'Wanderstrassen der Kultur' - McEwan, Dorothea

Dorothea McEwan 

'Wanderstrassen der Kultur'

Die Aby Warburg - Fritz Saxl Korrespondenz von 1920 bis 1929

Broschiertes Buch
 
Nicht lieferbar
Nicht lieferbar
Ein Angebot für € 19,80
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


'Wanderstrassen der Kultur'

Hatte der erste Band des Briefwechsels zwischen Aby Warburg und Fritz Saxl die Idealkonstellation des anspornenden Warburg und des suchenden und findenden Saxl gezeigt, so behandelt der zweite Band zunächst die Konstellation des schwerkranken Warburg in Kreuzlingen und seines umsichtigen Statthalters in Hamburg. Saxl stellte seine eigene Forschungsarbeit zurück und übernahm die Leitung der Bibliothek. Durch geschickte Neuankäufe und die Gründung einer »Studien«, als Schriftenreihen der KBW publizierte, trieb er den Ausbau der Bibliothek zu einem bedeutenden Forschungsinstitut voran. Saxl trug durch seine Arbeit und sein menschliches Feingefühl auch wesentlich zu Warburgs Heilung und Wiedereingliederung in seine Arbeit in Hamburg bei. Die Korrespondenz dieser letzten gemeinsamen Jahre, in denen Saxl sich wieder verstärkt seiner Forschungsarbeit widmen konnte, ist gekennzeichnet von einem eher paritätischen Verhältnis der beiden Forscher. Der Band gibt auch Einblick in die tägliche Bibliotheksarbeit, die Erwerbungspolitik, die Besucher der Bibliothek, vor allem aber auch in Materialien und Probleme, die mit der Arbeit am Bilderatlas Mnemosyne zusammenhingen. »Mein Wunsch war, dass Sie weiter über sich hinauswachsen ...« Aby M.Warburg an Fritz Saxl, 22.5.1927


Produktinformation

  • Verlag: Dölling & Galitz
  • 2004
  • 1., Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 252 Seiten, 32 s/w-Abbildungen, 14, 5 x 22, 4 cm
  • Seitenzahl: 252
  • Kleine Schriften des Warburg Institute London und des Warburg Archivs im Warburg Haus Hamburg
  • Deutsch
  • Abmessung: 224mm x 145mm
  • Gewicht: 402g
  • ISBN-13: 9783935549851
  • ISBN-10: 3935549857
  • Best.Nr.: 12814546
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.01.2005

Viel Glück beim Gekraxel

Kein anderer Kunsthistoriker des zwanzigsten Jahrhunderts hat einen so großen postumen Zuwachs an Renommee zu verzeichnen wie Aby Warburg, der Begründer der nach ihm benannten Bibliothek in Hamburg, die heute ein Teil der Universität London ist. Als er 1929 starb, war seine "Kulturwissenschaftliche Bibliothek" eine weitbekannte Institution, deren Forschungsfühler weit reichten. Es gab schon damals ein ganzes Bündel von Problemen und Themen, die auf Anhieb als "warburgianisch" zu erkennen waren. Aber erst in den zurückliegenden dreißig Jahren ist Warburg mit den von ihm angeregten Forschungen zur Gründerfigur eines modernen Bildverständnisses geworden. Als er sich selbst als "Bildhistoriker" bezeichnete, stand er damit im Kreis der Kunst- oder Kulturhistoriker ganz für sich.

Dieser Warburg der jüngsten Rezeption, dessen Name im Zusammenhang neuer kulturwissenschaftlicher Forschungen mit ritueller Nachdrücklichkeit genannt wird, erscheint nun als der Säulenheilige einer Bilderflut, die längst über die Ufer der Kunst- oder Religionsgeschichte getreten ist. Warburg als Meister eindrucksstarker Charakterisierungen der …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Verdienstvoll. Das ist der Tenor von Henning Ritters Reflexionen anlässlich der Edition des zweiten Bandes der Korrespondenz von Aby Warburg und Fritz Saxl aus den Jahren 1920 bis 1929, besorgt von Dorothea McEwan unter dem Titel "Wanderstraßen der Kultur". Ritter bedauert, dass sich die Begeisterung über die Gedanken Aby Warburgs, der "Gründerfigur eines modernen Bildverständnisses", zwar kontinuierlich gesteigert, aber keinen konkreten Niederschlag in der geisteswissenschaftlichen Forschung von heute gefunden hat. Wo geht es noch um das Nachleben der Antike? Zugleich mahnt er an, dass immer noch eine Würdigung der Verdienste Fritz Saxls aussteht, engster Mitarbeiter und Nachfolger Warburgs, der wie vielleicht kein anderer zur Mehrung und Verbreitung des Warburgschen Ruhms beigetragen hat. Eine gute Gelegenheit, sich mit Warburgs Ideen vertraut zu machen, sieht der Rezensent in den Briefen. Diese seien "Ausdrucksmittel besonderer Art", "immer auch ein heuristisches Instrument zur Klärung von Forschungsideen".

© Perlentaucher Medien GmbH
Dorothea McEwan arbeitet seit 1993 als Archivarin am Warburg Institute in London. Davor Archivforschung in Europa und im Nahen Osten.

Ein Marktplatz-Angebot für "'Wanderstrassen der Kultur'" für EUR 19,80

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 19,80 1,90 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchrausch 99,6% ansehen
Mehr von