Warum ich meine demente Mutter belüge - Offermans, Cyrille

Cyrille Offermans 

Warum ich meine demente Mutter belüge

Aus d. Niederländ. v. Walter Kumpmann
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
15 ebmiles sammeln
EUR 14,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Warum ich meine demente Mutter belüge

Ein ungewöhnliches, entwaffnend ehrliches, wohltuend kluges Buch über das Altern, »ein kleines Juwel, persönlich, aber weit über das Private hinausreichend«. (NRC Handelsblad)

»Meine Mutter glaubte, es sei Krieg, nicht im übertragenen, sondern im blutig-ernsten Sinn des Wortes. Man habe sie gefangengenommen, und sie werde nun vom Feind bewacht. Es war ihr ein Rätsel, wie wir unbehelligt durch die feindlichen Linien gelangt seien und sie gefunden hätten.« Aus nächster Nähe, mit der Genauigkeit der Liebe beschreibt Cyrille Offermans das Schicksal seiner alten, dement werdenden Mutter: Die ersten Anzeichen wie Vergesslichkeit, Verwirrung und Misstrauen, und wie schwer die plötzliche Distanz zu ertragen ist. Wie die Aufnahme ins Heim unvermeidlich wurde, weil es keine gemeinsame Realität mehr gibt, wenn die innere Welt eines Menschen sich auflöst. Die eigene Scham und die Schuldgefühle, die ständigen Zweifel, ob man als nächster Angehöriger, als Sohn das Richtige tut. Und wie es dennoch möglich ist, mit den Schwächen des Alters und den eigenen zu leben: in Würde, achtsam, liebevoll.

»Ein ebenso integres wie anrührendes Buch, in dem Offermans sich als starker Erzähler zeigt.« (Literair Nederland).


Produktinformation

  • Verlag: Kunstmann
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 123 S.
  • Seitenzahl: 160
  • Best.Nr. des Verlages: 485
  • Deutsch
  • Abmessung: 198mm x 130mm x 15mm
  • Gewicht: 209g
  • ISBN-13: 9783888974854
  • ISBN-10: 3888974852
  • Best.Nr.: 22804685

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Melanie Mühl ist ergriffen von dieser außergewöhnlichen Lektüre. Allerdings beeilt sie sich zu versichern, dass der Autor keinesfalls um das Mitleid seiner Leser buhle. Dafür erscheint Mühl der Ton, den Cyrille Offerman wählt, zu lakonisch. Wenn Mühl zwischen den Zeilen die Traurigkeit des Sohnes spürt, dessen Mutter an Demenz erkrankt ist, geht es ihr dennoch nahe. Zu detailreich und schonungslos sind die Schilderungen über das Älterwerden, über die "stumme Verzweiflung" der Mutter und die Qualen des Sohnes, der hilflos zusehen muss.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.08.2008

Mein Haus, ein Labyrinth

Die Mutter leidet an Demenz, der Sohn will es lange Zeit nicht wahrhaben: Cyrille Offermans hat ein anrührendes Buch darüber geschrieben, wie es sich an der Seite eines Menschen lebt, in dessen Kopf der Krieg tobt.

Wann das Gedächtnis seine Mutter endgültig im Stich gelassen hat und ihre Gedanken begannen, ein Eigenleben zu führen, kann Cyrille Offermans nicht mehr genau sagen. Jedenfalls ist es ein schleichender, unumkehrbarer Prozess gewesen, und er, der Sohn, hat lange Zeit die Augen verschlossen, um sich selbst zu schützen vor dem Schmerz der Realität. Es ist nicht so, dass Cyrille Offermans den geistigen und psychischen Verfall seiner Mutter nicht wahrgenommen hätte, er hat sich nur reflexartig die passenden Erklärungsmuster dafür zurechtgelegt. Ihre Bissigkeit und Vergesslichkeit, ihre Wutanfälle und Redeexzesse, ihre Verwirrung und Rücksichtslosigkeit schob er auf das hohe Alter, sie war schließlich schon über achtzig, ihr Bewegungsradius schwand unaufhörlich, genauso wie die noch zu lebenden Jahre. Schienen ihre Veränderungen da nicht geradezu logisch zu sein? Mit Überlegungen wie diesen hielt Cyrille …

Weiter lesen

Ein ungewöhnliches, entwaffnend ehrliches, wohltuend kluges Buch über das Altern, »ein kleines Juwel, persönlich, aber weit über das Private hinausreichend«. NRC Handelsblad
Cyrille Offermans, geboren 1945, ist einer der originellsten und vielseitigsten niederländischen Essayisten im Grenzgebiet von Literatur, Philosophie, Kulturgeschichte und Politik. Anfang der 1970er Jahre machte er Adorno und Walter Benjamin in den Niederlanden bekannt. Offermans ist Autor von Theaterstücken, Jugendbüchern und Künstlermonographien (u.a. über Paul Klee), die mehrfach mit wichtigen Preisen ausgezeichnet wurden.

7 Marktplatz-Angebote für "Warum ich meine demente Mutter belüge" ab EUR 5,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 5,00 1,50 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung hermesbuch.de 99,6% ansehen
6,00 1,00 Banküberweisung, offene Rechnung, PayPal Kunst und Bücher 100,0% ansehen
wie neu 6,00 1,10 Banküberweisung Truegrit 100,0% ansehen
Mit leichten äußeren Lagerspuren, daher 6,95 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,7% ansehen
gebraucht; sehr gut 8,30 1,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Antiquariat Kisch & Co. 99,8% ansehen
wie neu 14,30 0,00 Banküberweisung rmg-buch 92,8% ansehen
wie neu 14,40 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Mehr von