Warum Tätowierte mehr Sex haben - Benecke, Mark

Mark Benecke 

Warum Tätowierte mehr Sex haben

und andere neue Erkenntnisse vom Spaß-Nobelpreis

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Warum Tätowierte mehr Sex haben

Wissen Sie, warum Tätowierte mehr Sex haben als Menschen ohne Tattoos? Wie viele Fotos nötig sind, damit bei einem Gruppenbild keiner blinzelt? Oder ob man in Schleim genauso schnell schwimmen kann wie in Wasser?Wissenschaftliches Arbeiten
kann durchaus spannend sein. Man muss sich nur den richtigen Fragen stellen und darf selbst vor bizarren Experimenten nicht zurückschrecken ...


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 253 S. m. Illustr. v. Juliane Pieper 186 mm
  • Seitenzahl: 253
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.60647
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 125mm x 22mm
  • Gewicht: 285g
  • ISBN-13: 9783404606474
  • ISBN-10: 3404606477
  • Best.Nr.: 29735408
Mark Benecke, Jg. 1970 ist Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie. Er studierte Biologie, Zoologie und Psychologie an der Universität zu Köln und absolvierte diverse polizeitechnische Ausbildungen im Bereich der Gerichtsmedizin in den USA, darunter an der FBI-Academy. Benecke wird als Sachverständiger herangezogen, um biologische Spuren bei vermuteten Gewaltverbrechen mit Todesfolgen auszuwerten. Er ist Ausbilder an deutschen Polizeischulen sowie Gastdozent in den USA, Vietnam, Kolumbien und auf den Philippinen. Bekannt ist er durch seine zahlreichen Fernsehauftritte, u.a. als Berater bei Medical Detectives und Galileo Mystery.

Leseprobe zu "Warum Tätowierte mehr Sex haben" von Mark Benecke

Was Fischen so gefällt (S. 40-41)

Um nicht in die alptraumhafteste aller forscherischen und gutachterlichen Fallen zu tappen, prüfen wir gerne unsere Grundannahmen, bevor wir unsere Beobachtungen werten und deuten. Zumindest hoffen wir das von uns selbst.Spielt man nun Fischen Musik vor, so könnte es viele Gründe geben, warum sie sich komisch verhalten: Sie werden in andere Becken gesetzt, dort ist anderes Wasser, dort laufen mehr Menschen herum und das erzeugt mehr Stress.

Da man aber gleichzeitig Musik auflegt, führt man das veränderte Verhalten auf die Töne zurück, nicht auf das Wasser oder das Gerenne …Eine gute Frage, die mir ein Hörer der Sendung »Die Profis« auf Radio Eins betreffs der Karpfen stellte, war, ob Fische denn überhaupt hören könnten. Da ich mich als Spurenkundler kaum mit lebenden Tieren, und wenn, dann bestimmt nicht mit Wirbeltieren, befasse, fragte ich einfach die Versuchsleiter aus Athen:

»Dass Tiere Schall wahrnehmen und davon beeinflusst werden können«, sagten sie, »wird schon daraus ersichtlich, dass Kühe sich bei schönen Klängen lieber von der Maschine melken lassen, Käfighühner weniger schüchtern sind und Schweine sich unter Musikeinfluss mehr fürchten als vorher. Ob Fische tatsächlich hören wie wir, ist eine andere Frage. Jedenfalls können sie Schall und dessen Richtung wahrnehmen, darauf reagieren und auch selbst Schallwellen erzeugen1).

Es ist auch bekannt, dass im Wasser lebende Tiere von Krach durch Schiffe, seismische Waffen und Motoren in im Meer befindlichen Zuchtanlagen abgelenkt werden. Interessanter finden wir die Frage, ob Fische überhaupt ›fröhlich‹ oder ›gut gestimmt‹ sein können. Ihnen fehlt ja eigentlich der dafür notwendige Teil des Gehirns, die Großhirnrinde. Wir nehmen an, dass ältere und tiefer gelegene Hirnbereiche bei Fischen immerhin genügend Gefühle erzeugen können.

Es handelt sich dabei um den Mandelkern (Amygdala) und den Hypothalamus, die beide auch bei Menschen an der gefühlsbetonten Handlungssteuerung beteiligt sind.Mozart hielten wir für einen guten Komponisten für solche Tests, weil seine Musik rein und einfach ist und auf recht hohen Tonlagen läuft. Außerdem wurde in Experimenten von Kollegen schon mehrfach gezeigt, dass Mozarts Musik auf Menschen beruhigend wirkt.« Damit sind künftige Forschungsprojekte schon vorgegeben: Die Frage wird sein, welche Musikrichtung den Fischen am angenehmsten ist.

Es gibt schon Vorarbeiten: Ava Chase von der Harvard-Universität zeigte, dass Fische erstens Blues von Klassik und zweitens auch die Abspielrichtung der Musik unterscheiden können.Dazu mussten die drei Kois »Beauty«, »Oro« und »Pepi« (kein Witz, so hießen sie) zunächst Gitarrenstücken von John Lee Hooker (1917 – 2001) und Oboenkonzerten von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) lauschen. Was sich auf den ersten Blick wie ein Studentenscherz anhört, war eine der höllischsten Fleißarbeiten, von der ich je gelesen habe. Nachdem die Tiere nämlich Hookerschen Blues und Bachsche Oboen auseinanderhalten konnten (erkennbar daran, dass sie einen Unterwasser-Lichtschalter zur richtigen Zeit betätigten und dafür eine leckere Futterperle erhielten), ging es erst richtig los. Die Tiere hatten da nämlich erst ihre Grundausbildung hinter sich. Nun wurden ihnen in über zehntausend Durchgängen im Laufe von sechs Monaten noch folgende Stücke ans kalte Fischherz gelegt.

Kundenbewertungen zu "Warum Tätowierte mehr Sex haben" von "Mark Benecke"

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 13.11.2011 ***** gut
Das Buch stellt eine Sammlung kurioser wissenschaftlicher Untersuchungen dar, die Mark Benecke als Mitglied des Nobelpreises für Spaß mit betreut. Der Titel ist etwas irreführend. Tatsächlich werden eigentlich Fragen aufgeworfen die dann versucht werden wissenschaftlich zu untersuchen und zu belegen. Nicht immer bekommt man dabei eine eindeutige Antwort, die alles erklärt, sondern eher noch weitere Fragen aufwirft und weiter untersucht werden muss. Nichts desto trotz ist es eine spannende Sammlung von meist auch alltäglichen Ungereimtheiten oder Phänomenen. Die wissenschaftlichen Berichte dahinter sind von Mark Benecke stark zusammengekürzt, so dass einem das ganze erklärende wissenschaftliche „Gefasel“ nicht mitgeteilt wird. Das ist manchmal etwas schade aber zum Allgemeinverständnis sicherlich förderlich. Dafür sind dann ab und an noch zusätzliche Infokästen (über mehrere Seiten eingebaut. Schön sind auch die vielen Fotos von Mark in der Nachstellung der Experimente.

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