Was mich fertigmacht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen - Birbæk, Michel

Michel Birbæk 

Was mich fertigmacht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen

Roman

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Produktbeschreibung zu Was mich fertigmacht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen

Tacheles hat ein Problem. Oder zwei. Das eine liebt er, aber sie ist seine beste Freundin. Das andere begehrt er, aber sie behandelt ihn wie einen One-night-stand. Tacheles weiß nicht, was er tun soll, aber eines ist klar: Esmuß sich was ändern! Ein weiteres Problem ist seine Band. Sie tourt und tourt und tourt. Und kann trotzdem ihre Deckel nicht bezahlen. Es muß sich was ändern! Und da wäre noch das Problem mit seiner nymphomanischen Mitbewohnerin. Und das mit seinem sprachlosen Freund. Und das mit den Drogen. Und den Hamstern. Und den Nazis. Also gibt Tacheles erst mal Vollgas. Die Richtung wird sich schon finden. Und am Ende bleibt die Frage: Wann gibt es endlich Sex auf Krankenschein?
Ein schneller, böser, witziger Roman über das hektische Leben eines Musikers, der notgedrungen beschließt, das Gaspedal voll durchzutreten.

Produktinformation


  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2010
  • 6. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 236 S.
  • Seitenzahl: 240
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.15229
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 126mm x 19mm
  • Gewicht: 256g
  • ISBN-13: 9783404152292
  • ISBN-10: 3404152298
  • Best.Nr.: 12759092

Leseprobe zu "Was mich fertigmacht, ist nicht das Leben,..."

1. Und los

Ich hätte es nötig, mal wieder auszuschlafen, und wäre auch noch dabei, wenn Vivis Anlage nicht so verdammt basslastig wäre. Mein Bett vibriert im Takt der tieferen Frequenzen, und das wiederum geht nicht spurlos an meiner Blase vorüber. Also kämpfe ich mich aus dem Bett und mache mich auf den Weg zur Toilette. Jeder Knochen tut mir weh.

Als ich Morgenritual Teil eins erledigt habe, gehe ich in die Küche, um Wasser für Teil zwei aufzusetzen. Auch wenn wir bei Gott verschissen haben und in Sünde leben, die Erfindung des Kaffees müsste eigentlich für ein milderes Urteil sorgen.

Ich will mir gerade die erste Tasse einschenken, als Vivis Tür aufgestoßen wird und ein Heavy-Metal-Konzert aus dem Zimmer knallt. Ein fremder Typ marschiert wortlos durch die Küche und schaut ausgiebig weg. Durch den Krach höre ich, wie er die Wohnungstür zuknallt. Oh, oh ...

Um sicherzugehen, dass er Vivi lebend zurückgelassen hat, werfe ich einen Blick in ihr Zimmer, und wie immer ist der Anblick alles andere als jugendfrei. Sie liegt in einem Schlachtfeld aus verstreuten Klamotten, CDs und Zeitschriften auf ihrem Futon ausgestreckt, und zwischen ihren gespreizten Beinen beugt sich eine weiße Substanz träge den Gesetzen der Schwerkraft. Ich gehe zu ihrer Monsteranlage und drücke die Stopptaste. Die Ruhe ist wie ein Bad im Meer.

Vivi hebt den Kopf und blinzelt zu mir hoch.
»Mogn«, krächzt sie und dreht den Kopf einmal links, einmal rechts, dann schielt sie mich wieder an.
»Weg?«
Ich nicke. Ja, ich war zwei Wochen weg, aber das meint sie sicher nicht. Als ich wegfuhr, versprach sie mir hoch und heilig, dass sie sich um meine Lieblingspflanze kümmern würde. Hat sie auch – erst verdurstet, dann ersoffen, keine Einschüsse. So ist sie. Akzeptieren oder Verstand verlieren.
»Kaffee?«, fragt sie.

Als ich wieder ins Zimmer komme, hält sie sich gerade die Hand dicht vors Gesicht. Sie hat in dem weißen Zeug herumgewühlt und schnuppert jetzt an ihren Fingern, während sie eine nachdenkliche Miene aufsetzt. Ich halte ihr die Tasse hin, und mit einer Was-soll’s-Geste wischt sie sich die Finger am Laken ab und schnappt sich die Tasse. Ihren Pupillen nach zu urteilen, wird es das erste legale Aufputschmittel seit Tagen sein. Sie blinzelt gegen das Tageslicht an, und während sie aus der Tasse schlürft, kann sie es nicht lassen, ihre Brüste weiter als nötig herauszustrecken. Es hat keinen Sinn, sie darauf hinzuweisen, dass ihr geprüfter Mitbewohner vor ihr steht, denn auch der ist ein Kerl, und damit erfüllt er schon alle Voraussetzungen für das Spiel, das sie spielt. Seit einem Jahr wohnen wir jetzt zusammen, und in der Zeit haben wir nur eine einzige Regel nicht gebrochen: kein WG-interner Sex. Himmel! Ein Strahl der Vorsehung muss mich da gestreift haben, denn Vivi ist zwar eine gottverdammte Schönheit, aber gleichzeitig auch das rücksichtsloseste Miststück, das mir je über den Weg gelaufen ist. Auf ihr Äußeres reinzufallen ist der größte Fehler, den man bei ihr machen kann, und die Hälfte der Typen dieser Stadt stehen Schlange, um genau den Fehler zu machen. Dahinter steht die andere Hälfte, um ihn zu wiederholen.

Das Telefon klingelt. Beim zweiten Mal hat sie den Hörer.
»Tacheeeeeles, Teeeelefooon!«
Max ist dran. Er schafft es wieder nicht, mehr als fünf Silben von sich zu geben. Hört sich aber an wie ein Frühstücksdate im Underground.

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Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Julia L am 14.02.2005 ***** ausgezeichnet
Einfach nur genial!Muss Mann bzw. Frau gelesen haben!Provokativ,humorvoll und charmant...

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Tacheles hat ein Problem. Oder zwei. Das eine liebt er, aber sie ist seine beste Freundin. Das andere begehrt er, aber sie behandelt ihn wie einen One-night-stand. Tacheles weiß nicht, was er tun soll, aber eines ist klar: Esmuß sich was ändern! Ein weiteres Problem ist seine Band. Sie tourt und tourt und tourt. Und kann trotzdem ihre Deckel nicht bezahlen. Es muß sich was ändern! Und da wäre noch das Problem mit seiner nymphomanischen Mitbewohnerin. Und das mit seinem sprachlosen Freund. Und das mit den Drogen. Und den Hamstern. Und den Nazis. Also gibt Tacheles erst mal Vollgas. Die Richtung wird sich schon finden. Und am Ende bleibt die Frage: Wann gibt es endlich Sex auf Krankenschein?
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Ich will mir gerade die erste Tasse einschenken, als Vivis Tür aufgestoßen wird und ein Heavy-Metal-Konzert aus dem Zimmer knallt. Ein fremder Typ marschiert wortlos durch die Küche und schaut ausgiebig weg. Durch den Krach höre ich, wie er die Wohnungstür zuknallt. Oh, oh ...

Um sicherzugehen, dass er Vivi lebend zurückgelassen hat, werfe ich einen Blick in ihr Zimmer, und wie immer ist der Anblick alles andere als jugendfrei. Sie liegt in einem Schlachtfeld aus verstreuten Klamotten, CDs und Zeitschriften auf ihrem Futon ausgestreckt, …

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Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 1 Bewertung):
5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen *****
ausgezeichnet
Bewertung von Julia L am 14.02.2005
*****
ausgezeichnet
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