Wahre Freunde - Hecht, Martin

Martin Hecht 

Wahre Freunde

Von der hohen Kunst der Freundschaft

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Wahre Freunde

'Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.' In einer von wachsenden Scheidungsraten und brüchigen Familienverhältnissen geprägten Zeit wird gute Freundschaft immer wichtiger. Diese von allen ersehnte Beziehungsform stellt sich jedoch nicht von allein ein und ist überdies ein empfindliches Gebilde. Was ist das Besondere an Freundschaft? Wie findet und wie erhält man sie? Charmant und vergnüglich erläutert der Publizist Martin Hecht, was wahre Freundschaft ausmacht.
- Das ideale Geschenk für jeden Freund und alle, die das werden sollen.
- Vom Glück der wahren Freundschaft und wie man sie sich erhält.

"Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist selbst ein solcher zu sein." Ralph Waldo Emerson

"Ein kleines, feines Buch über den Wert und die Pflege der Freundschaft in unserer heutigen Zeit." SWR

"Ein schönes Dokument des aktuellen Freundschaftsbegriffs." Süddeutsche Zeitung

"Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist selbst ein solcher zu sein." -- Ralph Waldo Emerson

"Ein kleines, feines Buch über den Wert und die Pflege der Freundschaft in unserer heutigen Zeit." -- SWR

"Ein schönes Dokument des aktuellen Freundschaftsbegriffs." -- Süddeutsche Zeitung


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 221 S.
  • Seitenzahl: 221
  • Goldmann Taschenbücher Bd.15489
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 126mm x 19mm
  • Gewicht: 220g
  • ISBN-13: 9783442154890
  • ISBN-10: 3442154898
  • Best.Nr.: 23327315
"Ein kleines, feines Buchüber den Wert und die Pflege der Freundschaft in unserer heutigen Zeit."SWR

"Ein kleines, feines Buch über den Wert und die Pflege der Freundschaft in unserer heutigen Zeit." SWR<br/><br/>"Ein schönes Dokument des aktuellen Freundschaftsbegriffs." Süddeutsche Zeitung<br/><br/>"Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist selbst ein solcher zu sein." Ralph Waldo Emerson<br/><br/>"Wahre Freundschaft ist eine Schule der schönen und feinen Gesinnung. Und sich in dergleichen üben, ist ein Vergnügen, das über zehn, ja hundert andere Vergnügen hinausragt." Robert Walser

"Ein schönes Dokument des aktuellen Freundschaftsbegriffs."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.07.2006

Wer, um Himmels willen, bestellt denn schon Pizza Hawaii?
Bitte jetzt nicht "Bingo" oder "Okidoki" sagen: Martin Hecht schildert, was selbst sehr gefestigte Freundschaften zum Scheitern bringt

Ein Buch über die Freundschaft schreiben zu wollen ist eine gute und miserable Idee. Aus verkaufsstrategischer Sicht ist das ein Werk, auf das die Welt gewartet hat. Was aber ist von einem Buch zu halten, das sich schon im Untertitel zu wiederholen beginnt? "Wahre Freunde. Von der hohen Kunst der Freundschaft" - man spürt die Probleme heraufziehen, die in der Natur der Sache liegen.

Über Freundschaft schreiben - schön. Aber wie? Zwei schwere Wege bieten sich an: Man versinke im Sumpf der Klischees, binde Binsenkränze und verteile sie über die Seiten. Der andere Weg ist der wagemutigere, derjenige, der der Individualisierung unserer Zeit mal Rechnung tragen würde: Konkrete Menschen müßten konkrete Freundschaften beschreiben - ihren Wert, ihre Ausformung, ihre Seltsamkeiten, ihre Rettungsmaßnahmen. Allein - dafür hat die Zeit nicht gereicht. Und wohl auch der Mut nicht. Der Autor füllt seine Seiten vorzugsweise mit einer wohlgesetzten, …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nicht wirklich überzeugt ist Rezensent Klaus Ungerer von diesem Buch über die "Kunst der Freundschaft", das Martin Hecht vorgelegt hat. Zu dünn erscheinen ihm die Ausführungen des Autors. Die Essenz des Werks fasst Ungerer in aller Kürze so zusammen: die Pflege von Freundschaften ist wichtig, ebenso das rechtzeitige Erkennen von Konflikten. Er bescheinigt dem Autor, seine Überlegungen in einer "wohlgesetzten, durchpsychologisierten Geschenkbuchprosa" zu präsentieren. Originelle Einsichten kann er dabei aber beim besten Willen nicht finden. Stattdessen vieles, was einem Lebenserfahrung und Common Sense lehren. Einige wenige Stellen des Buchs haben ihn immerhin zum Nachdenken über eigene Freundschaften angeregt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.06.2006

Selig, wer sich vor der Welt ohne Hass verschließt
Geborgenheit in rauen Zeiten, heimatloser Welt: Zwei neue Bücher über Kunst und Tugend der Freundschaft
Den einsam Frierenden der Singlegesellschaft naht Rettung. Die Freundschaft soll‘s richten. Die „freieste aller Beziehungsformen” soll unsere hochindividualisierte Freiheit wieder in menschliche Wärme einmummeln: „Freundschaft ist die Möglichkeit einer Vertrautheit, ja Geborgenheit in heimatlosen Zeiten”, schreibt Martin Hecht in „Wahre Freunde. Von der hohen Kunst der Freundschaft”. Das klingt nach Quadratur des Kreises, aber natürlich muss man ernstlich fragen, ob sich nicht „alte Institutionen” wie die schwächelnden Familien- und Liebesbünde durch „neue Netzwerke, neue Wahlverwandschaften” (Hecht), eben freundschaftliche, ersetzen lassen. Eine große Frage - und das Erstaunliche ist, dass Hechts erbaulich himmelblaues Bändchen, welches zwei ineinander greifende Hände zieren, eine wirklich überzeugende Antwort darauf enthält. Doch davon später.
Dasselbe Motiv, der Knoten zweier Hände, schmückt ein weiteres neues Freundschaftsbuch, das inhaltlich kaum unterschiedlicher …

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Martin Hecht, geboren 1964, ist Publizist und Schriftsteller. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt Deutsche Unsitten und Neue deutsche Unsitten. Martin Hecht schreibt für Psychologie Heute und ist Autor zahlreicher Features für den Südwestrundfunk.

Leseprobe zu "Wahre Freunde" von Martin Hecht

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Leseprobe zu "Wahre Freunde" von Martin Hecht

Vorwort

Die neue Freundschaft

Freundschaften sind heute so wichtig wie nie zuvor. Nicht wie manche meinen, weil wir gute Kontakte brauchen, um noch effizienter zu sein. Wir entdecken Freundschaft neu, weil die Bindungen zu unseren Lebenspartnern und Familien immer öfter zerbrechen. Der Bruch ist zur Normalität geworden. Aber er hat eine große Lücke hinterlassen - und eine neue Sehnsucht geweckt. Nach dem Ende der alten Beziehungen wollen wir eine neue Verbindlichkeit schaffen. Nichts eignet sich dafür besser als Freundschaft - aber nur, wenn wir sie neu bestimmen.

In diesem Buch geht es um eine neue Freundschaft. Freundschaft im 21. Jahrhundert - das ist Freundschaft unter Menschen einer neuen Generation. Ich bin einer davon: eigenwillig und anspruchsvoll, empfindsam und kritisch, Typen, denen man es eigentlich nie recht machen kann, vor allem wenn es um die Beziehungen zu ihren Nächsten geht. Aber wir fordern nicht nur, wir sind auch bereit, in unsere Freundschaften zu investieren, heute viel mehr noch als früher einmal.

Was andere unbescheiden oder charakterlich bedenklich nennen, rechne ich uns nur allzuhoch an: Denn dieses Buch ist von der Überzeugung getragen, daß wir nicht dazu geboren sind, uns im Leben mit Kompromissen abspeisen zu lassen - nicht wenn es um Beziehungen zu Menschen geht, denen wir uns verbunden fühlen. Mag sein, daß der heilige Kompromiß in anderen Lebensbereichen manchmal tatsächlich der goldene Mittelweg ist. In den Beziehungen zu unseren Lebenspartnern und Freunden ist er durchweg nur faul und billig. "Man muß sich eben mit der Welt und ihren Menschen arrangieren." Ein grauenvoller Satz, meist nur aus den Mündern von Frustrierten - oder den Behäbigen und Bequemen. Arrangieren tut man sich nur mit Zellengenossen und allerlei Mißständen, die man für sich irgendwann als unabänderlich akzeptiert hat, am Ende mit der eigenen Resignation. Sich mit dem Leben nur zu arrangieren - dazu sollten wir uns zu schade sein. Das Leben ist zu kurz, um sich mit Kompromissen abzugeben. Wir wollen wahre Freunde!

Auf diesen Seiten geht es darum, wie wir es schaffen, unsere Freunde durch das Auf und Ab einer Freundschaft zu bewahren und die Beziehungen zu ihnen verbindlicher zu gestalten, indem wir unsere Wünsche und Erwartungen aussprechen und verwirklichen, aber genauso die Schwachpunkte ausloten und die Gefährdungen umschiffen, von denen auf Dauer keine Freundschaft verschont bleibt. Mir geht es nicht um die Beschreibung eines unerreichbaren Ideals, sondern darum, wie es gelingt, die bestehenden Beziehungen zu unseren Freunden auf eine neue bewußtere, befriedigendere Ebene zu stellen.

Aber sind wir hybriden Individualisten überhaupt zur Freundschaft fähig? Braucht es dazu nicht viel pflegeleichtere Typen? Wenn diese neue Freundschaft eine so anspruchsvolle Angelegenheit ist, muß man dann nicht befürchten, daß wir zum Scheitern verurteilt sind? Sollte man sie nicht gleich als Schwärmerei, Hirngespinst, als eine überdrehte Utopie abtun? Ist es mit der Freundschaft nicht weit profaner, weil wir Menschen keine Engel sind - und bleibt am Ende nur, wer auf so hohe Ideale setzt, ein einsamer Mensch? Ein Freund hat mit gesagt: "Mit deiner Haltung stellst du dich selbst ins soziale Abseits, eine solche 5-Sterne-Freundschaft gibt es doch gar nicht."

Ich bin anderer Meinung: Das Ideal paßt zum Menschentyp dieser Zeit. Ein anspruchsvolles Ideal zu verfolgen heißt auch nicht automatisch, einsam zurückzubleiben. Ganz im Gegenteil. Einsam sind wir doch längst. Erst wenn wir es schaffen, eine neue Form von Freundschaft zu realisieren, in der wir auch in unserer ganzen Persönlichkeit anerkannt und geschätzt werden, werden wir die Verbundenheit schaffen, die uns aus der Isolation herausführt. Denn von unseren Freundschaften wollen wir nicht länger nur ein wenig Zerstreuung und Kurzweil, sondern viel mehr, was man eine tiefgehende Beziehung nennt.

Freunde der schweigenden Zunft oder diejenigen, die Gefühlsdinge für prinzipiell nicht mitteilbar halten, werden mit diesen Zeilen nichts anfangen können. Auch jene nicht, die sich vor Konflikten lieber wegducken und denen der Weg des geringsten Widerstands der angenehmste ist. Das Buch ist vielmehr für alle geschrieben, die willens sind, sich und ihre Freundschaftsbeziehungen zu reflektieren und in Frage zu stellen. Es richtet sich an jene, denen es nicht genug ist, Freundschaft unter Schenkel- und Sprücheklopfern zu suchen oder unter denen, die den Leiterwagen mit zwei Kästen Bier beim Vatertagsausflug hinter sich her ziehen und sich allein schon deshalb unter besten Freunden wähnen. Es richtet sich an die, die Lust auf wirklich erfüllende Beziehungen haben - aber ganz gewiß nicht an die, die die eigene Bindungsunfähigkeit hinter einem ewig verklemmten Bildungsdünkel verbergen, Ehrentölpel und Tugendgänse, die mit erhobenem Zeigefinger von der "hehren Freundschaft" à la Goethe psalmodieren, jedoch in ihrer eigenen Lebenspraxis keine einzige verbindliche Sozialbeziehung zustande bekommen.

Es kommt im Leben nicht alles auf die Freundschaft an. Trotzdem, sie ist nicht wenig. Wer wahre Freunde hat, kann sich glücklich schätzen, denn sie machen das Leben schöner und reicher. Viel schöner und reicher als jeder Erfolg in Beruf und Karriere. Warum machen wir dann nicht ernst damit? Warum findet sie so oft nur am Rande statt - und so selten zur prime time unserer Lebenszeit? Warum fassen wir unser ganzes Leben nicht mehr als eine Art Spiel auf, das wir alle zusammen absolvieren müssen, jeder auf seine Art, jeder mit seinem Glück unterwegs und seinem Päckchen beladen, warum sehen wir nicht in den Freunden Menschen an unserer Seite, die den gleichen eng gesteckten Parcours des Lebens durchlaufen müssen, ganz so wie wir selbst, und warum teilen wir nicht mehr unserer Empfindungen und Erlebnisse - und werden reich daran?

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