich nicht an "Ohne ein Wort" rankam. Ich war ehrlich gesagt sogar ein wenig enttäuscht. Die Story war für mich sehr vorhersehbar, es gab zu viele, oberflächliche Charaktere und manche Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Aber mal der Reihe nach. Der Schreibstil ist einfach zu lesen. Darum lässt sich das Buch mit seinen 526 Seiten auch relativ schnell lesen. Das Genre Thriller habe ich hier nicht wirklich erkannt, eher einen Krimi. Alles ein bisschen seichter. Der Anfang des Buches lies mich wirklich hoffen, dass es genauso gut wird wie "Ohne ein Wort", doch nach einigen Kapiteln wusste ich, dass es nicht so war. Glen Garber an sich, ist als Hauptcharakter eigentlich eine ziemlich gute Wahl, aber irgendwas hat mir an ihm gefehlt. Er und seine Familie haben Geldsorgen, da seine Firma, wegen Schwierigkeiten auf einer Baustelle keine Aufträge mehr bekommt. Sheila hatte ein paar Ideen, die ihnen zu Geld verhelfen könnten, doch dann hatte sie ja den Unfall. Glen ist eher der Nachdenkliche Typ, ist absolut sauer auf das was seine Frau getan hat (betrunken ans Steuer, das konnte er sich nicht vorstellen, aber scheinbar war es so) und er liebt seine kleine Tochter Kelly über alles. Er flippt auch gelegentlich mal aus, aber das wars dann auch leider schon. Für seine kleine Tochter Kelly würde er alles tun und er versucht sie zu schützen, wo es nur möglich ist. Manchmal führt er Selbstgespräche, die an seine Frau gerichtet sind und man erfährt was ihn bewegt. Kelly ist ein süßes kleines Ding. Sie ist 8 Jahre alt und nun da ihre Mutter tot ist, lebt sie allein mit ihrem Vater. Sie ist traurig, aber meiner Meinung nach steckt sie das alles viel zu gut weg für eine 8 Jährige. Sie verhält sich auch nicht wirklich so, wie es ein 8 Jahre altes Mädchen tun würde. Kelly ist sehr vernünftig, auch wenn sie ein paar Fehler begeht. Kelly hat eine Freundin, Emily, sie ist die Tochter von den Slocums, die mit den Garbers befreundet sind. Sally arbeitet wie Theo, Doug und KF (ein Spitzname eines Mitarbeiters) für Glen. Er betreibt wie oben erwähnt ein Bau Unternehmen. Sally ist seine Sekretärin und für Glen wie eine Schwester. Doug ist Glens bester Freund. Fiona ist Sheilas Mutter. Sie hat einen neuen Mann Marcus. Fiona ist nicht besonders gut auf Glen zu sprechen, doch das beruht auf Gegenseitigkeit. Marcus versucht immer zu schlichten, doch Fiona hat ein hitziges Gemüt. Es gibt noch eine Reihe weiterer Charaktere, aber wenn ich weiter mache dann wird das eine Monster-Rezension ;) Leider erkennt man in der Story direkt den roten Faden. Man kann sich denken wo alles hinführt und das ist wirklich sehr schade. Das Ende hat mich ein klein wenig überrascht, da ich nicht damit rechnete, aber das war auch die einzige Überraschung. Es war zu viel. Zu viele Charaktere, zu viele Tatorte, zu viel drumrum und zu viele Verdächtige. Durch diese "Überfüllung" hat das Buch stark gelitten. Ich habe mich nie richtig verbunden gefühlt, und der einzige Charakter der mir ein bisschen am Herzen lag war Kelly. Alles in allem leider eine Enttäuschung. Fazit: Tolle Idee, aber eher schlecht umgesetzt. Alles war einfach too much. |
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| Bewertung von I_love_books am 29.02.2012 | |
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„Welche Umstände bringen Menschen - wie du und ich - an den Rand der Legalität?“ Zum Inhalt: Anfangs fehlte mir der richtige Zusammenhang zwischen dem Prolog und dem ersten Kapitel: Was haben zwei Freundinnen - die in New York in die dunkle Shopping-Welt von Handtaschen-Imitaten abtauchen und eiskalt ermordet werden - mit Sheila Garber zu tun? Sheila ist die äußerst fürsorgliche Mutter ihrer Tochter Kelly und die geliebte Ehefrau von Glen - diese Frau hat doch kein Dreck am Stecken, niemals! Oder etwa doch?! ... eines Abends kommt sie nicht nach Hause und Glen macht sich zusammen mit Kelly auf die Suche nach ihr. Er findet seine Frau - tot in einem Autowrack. Als wäre das nicht schon Grund genug, seine und Kelly's Welt ins Wanken zu bringen, muss Glen auch noch erfahren, dass Sheila nicht das Opfer des Autounfall ist! Nein, SIE ist an Allem schuld! Sie ist der Unfallverursacher und hat wegen Trunkenheit am Steuer nicht nur ihr Leben und das ihrer Familie zerstört - sie hat zwei unschuldige Unfallbeteiligte mit sich in den Tod gerissen!!! Vor allem Kelly hat sehr darunter zu leiden. Ihre Mitschüler mobben sie für das, was ihre Mutter getan hat. Kelly soll bei ihrer besten Freundin Emily übernachten, um wenigstens mal einen schönen und sorgenfreien Tag genießen zu können... Aber alles kommt anders als gedacht. Kelly will die Zelte abbrechen und sofort wieder nach Hause. Irgendwas ist zwischen Kelly und Emily's Mutter passiert und als diese am selben Abend plötzlich tot aufgefunden wurde, gerät die Nachbarschaft aus den Fugen. Kelly soll Rede und Antwort stehen, was am Vorabend passiert ist und erzählen was sie weiß - jedoch will ihr Vater sie davor schützen, ist sie doch eh schon verängstigt und verstört über all die schrecklichen Ereignisse. Dann erwähnen Nachbarn einen ominösen Umschlag, den Glens Frau unterschlagen haben soll und den Glen besser wieder rausrücken sollte. Als dann auch noch ein Detektiv auftaucht der behauptet, dass Sheila und ihre Freundinnen in den Verkauf von Handtaschen- und Tabletten-Fälschungen involviert sind, wird Glen hellhörig... Er hätte nie gedacht, dass seine Frau zu so etwas fähig wäre - je mehr er über Sheila nachdenkt und in Erfahrung bringt, desto mehr fragt er sich: Wie gut kenne ich meine Frau überhaupt? Und noch schlimmer: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Tod seiner Frau und Emily's Mutter? Sind Kelly und er in Gefahr?!? Fazit: Ich finde den Hindergrund der Geschichte recht schlüssig und nachvollziehbar: Die Schuldenkrise kann selbst ehrenwerte Bürger an den Rand der Legalität bringen. Sie bangen um ihre Zukunft, leben nur noch auf Pump und wahren nur noch den Schein - bis diese Seifenblase platzt. Linwood Barclay hat eine spannende Story daraus geknüpft und zeigt, wie schnell man in so einen Abwärtsstrudel gelangen kann. Ich war nicht enttäuscht über "Weil ich euch liebte" und finde, dass Buch ist echt spannend! Covergestaltung: Anfänglich hat mir das Cover echt sehr gefallen. Jedoch ist mir aufgefallen, dass dasselbe Coverfoto von "Weil ich euch liebte" für den Thriller "Entführt" von Hans Koppel verwendet wird. Klar wurde hier und da Blut hinzugefügt oder Risse auf dem Cover angedeutet etc., aber am Ende ist es ein und dasselbe Motiv. Ich weiß, dass für etliche Buchcovergestaltungen Bilder bei sogenannten Bildagenturen eingekauft werden. Daran ist nichts verkehrt, aber mal ehrlich... Linwood Barclay ist kein unbekannter 0815-Autor und ich bin der Meinung, dass so ein Autor es eigentlich wert sein sollte, Exklusivrechte an Bildern und Coverdesign zu erhalten.... |
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| Bewertung von Humpi am 29.02.2012 | |
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Inhalt: Plötzlich und unerwartet stirbt Glen Garbers geliebte Ehefrau Sheila bei einem Autounfall, den sie selbst durch Alkohol am Steuer verursacht haben soll und dabei außer sich noch zwei andere, unschuldige Menschen tötet. Glen, der Protagonist in „Weil ich euch liebte“, kann es nicht fassen, da so etwas überhaupt nicht zu seiner Frau passt. Eigentlich war sie immer die Vernünftige, die sich unter Alkoholeinfluss immer ein Taxi rufen würde, anstatt sich selbst noch hinters Steuer zu setzen. Doch Glen scheint seine Frau nicht richtig gekannt zu haben… Die auch so schon schwierige Zeit für ihn und die gemeinsame Tochter Kelly wird noch von weiteren Zwischenfällen überschattet. Die beste Freundin Sheilas, Ann Slocum, wird ebenfalls Opfer eines zwielichten Unfalls. Plötzlich weiß Glen nicht mehr, wem er vertrauen kann und wem nicht! Selbst die eigenen Nachbarn und Freunde, die er schon ewig und gut zu kennen glaubt, spielen plötzlich ein perfides Spiel. Was hat dies alles miteinander zu tun? Und handelt es sich wirklich um zwei Unfälle, bei denen Sheila und Ann ums Leben kamen? Lest selbst, wenn ihr auf all diese Fragen eine Antwort bekommen möchtet! :) Meine Meinung: Cover und Titel haben mich zunächst sehr schnell auf das Buch aufmerksam gemacht, da ich beides gut gewählt und gelungen finde! Und letztendlich haben beide nicht zu viel versprochen: Die Handlung ist wirklich gut durchdacht, viele einzelne Stränge, die immer wieder neue Fragen aufwerfen, lassen den Plot nie langweilig werden. Die Charaktere sind mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen und ich habe wirklich die ganze Zeit über mitgefiebert, wie es wohl weitergehen wird. Besonders das Verhältnis zwischen Vater und Tochter, nachdem die Mutter sehr plötzlich verstorben ist, fand ich sehr gut dargestellt, da auch die Probleme einer solchen „Familienkonstellation“ zum Ausdruck kamen. Jedoch fand ich an einigen Stellen, dass die Tochter Kelly vom Intelligenz- und Sprachniveau nicht einem normalen achtjährigen Kind entspricht. Ihre Rückschlüsse schienen mir manchmal doch etwas zu differenziert und durchdacht für ein Kind dieses Alters. Dennoch gefielen mir dann wiederum die Stellen, an denen der Autor gewitzt die kindliche Naivität einbringt, da man so trotz Thriller-Atmosphäre auch zwischendurch etwas zu lachen hatte. Insbesondere der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, da dieser sehr schön und flüssig zu lesen ist. Insgesamt ein tolles Buch, das nun wohl eines meiner neuen Lieblingsbücher ist. Spannend bis zur letzten Seite und nie um eine neue Wendung verlegen! Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen und würde gerne Weiteres von Linwood Barclay lesen! |
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| Bewertung von Convallaria am 29.02.2012 | |
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Glen’s Welt gerät gefährlich ins Wanken. Seine Ehefrau Sheila verursacht - scheinbar volltrunken - einen tödlichen Autounfall, bei dem zwei weitere Menschen sterben. War sie wirklich eine Alkoholikerin und er hat die ganze Zeit nichts davon mitbekommen? Jetzt muss er sich allein um seine 8-jährige Tochter Kelly - die in der Schule „Säuferkind“ genannt wird - kümmern. Als wäre das Alles nicht bereits schwierig genug, läuft es beruflich nicht sehr gut. Seine Firma wirft kaum noch Profit ab und er hat wegen einem Hausbrand mit der Versicherung zu kämpfen. Dann stirbt auch noch die Mutter von Kelly’s bester Freundin Emily unter mysteriösen Umständen und Glen muss erkennen, dass nichts so ist wie es scheint und er niemand in seinem sozialen Umfeld wirklich trauen kann und darf. Außerdem muss er sich mit der Frage auseinandersetzen: War Sheilas Tod wirklich ein Unfall? Erst mal muss ich sagen: Wenn die ganzen Flüchtigkeitsfehler nicht gewesen wären, hätte das Buch besser abgeschnitten. Normalerweise störe ich mich gar nicht so sehr daran, aber hier war es wirklich sehr auffällig. Die Beschaffenheit der Seiten war auch eher dürftig. Auf dem Weg zu mir war es normaler Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, aber weil das Papier so dünn ist, war es zum Teil arg gewellt. Das Cover gefällt mir gut. Es sticht durch seine hellen Farben stark aus dem ganzen Thriller-Cover-Einheitsbrei heraus und vermittelt, durch seine gedämpften Farben, trotzdem was Beklemmendes. Ich frage mich, welche der toten Frauen dort abgebildet ist. Ich schätze, dass es sich um Sheila handelt. Wer den Schluss des Buches kennt, weiß was ich meine. Was mich verwirrt hat, waren die vielen Frauennamen mit dem Anfangsbuchstaben B: Belinda, Bonnie, Betsy. Da bin ich manchmal ins Straucheln gekommen. Kelly hätte ich jetzt eher auf zwölf Jahre geschätzt, denn ich kenne keine Achtjährige, die sich teilweise so reif verhält. Ansonsten... so viel Mist auf einmal, das ist schon unnormal. Kaum einer der Protagonisten war ein achtbarer Charakter und irgendwie hatten alle Dreck am Stecken. Erst im zweiten Drittel des Buches nahm die Geschichte Fahrt auf und ich konnte es kaum erwarten endlich ALLE Hintergründe zu erfahren. Normalerweise bin ich auch von Drogengeschichten nicht so leicht zu begeistern, da mir daran einfach das Interesse fehlt. Thriller sind für mich Geschichten mit Serienmördern und Psychopathen. Letztendlich hat mir „Weil ich euch liebte“ allerdings sehr gut gefallen. Der Erzählstil ist unkompliziert und trotz der Anlaufschwierigkeiten bezüglich Spannung flüssig zu lesen. Wegen der Fehler... auch im Buchverlauf... gibt es von mir nur drei Sterne. Das hätte echt nicht sein dürfen und fließt leider auch mit in die Bewertung ein. |
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| Bewertung von Caro1893 aus Stuttgart am 28.02.2012 | |
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Mein Meinung: Leider bin ich ein bisschen enttäuscht von "Weil ich euch liebte". Ich hatte zuvor von Linwood Barclay schon "Ohne ein Wort gelesen" und war total begeistert. Hier hatte ich mir aufgrund von Klappentext, Cover und ebenjener Erfahrung einfach viel mehr erwartet. Das Buch beginnt auch genau mit der Spannung die ich mir erhofft habe. Der Prolog wirft den Leser mittten in eine Szene, die so abrupt endet, dass man gar nicht so genau weiß, wie einem geschieht. Gerne hätte ich an dieser Stelle mehr erfahren, doch natürlich wird nach dieser Szene zu einem anderen Schauplatz geschwenkt. Und genau ab da fing das Buch an mich zu langweilen. Ich hatte das Gefühl, der Protagonist Glen Garber fährt planlos von A nach B, beschuldigt alle Leute in seiner Umgebung etwas mit dem Tod seiner Frau zutun zu haben und verhält sich auch sonst irgendwie nervig. Die Geschichte war in dem Moment so "unspannend", dass ich versucht war, das Buch wegzulegen. Durch seinen flüssigen Schreibstil macht der Autor zwar einiges wett, doch richtig fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Ich wollte das Buch nur möglichst schnell zu Ende bringen, um schnell wieder etwas spannendes lesen zu können. Das auf dem Cover steht, dass es sich hier um einen Thriller handelt, finde ich ziemlich überzogen, wenn man das Ende mal nicht beachtet(Welches eine deutliche Spannungssteigerung zum Rest der Geschichte aufweist). Zwar wird hier und da jemand ermordet (und ja, ich weiß, das klingt jetzt sehr abgebrüht, aber genauso kommt es in dem Buch auch rüber), aber auch das lässt kaum Spannung aufkommen. Glen Garber scheint sowas wie ein Superheld zu sein, ihm gelingt alles. Er legt sich mit den schlimmsten Verbrechern an und kommt ohne eine Schramme davon. Und dann löst er auch noch ganz allein für die Polizei 2,3 nein 4 Mordfälle, da die Beamten ja scheinbar nicht in der Lage waren selbst Ungereimtheiten zu erkennen - eine Polizistin mal ausgenommen, die den Spuren aber auch nicht mit dem nötigen Tatendrang nachgeht. Ich muss zugeben, dass mich das Buch dann auf den letzten 100 Seiten immerhin noch ein bisschen gefesselt hat. Die ein oder andere Auflösung hat mich überrascht und war so nicht zu erwarten. Und trotz allem hatte die Geschichte auch während dem rasanten Ende einen Beigeschmack von "an den Haaren herbeigezogen". Ich hatte das Gefühl, hier muss der Autor nochmal alle Action reinpacken, die er die vorrigen 400 Seiten verpasst hat. Wirklich sehr sehr schade, denn aus dieser Idee hätte man deutlich mehr machen könnden. Ich hatte mich hier auf einen spannenden Thriller gefreut. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Mehr als die lockere, gut zu lesende Schreibweise des Autor lässt sich hier leider nicht besonders hervorheben. Der Klappentext und auch das, wie ich finde, sehr schön gelungene Cover, versprachen leider mehr, als der Inhalt hinterher halten konnte. Die Bezeichnung "Thriller" würde ich fast ersetzen durch "Familiendrama" oder aber auch durch "Krimi". Ich werde sicherlich nochmal auf ein Buch des Autors zurückgreifen, da |
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| Bewertung von babblebird am 28.02.2012 | |
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Sheila Garber stirbt bei einem tragischen Autounfall, den sie selbst verursacht hat, weil sie sich betrunken ans Steuer gesetzt hat. Sie reißt bei dem Unfall zwei unschuldige Menschen mit in den Tod. Diese Nachricht bekommt Glen Garber und wäre er nicht selbst am Unfallort gewesen und hätte die Leiche seiner Frau zusammen mit der leeren Wodkaflasche in den Resten ihres Autos liegen sehen, hätte er den Polizisten nicht geglaubt. Sheila, seine verantwortungsvolle Frau und Mutter der gemeinsamen Tochter Kelly, soll sich betrunken ans Steuer gesetzt haben? Glen kennt seine Frau und weiß dass sie so etwas niemals tun würde. Oder hat er womöglich übersehen, dass seine Frau ein Alkoholproblem hat? Als kurz nach der Beerdigung seiner Frau, auch noch eine ihrer Freundinnen unter mysteriösen Umständen stirbt, kommen Glen Zweifel. Die Fassade des idyllischen amerikanischen Kleinstadtlebens zerbröckelt und Glen blickt hinter Machenschaften, die er nie vor seiner Haustür vermutet hätte. Linwood Barclays Thriller „Weil ich euch liebte“ beginnt mit einem spannenden und mysteriösen Prolog, der es geschafft hat, mich neugierig zu machen und das Buch zu kaufen. Wie die Ereignisse im Prolog zum Rest der Geschichte passt ist, wie so oft, völlig unklar. Linwood Barclay hat es zu Beginn geschafft, mich an das Buch zu fesseln und spannend zu schreiben. Er verliert sich dann aber immer mehr in langatmige Details die, was meinen Geschmack angeht, in einem Thriller nichts verloren haben. Langatmig wurde es vor allem bei der detaillierten Einführung der zahlreichen Charaktere, bei denen es oft an Spannung mangelte. Bei der Vielzahl an Protagonisten, die zu dem auch fast alle irgendwie Dreck am Stecken haben, war es manchmal schwierig sich alle Zusammenhänge merken zu können und vor allem, nicht durcheinander zu kommen. Die Charaktere an sich waren manchmal unglaubwürdig und ich konnte die Handlungen nicht immer nachempfinden (z.B. beschreibt Glen den Hass auf seine verstorbene Frau, weil Kelly wegen ihr als „Säuferkind“ in der Schule beschimpft wird, lässt aber selbst keine Gelegenheit aus, einen gegen den Durst zu trinken). Ab ca. der Hälfte des Buches, wurde es für mein Empfinden wieder besser und die Geschichte gewann an Fahrt. Ich war endlich an dem Punkt angelangt, an dem ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Es gab hier und da zwar vorhersehbare Handlungen, aber es warten am Schluss auch noch ein paar Überraschungen auf den Leser. Sprachlich finde ich das Buch gut. Es lässt sich flüssig lesen und durch die verschiedenen Ich-Erzähler, bringt Linwood Barclay Abwechslung und Spannung in seinen Thriller. Alles in allem, hat mich das Buch nicht vollkommen überzeugt, aber unterm Strich gut Unterhalten. Dafür gebe ich 4 von 5 Sternen. |
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| Bewertung von fireez aus Berlin am 27.02.2012 | |
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In einem Satz: Die Kernaussage ist wohl, dass jeder Dreck am Stecken hat und das wird anhand zahlreicher Beispiele durchgekaut, ohne dass dabei allzu viel Spannung aufkommt. Inhalt: Glen Garbers Frau stirbt bei einem Verkehrsunfall und lässt ihn und seine achtjährige Tochter allein zurück. Doch Glen glaubt nicht an einen Unfall, und als ein Privatdetektiv bei ihm auf der Fußmatte steht und sich immer mehr offene Fragen um seine Frau aufwerfen, beginnt er selbst nachzuforschen und findet in seiner ansonsten so sauberen Vorstadt-Welt mehr schmutzige Westen, als er es sich jemals hätte ausmalen können. Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass ich von dem Buch mehr erwartet hatte. Zwar kannte ich bisher noch kein Buch von Linwood Barclay, aber er wird ja groß als Bestseller-Autor angepriesen. Dafür fand ich die Handlung dann aber doch etwas zu weit schweifend und konstruiert, wenn auch nichtunbedingt schlecht. Was mich am meisten gestört hat, war dir Blickwinkel, den man als Leser vorgegeben bekommt. Im Prolog hat man eine Szene um zwei Frauen, von einem auktorialen Erzähler wiedergegeben. Darauf folgt dann plötzlich die Ich-Perspektive von Glen Garber, der Hauptperson der Geschichte. Je nach Kapitel steigt dann aber immer wieder der auktoriale Erzähler mit ein und zeigt Momente im Leben von bestimmt zehn verschiedenen anderen Personen. Mal abgesehen davon, dass ich mich als Leser ständig umstellen muss, erfährt man auf diese Weise auch viel zu viele Dinge, die Glen noch nicht weiß und die Spannung ist an vielen Stellen damit vorweggenommen. Mir hätte es um einiges besser gefallen, die Geschichte nur aus Glens Sicht zu lesen, mit allen Lücken, die das mit sich gebracht hätte. Dann hätte ich mehr rätseln können und es wäre vielleicht auch ein wirkliches Thriller-Gefühl aufgekommen. Hat man sich erst einmal durch die Vielzahl von Charakteren gekämpft, ist man direkt schon dankbar dafür, dass der Autor wenigstens allen das gleiche Problem anlastet: so ziemlich jeder hat Dreck am Stecken, beliebtestes Thema sind dabei Geldsorgen. Das nervt irgendwann und lässt bald Langeweile aufkommen. Taucht eine neue Figur auf, so kann man sich schon vorher denken, dass sie alles, was sie macht, wohl aus "Geldgier" tut. Und auch die achtjährige Tochter wurde sehr unglaubhaft konstruiert, hängt sie doch fast nur am Telefon, im Internet oder skypt mit Oma. Aus ihr eine 12 oder 13-jährige zu machen, wäre leichter gewesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, da gibt es nichts zu meckern. Ich hatte auch nie das Gefühl, das Buch vor Langeweile aus den Händen legen zu müssen. Aber es gab auch nichts, was mich wirklich gefesselt hat. Die Charaktere waren mir zu blass und die Handlung zu durchschaubar, sodass ich es flüssig weglesen konnte, aber nicht wirklich das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. Die Auflösung am Ende war zu einem Teil zu weit hergeholt und zum anderen Teil hatte ich es zu schnell raus, sodass es keine Überraschung mehr war. Man kann diesen Thriller lesen und wird gut unterhalten, aber man sollte auch nicht zu viel Spannung und Tiefe erwarten. Das perfekte Buch für zwischendurch oder die nächste Zugfahrt, aber auch kein Bestseller. |
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| Bewertung von FaMI am 27.02.2012 | |
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Schon allein der Klappentext macht Lust auf mehr. So viele schreckliche Ereignisse auf einmal - kann das noch ein Zufall sein? Natürlich nicht ... Von Markendiebstahl über Drogen bis hin zur Steuerhinterziehung kommt alles in diesem Buch vor. Im Prolog geht der Leser mit zwei Frauen in New York auf Taschenjagd - unechten Designertaschen. Nun, bis auf der Leser selbst verlässt niemand diesen Laden lebend. Was ist passiert? Was hat das mit Sheilas Unfall zu tun? Der weitere Verlauf der Geschichte wird weitesgehend aus der Sicht Glen Garbers erzählt. Dieser war mir von Anfang an sympathisch. Als seine Frau Sheila nicht vom Abendunterricht zuzückkehrt und er beginnt sich Sorgen zu machen, habe ich mir wahrscheinlich mindestens genauso Sorgen gemacht und mich gefragt, wo Sheila denn nur stecken könnte, obwohl ich eigentlich wusste, dass sie nicht mehr nach Hause kommen wird. Sie soll betrunken Auto gefahren sein, doch Glen kann dies nicht glauben. Nach und nach findet Glen heraus, was an diesem Abend passiert ist und entdeckt dabei noch einige weitere interessante Dinge. Der Autor weiß, wie man den Leser von Anfang bis Ende fesseln kann. Nahezu jedes Kapitel endet mit einem Überraschungsmoment, so dass man gar nicht anders kann als weiterlesen. Über die Personen aus Glens Umfeld erfährt man nicht allzu viel, was ich aber zu keiner Zeit als störend empfunden habe. So bleiben die Personen von Anfang bis Ende unsympathisch, was aufgrund des Inhalts mir sehr passend erscheint. Jeder der Charaktere ist in irgendeiner Weise in diesen Fall verwickelt und das hat mich zunehmend genervt. Anfangs war es noch ganz interessant. Da habe ich mir noch gedacht: "Ach, der hat damit auch was zu tun?", aber mit der Zeit habe ich mich nur noch gefragt, was der- oder diejenige für Leichen im Keller hat. Die Handlung wirkt zunehmend konstruiert und Glens plötzlicher Mut, wobei er einer Polizistin das Leben rettet, bildet dabei nur das i-Tüpfelchen. Irgendwann geht dadurch der Lesespaß verloren. Fazit Der Leser wird hier mit einer Menge an Themen zugeschüttet, die meiner Meinung für zwei gute Romane gereicht hätten. Weniger ist manchmal eben doch mehr. Dennoch war das Buch über lange Strecken spannend. Ein Thriller den man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. |
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