Wächter der Apokalypse - Baradei, Mohamad El

Mohamad El Baradei 

Wächter der Apokalypse

Im Kampf für eine Welt ohne Atomwaffen

Aus d. Engl. v. Jürgen Neubauer
Gebundenes Buch
 
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Wächter der Apokalypse

Ein historischer Moment
Zwölf Jahre war der Friedens-Nobelpreisträger Mohamed ElBaradei Chef der UNO-Atomwaffen-Kontrolleure. Es waren zwölf dramatische
Jahre der internationalen Politik: vom 11. September über die Kriege im Irak und in Afghanistan bis hin zum heftig umstrittenen iranischen Atomprogramm. In seinem Buch spricht ElBaradei jetzt erstmals öffentlich über seine historische Rolle und seine persönlichen Erlebnisse in dieser Zeit. Er berichtet von Hinterzimmerverhandlungen mit Staatsführern und Chefunterhändlern, zieht kritisch Bilanz, lässt die Leser aber auch an seinen Erfolgen teilhaben. ElBaradeis Buch taucht die politische Weltbühne in ein neues Licht und macht Mut für den langen Weg zu einer atomwaffenfreien Welt.


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 366 S.
  • Seitenzahl: 366
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 152mm x 30mm
  • Gewicht: 625g
  • ISBN-13: 9783593393483
  • ISBN-10: 3593393484
  • Best.Nr.: 32674754
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.04.2011

Der Bürokrat vom Nil –
zu Größerem berufen
Mohamed ElBaradei beschreibt seine schwierige Arbeit
bei der Internationalen Atomenergiebehörde
Als Mohamed ElBaradei im Februar 2010 nach mehr als 30 Jahren in der Ferne erstmals wieder nach Ägypten zurückkehrte, wurde er in der Ankunftshalle des Kairoer Flughafens von einer großen Menge erwartet, die ihn zu seinem Friedensnobelpreis beglückwünschte. Die Regierungszeitungen hatten in den Vortagen drohende Ankündigungen veröffentlicht: Wer kein Flugticket habe, dürfe den Flughafen nicht betreten, eine Demonstration sei nicht erlaubt, die Polizei werde jeden festnehmen, der sich dieser Anordnung widersetze. Doch das kümmerte die Demonstranten nicht. Sie kamen in Scharen und riefen ElBaradei dazu auf, bei den nächsten Wahlen gegen Präsident Hosni Mubarak anzutreten.
Das geschah nicht von ungefähr: Einige Monate zuvor, als ElBaradei noch in Wien war, kurz vor dem Ende seiner Zeit als Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), hatte er erklärt: Sofern das politische System Ägyptens entsprechend geändert werde, wolle er sich als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen. Es war …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mohamed El Baradeis kenntnisreiche Ausführungen aus dem Herz der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA lassen den Rezensenten mehr als einmal schaudern. Aber zuerst muss sich Stefan Fröhlich mit des Autors Hilfe ein Grundlagenverständnis aneignen über die Arbeit der Behörde, den Atomwaffensperrvertrag, die Notwendigkeit neuer Verträge und den atomaren Brennstoffkreislauf. Alles gut verständlich, versichert er. Dann das Hartgesottene: Die Kriegsverbrechen der USA im Irak, Washingtons Quertreiben bei IAEA-Vorstößen im Iran. Aber auch was die unsaubere Praktiken Teherans und Nordkoreas im Nuklear-Poker betrifft, nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund und diskutiert Rechte und Pflichten gleichermaßen. Soviel Diplomatie freut den Rezensenten natürlich.

© Perlentaucher Medien GmbH

26.04.2011, Süddeutsche Zeitung Wächter der Apokalypse "ElBaradeis erzählt unaufgeregt und genau von den stürmischen Verhandlungen auf dem Feld der Nukleardiplomatie und von der kontroversen Rolle, die er bei den Debatten über den Irak, Iran, Libyen und Nordkoreas echte oder vermeintliche Bemühungen um die Atombombe innehatte."
Mohamed El Baradei, geb. 1942 in Kairo, war von 1997-2009 Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) mit Sitz in Wien. 2005 erhielt er in dieser Funktion den Friedensnobelpreis. Baradei promovierte in Rechtswissenschaften und ist seit 1964 Diplomat, anfänglich als Vertreter Ägyptens in New York und Genf sowie als persönlicher Mitarbeiter des ägyptischen Außenministers. Heute gilt er als gefährlichster Gegner des Präsidenten Husni Mubarak.

Leseprobe zu "Wächter der Apokalypse"

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Kundenbewertungen zu "Wächter der Apokalypse" von "Mohamad El Baradei"

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Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 18.07.2011 ***** ausgezeichnet
Dem politisch Interessierten ist Mohammed ElBaradei gut bekannt. Als Chef der internationalen Atomenergieorganisation IAEO hat der Friedensnobelpreisträger mit den Mächtigen der Welt gesprochen, wurde von ihnen enttäuscht und sicher auch hin und wieder zum Narren gehalten.

In diesem Buch ermöglicht der Autor seinem Leser das hinter die Kulissen schauen. Dies ist spannend. ElBaradei ist anzumerken, dass er keine Sensationen enthüllen will, sondern das es ihm darauf ankommt den Leser verstehen zu lassen, warum selbst langwierige Verhandlungen oftmals scheitern.

Mit dem Autor sitze ich sozusagen gemeinsam am Verhandlungstisch in Bagdad (vor dem Krieg), in Nordkorea und auch in Libyen. ElBaradei erklärt mir seine Verhandlungspartner, seine und ihre Motivation und leider stehen die engen Grenzen der Verhandlungsmöglichkeiten oft schon vor Beginn der Verhandlungen fest.

Auch wenn mich dies sicher bald entmutigen würde, Mohamed ElBaradei sagt nach vielen Verhandlungsjahren: "Ich bin nach wie vor überzeugt, dass die Diplomatie in der Lage ist, scheinbar unüberwindliche Probleme zu lösen."

Der Autor macht klar, dass unsere westliche Vorstellung von Sicherheit oft nicht deckungsgleich mit Sicherheitsvorstellungen anderen Länder ist. Dies wiederum erklärt, warum Verhandlungen so oft sehr langwierig sind oder gar scheitern. Ich vermisse solche aufklärenden Reportagen in unseren Fernsehprogrammen, deshalb bin ich Mohamed ElBaradei für sein Buch um so dankbarer!

Unbedingt empfehlenswert!

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