Seit 1990 erklären die West- den Ostdeutschen, wie sie in der DDR
gelebt und gelitten haben. Inzwischen gesellen sich zu den
deutschen Wichtigtuern sogar Akademiker aus Übersee, die es nun
ganz genau wissen. Schließlich studieren sie Akten und andere
schriftliche Zeugnisse. So Andrew I. Port, Professor aus Detroit.
Seine dickleibige Studie erschien in deutscher Übersetzung für
29.90 Euro unter dem Titel "Die rätselhafte Stabilität der
DDR". Er löste das Rätsel zwar nicht, gelangte aber in
Saalfeld zu verblüffenden Resultaten, die ahnen lassen, wie man
heute die DDR in der Welt betrachtet.
Klaus Huhn, der im untersuchten Saalfeld zur Schule ging, und Peter
Frischbier (Jahrgang 1962), welcher ihm an der gleichen Einrichtung
nachfolgte, wandelten auf den Spuren des Professors aus Übersee.
Sie ergänzen ein wenig das merkwürdig verschobene Bild des Yankees.
Klaus Huhn, Jg. 1928, Berliner, seit 1945 publizistisch tätig. Er gehörte zur Gründergeneration der Tageszeitung Neues Deutschland und arbeitete dort bis 1990, die meiste Zeit als deren Sportchef. Bis 1993 war er Vizepräsident des europäischen Sportjournalistenverbandes. Nach seinem Ausscheiden aus dem ND gründete Huhn den spotless-Verlag und den spotless-Buchklub, die sich nunmehr fast zwei Jahrzehnte erfolgreich am Markt behaupten.
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