Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird - Draaisma, Douwe

Douwe Draaisma 

Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird

Von den Rätseln unserer Erinnerung

Übersetzer: Kiefer, Verena
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Produktbeschreibung zu Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird

Warum verschwinden in der Erinnerung manche Tage, während wir auch in vielen Jahren noch sagen können, was wir am 11. September getan haben? Wie funktioniert das Gedächtnis? Und warum vergeht das Leben schneller, wenn man älter wird? In seinem Meisterwerk über das Erinnern und Vergessen liefert Douwe Draaisma die Antwort auf diese und viele andere Fragen - ein Buch, so überraschend und vielschichtig wie das menschliche Gedächtnis selbst.

Von Dejà-vus, absolutem Gedächtnis, inneren Blitzlichtern und Gedächtnislücken - Douwe Draaismas faszinierendes Meisterwerk über Erinnern und Vergessen.Kaum ein Phänomen ist faszinierender als das menschliche Gedächtnis - grandios, was wir uns merken können, staunenswert, was wir alles erinnern; erschütternd aber auch, was wir vergessen. Aber vergessen wir es wirklich? Manchmal werden angeblich längst vergessene Ereignisse wieder nach oben gespült - irgendwo waren sie im Verborgenen gespeichert ... Gedächtnis und Erinnerung sind rätselhafte Phänomene und längst sind noch nicht alle Geheimnisse um sie gelöst. Warum etwa erinnert man sich so gut an Demütigungen und Niederlagen? Warum haben manche Menschen das absolute Gedächtnis? Wie funktioniert das Gedächtnis und wie kann man es trainieren? Warum ist die Grenze zwischen Erinnerung und Erfindung oft so unklar? Und: wie sieht es mit so geheimnisvollen Erlebnissen wie Dejà-vus und dem berühmten Zug der Erinnerungs-Bilder kurz vorm Tod aus? Der niederländische Arzt und Psychologe Douwe Draaisma nimmt in seinem glänzend geschriebenen Buch den staunenden Leser bei der Hand und führt ihn - kundig, anregend und bewusstseinserweiternd - durch die dunklen Wälder der Erinnerung.


Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 335 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Serie Piper Bd.4492
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 121mm x 20mm
  • Gewicht: 276g
  • ISBN-13: 9783492244923
  • ISBN-10: 3492244920
  • Best.Nr.: 20774336
»Von einem Wissenschaftler mit so viel Sinn für die Poesie und für die Unergründlichkeiten des Lebens lässt man sich gern die Rätsel der Erinnerung erklären.« Badische Zeitung

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

"Eines der einfallsreichsten und anregendsten Bücher der letzten Monate" sieht Rezensent Frank Ufen in Douwe Draaismas Buch über die "Rätsel unserer Erinnerung". Der niederländische Gedächtnisforscher und Psychologiehistoriker diskutiere in seiner "exzellent geschriebene Studie" unterschiedliche Ansätzen der Gedächtnisforschung und befasse sich mit einer Reihe von Phänomenen, die im Zusammenhang mit unserer Erinnerung stehen. Er untersuche etwa, wie Deja-vu-Erlebnisse zu Stande kommen, warum das autobiografische Gedächtnis nahezu alles vergessen kann - bloß nicht erlittene Demütigungen und Kränkungen, warum man seine Erinnerungen nicht rückwärts laufen lassen kann, und warum Menschen in akuter Lebensgefahr oft ihr Leben wie einen Film an sich vorüberziehen sehen. Ufen hebt hervor, dass Draaisma immer wieder auf die Forschungsergebnisse der Psychologie des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts zurückgreift. Diese haben in seinen Augen den großen Vorzug, die Funktionsweise des autobiografischen Gedächtnisses in der Alltagspraxis statt unter künstlichen Bedingungen analysiert zu haben. Dass Draaisma um die Erkenntnisse der Hirnforschung und der Kognitionswissenschaften einen großen Bogen macht, kann für Ufen den Wert des Buches nicht mindern. Das nämlich hat das "Zeug zum Klassiker".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.11.2004

Der Hund Erinnerung
Ein unterhaltsamer Bericht übers Merken und Vergessen
Wer kennt das nicht - kaum herausgesucht, ist eine Telefonnummer schon wieder aus dem Gedächtnis verschwunden. Da helfen nur Notizzettel, eine Folge von neun oder zehn Ziffern überfordert fast jeden. Zu den Ausnahmen zählte Solomon Schereschewski, Ende des neunzehnten Jahrhunderts als Sohn jüdischer Eltern in dem russischen Städtchen Torschok geboren. Für ihn war es ein Kinderspiel, sich Dutzende von Ziffern, Buchstaben oder Wörtern zu merken und sie auch Jahre später noch fehlerfrei zu wiederholen. Fasziniert von dieser erstaunlichen Gedächtnisleistung, studierte der Moskauer Neuropsychologe Aleksandr Lurija sie nach allen Regeln der Kunst. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass Schereschewski das Gelernte in Form von detaillierten Bildgeschichten speicherte. Dieser Trick ist zwar altbekannt, schon die antike Mnemotechnik machte ihn sich zunutze. Doch was andere mühsam einüben müssen, gelang dem Naturtalent ganz spontan, ohne bewusstes Nachdenken und mit unvergleichlicher Präzision.
Zum Klang der Worte gesellten sich bei Schereschewski stets auch spezifische Farb- und …

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Douwe Draaisma, Jg. 1953, ist Professor für Psychologiegeschichte an der Universität Groningen. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Gedächtnisforschung erhielt er 1999 den Heymanspreis.

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